Demenz-Bluttest kurz vor Markteinführung: Expertenrunde diskutiert am Schwarzwald-Baar-Klinikum

Karl-Heinz Richstein lädt ein zum Diskussionsabend rund um Demenzfrüherkennung.
Schwarzwald-Baar-Klinikum- Ethik-Dialog zur Demenzfrüherkennung am 5. November im Baden-Württemberg-Saal.
- Beginn ist um 19 Uhr – Eintritt frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
- Impuls: Silke Schicktanz stellt Forschung zu „Ethik und Kultur in der Biomedizin“ vor.
- Zentrale Fragen: Wissen vs. Nichtwissen bei Risiko ohne vorhandene Heilbehandlung.
- Hintergrund: Einfache Bluttest zur Alzheimer-Vorhersage stehen kurz vor der Markteinführung.
Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.
Es geht dabei rund um die wichtigsten ethischen und sozialen Aspekte zur Frage, ob man das eigene Risiko zu erkranken, vorzeitig wissen will. Die Expertin Silke Schicktanz, Direktorin des Instituts für Ethik und Geschichte der Medizin der Universitätsmedizin Göttingen, hält zu dem Thema einen Impulsvortrag und stellt ihre Forschungserkenntnisse dazu vor.
In der anschließenden Diskussionsrunde besteht die Möglichkeit, Fragen zu stellen und Erfahrungen auszutauschen. Die Veranstaltung richtet sich sowohl an Laien als auch an Fachpublikum und beginnt um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
„Wer beschäftigt sich schon gerne mit dem eigenen Kranksein? Will man wirklich wissen, ob man selbst oder ein Angehöriger in Zukunft womöglich an Demenz erkranken könnte?“, fragt Karl-Heinz Richstein, Seelsorger im Schwarzwald-Baar-Klinikum und Mitglied des Klinischen Ethik-Komitees. Dem gegenüber steht die immer besser werdende Diagnostik in der Medizin. Silke Schicktanz forscht und lehrt zu dem Schwerpunkt „Ethik und Kultur in der Biomedizin“.
Bluttest kurz vor Markteinführung
Sie erläutert: „Aktuell stehen einfache Bluttest zur Vorhersage der Alzheimer-Krankheit, der häufigsten altersbedingten Erkrankung in Deutschland, kurz vor der Markteinführung. Das Dilemma: Eine Heilbehandlung für die Erkrankung fehlt allerdings bislang.“
Die ethische Debatte zur Demenzfrüherkennung dreht sich somit vor allem um das Spannungsfeld zwischen dem Recht auf Wissen, dem Recht auf Nichtwissen und der fehlenden Heilbarkeit der Krankheit. Interessierte, Betroffene und Angehörige – Laien sowie Fachpublikum – sind zum Diskussionsabend eingeladen.