Deutsche Bahn verrät Pläne für 2027
: Nächster Ärger für Pendler – auf der Schwarzwaldbahn stehen weitere Sperrungen an

Zwischen Villingen und Donaueschingen rollen wieder Züge. Doch auf der Schwarzwaldbahn folgt bereits die nächste Vollsperrung. Welche Verbindungen ausfallen und was die Bahn für 2027 ankündigt.
Von
Leroy Behrens
Schwarzwald-Baar-Kreis
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Schwarzwaldbahn: Ein Doppelstockzug der Schwarzwaldbahn fährt in der Nähe von Triberg auf den Gleisen. (zu dpa: «Schwarzwaldbahn streckenweise wochenlang gesperrt»)

Aufgrund von Bauarbeiten zwischen Hausach und St. Georgen ist die Schwarzwaldbahn aktuell wieder gesperrt. Grund sind Sanierungen dreier Tunnel bei Triberg. (Symbolfoto)

Philipp von Ditfurth/dpa
  • Schwarzwaldbahn bleibt eingeschränkt: Zwischen Hausach und St. Georgen ist bis 15. November gesperrt.
  • Drei Tunnel bei Triberg werden saniert, Ersatzbusse fahren zwischen Villingen und Hausach.
  • Weitere Auswirkungen: Seehas ersetzt Züge Konstanz–Singen, teils Ausfälle Hausach–Singen in Randlagen.
  • Zusätzliche Engpässe: Ringzug und S10 teils unterbrochen, auch beim RE 55 fahren zeitweise Busse.
  • Ausblick 2027: Mehrere Sperrungen geplant – Details offen, Bündelung von Arbeiten vorgesehen.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Eine Sperrung endet, da läuft bereits die nächste: Auf der Schwarzwaldbahn brauchen Pendler weiterhin Geduld. Zwar ist die Strecke zwischen Villingen und Donaueschingen seit Montag, 2. November, wieder frei, dafür wird nun zwischen Hausach und St. Georgen gebaut. Bis Sonntag, 15. November, ist dieser Abschnitt vollständig gesperrt. Und auch für das kommende Jahr hat die Deutsche Bahn auf Anfrage unserer Redaktion weitere Einschränkungen angekündigt.

Grund für die aktuelle Sperrung sind Bauarbeiten zwischen Hausach und St. Georgen. Unter anderem werden drei Tunnel bei Triberg saniert. Die Auswirkungen reichen weit über die Baustelle hinaus: Die Schwarzwaldbahn fährt derzeit nur zwischen Singen und Villingen sowie zwischen Hausach und Karlsruhe. Zwischen Villingen und Hausach ersetzen Busse die Züge.

Auch Reisende vom Bodensee sind betroffen. Zwischen Konstanz und Singen fährt statt der Schwarzwaldbahn weiterhin der Seehas. In Tagesrandlagen können Züge sogar auf dem gesamten Abschnitt zwischen Hausach und Singen entfallen, wodurch sich auch der Ersatzverkehr verlängert. Wer längere Strecken zurücklegen muss, sollte die Verbindung vor Fahrtantritt prüfen und mehr Zeit einplanen. Hinzu kommen Einschränkungen bei anderen Regionalverbindungen: Wegen Weichenarbeiten ist der Ringzug seit dem 3. bis zum Morgen des 10. November zwischen Donaueschingen und Bräunlingen unterbrochen, vom 10. bis 12. November zwischen Villingen und Rottweil. Auch auf der S10 zwischen Villingen und Löffingen sowie beim RE 55 sind zeitweise Ersatzbusse vorgesehen.

Problemstelle bei Klengen ist behoben

Immerhin gibt es von der jüngsten Baustelle bei der Haltestelle in Klengen gute Nachrichten. Die Arbeiten zwischen Villingen und Donaueschingen seien planmäßig abgeschlossen worden, teilt die Deutsche Bahn mit. „Wir haben die Arbeiten planmäßig im vorgesehenen Sperrzeitraum abgeschlossen“, erklärt eine Bahnsprecherin.

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An einer früheren Feuchtstelle wurde eine neue Entwässerungsanlage eingebaut. Sie arbeite wie vorgesehen. „Damit ist die frühere Feuchtstelle technisch behoben“, so die Sprecherin. Trotzdem müssen die Züge dort vorerst weiterhin langsamer fahren. Die Langsamfahrstelle bleibt vorsorglich bis zum Fahrplanwechsel, am 13. Dezember, bestehen. Die Bahn will zunächst beobachten, wie sich die Entwässerung im regulären Betrieb bewährt. Erst danach soll die Geschwindigkeitsbeschränkung aufgehoben werden.

Wird die Schwarzwaldbahn endlich pünktlicher?

Mit dem Fahrplanwechsel sollen sich die Bedingungen für einen stabileren Betrieb verbessern. Ob Fahrgäste tatsächlich weniger Verspätungen erleben, lässt die Bahn allerdings offen. „Eine konkrete Veränderung der Pünktlichkeit auf der gesamten Relation lässt sich daraus jedoch nicht ableiten“, erklärt die Sprecherin.

„Eine konkrete Veränderung der Pünktlichkeit auf der gesamten Relation lässt sich nicht ableiten“
Sprecherin
Deutsche Bahn

Neben dem Zustand der Gleise spielten auch weitere Baustellen, die Fahrzeugverfügbarkeit und äußere Einflüsse eine Rolle. Einen messbaren Pünktlichkeitsgewinn verspricht das Unternehmen deshalb nicht.

Hoffnung setzt die Bahn außerdem in den künftigen Rastatter Tunnel. Fernverkehrszüge sollen dadurch auf der Rheintalbahn bis zu dreieinhalb Minuten Fahrzeit gewinnen. Gleichzeitig entsteht oberirdisch mehr Platz für Regionalzüge. Die Linien RE 7 und RE 40 sollen dann durchgehend stündlich verkehren. Zusammen mit dem RE 2 ist zwischen Karlsruhe und Offenburg ein regelmäßiger Halbstundentakt vorgesehen. Einen konkreten Vorteil für die Pünktlichkeit der Schwarzwaldbahn beziffert die Bahn jedoch nicht.

Auch 2027 sind mehrere Sperrungen geplant

Wer nach den aktuellen Bauarbeiten auf längere Ruhe hofft, dürfte enttäuscht werden. Denn die Deutsche Bahn bestätigt auf Anfrage unserer Redaktion bereits weitere Pläne für 2027: In der zweiten Jahreshälfte sollen mehrere Sperrungen aufeinanderfolgen, die jeweils unterschiedliche Abschnitte der Schwarzwaldbahn betreffen. Die DB InfraGO will dabei möglichst viele Instandhaltungs- und Modernisierungsarbeiten bündeln. Welche Abschnitte genau betroffen sein werden und wie lange die Züge dort nicht fahren können, ist noch offen.

„Die Detailplanungen sind noch nicht abgeschlossen“, erklärt die Bahnsprecherin. Man arbeite daran, Umfang und Dauer der Sperrungen so kurz wie möglich zu halten.