Denkmal in Unterkirnach: Ein Kleinod bleibt erhalten

Die Sanierung des Holzschindeldaches des denkmalgeschützten Röthenlochhofes wurde mit 30.000 Euro gefördert. Bei der symbolischen Übergabe freuen sich (von links) Anita Auer der DSD, Klaus Richter, Marina Roßmann (Lottogesellschaft), Silke Richter sowie Christine Blessing (DSD).
Sabine Krümmer- Sanierung am Röthenlochhof: 30.000 Euro für neues Holzschindeldach zugesagt.
- DSD begleitete das Projekt, die Glücksspirale stieg ein – Fördervertrag überreicht.
- Besitzer setzten nach Problemen mit heimischem Holz nun auf Weißzedernschindeln.
- Familie restaurierte den Hof 2007 bis 2008 und bewahrt den Bauernhaus-Charakter.
- Auch das nahe Wegekreuz wurde 2022 erneuert und mit neuer Inschrift versehen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Während andere Bauherren alter Schwarzwaldhäuser auf pflegeleichtes Aluminium beim Dach setzen, gehen Silke und Klaus Richter einen anderen Weg. Sie bauen auf Holzschindeln bei ihrem 450 Quadratmeter großen Dach. Vor 19 Jahren entschieden sich die vierfachen Eltern, auf heimisches Holz zurückzugreifen und nicht auf die harzhaltige Kanadische Weißzeder.
Dies rächte sich im Nachhinein, denn das Dach des 1674 erbauten Schwarzwaldhofes war nach nicht einmal 20 Jahren sanierungsbedürftig. Hell leuchten nun deshalb die neuen Weißzedernschindeln des eher kleinen Schwarzwaldhauses mit seinem charakteristischem Krüppelwalmdach. Begleitet und unterstützt wurde die Sanierung durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD).
Nun war die Freude groß, da die Glückspirale ebenfalls mit einstieg, und die Bauherren nun mit 30.000 Euro finanziell unterstützt werden können. Am Mittwoch überreichten Marina Roßmann, Regionaldirektorin von Lotto Baden-Württemberg, Anita Auer, Ortskuratorin Villingen-Schwenningen der DSD mit ihrer Kollegin Christine Blessing den symbolischen Fördervertrag in Höhe von 30.000 Euro. Der Röthenlochhof sei ein beeindruckendes Zeugnis der baulichen Geschichte des Schwarzwaldes, so Roßmann.

Das Wegekreuz nahe des Röthenlochhofes erhielt vor vier Jahren ein neues Schild mit Inschrift.
Sabine KrümmerDieser sei ein sehr gutes Beispiel, dass Denkmalschutz nicht „teuer“ sein muss, wie Auer erklärt. Klaus Richter fasst es zusammen mit: „Das ist eine Win-Win-Situation“. Er als Bauherr profitiert von der Denkmalpflege, nachfolgende Generationen ebenso wie die Allgemeinheit, da ein Stück Schwarzwaldkultur erhalten bleibt.
Im Jahr 2002 kaufte die Villinger Familie Richter das versteckte Kleinod als Wochenendhaus und für Urlaube in der warmen Jahreszeit. Bald reifte der Entschluss, das komplette Jahr über im Röthenlochhof zu wohnen und die Winter nicht mehr in Villingen zu verbringen. In den Jahren 2007 bis 2008 restaurierten die Überzeugungstäter das Haus und behielten auch im Innern den Charakter eines alten Bauernhauses bei.
Die gesamte Familie lebte zeitweise in einem Bauwagen, um die Bauarbeiten am Schwarzwaldhaus aus nächster Nähe zu beobachten. Dies war für drei der vier Söhne ein solch einschneidendes Erlebnis, dass sie den Beruf des Zimmermanns ergriffen. Auch um das Haus lebt das bäuerliche Leben ein wenig fort, denn Hühner, Schafe und Katzen bevölkern die Wiesen um den Schwarzwaldhof.
Wegekreuz aufbereitet
Selbst das nahe Wegekreuz erfuhr 2022 eine Verjüngungskur und erhielt ein neues Schild mit der Inschrift: „Ringsum die herrliche Natur, siehst Du des Schöpfers Spur“. Dem ist nichts hinzuzufügen. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz ist die größte private Initiative für den Denkmalschutz. Der Röthenlochhof gehört zu den mehr als 440 Denkmalen, die die DSD fördern konnte. Die Stiftung wurde 1985 nach englischem Vorbild gegründet.
