Deutsch-ukrainisches Jugendcamp: Mit Pfeil und Bogen in Dauchingen Brücken bauen

Bürgermeister Torben Dorn besucht das deutsch-ukrainische Jugendcamp auf dem Dauchinger Sportgelände. Dort trainieren deutsche und ukrainische Jugendliche mit ihren Trainern das Bogenschießen. Mit auf dem Bild ist Wolfgang Müller (rechts) vom Steinbeis-Innovationszentrum „Wissen und Transfer“.
Gertrud Hauser- Deutsch-ukrainisches Jugendcamp in Dauchingen: Fokus auf Bogenschießen und Begegnung.
- Jugendliche aus Ukraine reisen rund 3000 Kilometer, treffen sechs Teilnehmende aus Dauchingen und Deißlingen.
- Trainings mit Weltmeistern, Nationaltrainern und einer Olympia-Silbermedaillengewinnerin.
- Ausflüge in den Schwarzwald und an den Bodensee – Pfahlbauten und Triberger Wasserfälle.
- Ziel ist eine friedliche Zeit fernab von Krieg; Unterstützung durch Stiftung und Partnernetzwerk.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
3000 Kilometer haben die Jugendlichen aus der Ukraine, die den Bogensport ausüben, zurückgelegt, um gemeinsam mit sechs Jugendlichen aus Dauchingen und Deißlingen eine besondere Woche zu verbringen.
Begleitet wurden sie dabei von Trainern und Betreuern. Es steht in dieser Woche der Bogensport im Mittelpunkt. Das Projekt „Brücken im Donauraum“ verbindet ein intensives Bogensporttraining mit Begegnung. Gemeinsame Ausflüge führten in den Schwarzwald und an den Bodensee. Vor allem aber sollte es eine friedliche Zeit fernab des Kriegsalltags sein.
Viele der ukrainischen Teilnehmer kommen aus den russisch besetzten und umkämpften Gebieten, so aus Odessa, Chernivtsi und Nova Kakhovka. Besonders einschneidend ist die Situation für die Jugendlichen aus Nova Kakhovka in der Region Cherson.
Heimatstadt im russisch besetzten Gebiet
Ihre Heimatstadt befindet sich im russisch besetzten Gebiet. Sie mussten ihre Heimat verlassen und leben heute als Binnenvertriebene – als Flüchtlinge im eigenen Land – in anderen Teilen der Ukraine.
Der Krieg ist auch in Odessa unmittelbar präsent, wird doch die Hafenstadt am Schwarzen Meer immer wieder von russischen Raketen und Drohnenangriffen getroffen. Gerade deshalb soll das Camp den Jugendlichen etwas geben, das selbstverständlich sein sollte: einige Tage Frieden, Sicherheit und Normalität.
Silbermedaillengewinnerin gibt Wissen weiter
Sportlich gesehen hat die Woche einiges zu bieten. Die ukrainischen wie auch die deutschen Bogenschützen werden trainiert von außergewöhnlichen Coaches, darunter Weltmeister und Nationaltrainer. Auch eine Silbermedaillengewinnerin der Olympischen Spiele von Sydney gibt ihr Wissen und ihre Erfahrung an die Jugendlichen weiter.
Das Training ist anspruchsvoll, Konzentration, Technik und Ausdauer sind gefragt. Beim Bogenschießen geht es nicht nur darum, die Mitte der Scheibe zu treffen, sondern sich zu konzentrieren, Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu entwickeln und sich gegenseitig zu unterstützen.
Der kulturelle Teil kam bei diesem Camp auch nicht zu kurz, so bei gemeinsamen Ausflügen, unter anderem zu den Pfahlbauten am Bodensee oder zu den Triberger Wasserfällen.
Ein großes Netzwerk
Hinter dieser Begegnung steht ein großes Netzwerk. Die Baden-Württemberg-Stiftung gGmbH schafft mit ihrer finanziellen Förderung die Grundlage für das Projekt, während beim Steinbeis-Innovationszentrum „Wissen und Transfer“ die organisatorischen Fäden zusammenlaufen. Hinzu kommt die Unterstützung zahlreicher Unternehmen und Gemeinden und weiterer Partner aus dem EGON-Wirtschaftsraum.
Große Unterstützung gab es vom Dauchinger „Werner & Iris Center“, das ihre Trainingsanlage zur Verfügung stellte und darüber hinaus organisatorisch tätig war. Am Ende zählt deshalb nicht nur das sportliche Ergebnis.
Entscheidend sind die Begegnungen, die während dieser Tage entstanden sind. Für die Jugendlichen aus der Ukraine war es eine Woche, in der nicht Krieg, Flucht und Luftalarm im Mittelpunkt standen, sondern Pfeil und Bogen, Freundschaft, gemeinsames Lachen und eben das Gefühl, einfach Jugendliche sein zu dürfen.