Dauerärgernis in Villingen
: Busspur im Benediktinerring ist immer noch nicht repariert

Seit fast einem Jahr ist die Busspur im Benediktinerring in Villingen gesperrt. Das führte jetzt im Technischen Ausschuss zu deutlicher Kritik – auch an die Adresse der Stadt.
Von
Cornelia Hellweg
Oberndorf
Jetzt in der App anhören

Die gesperrte Busspur im Benediktinerring in Villingen sorgt für einen Engpass – und das schon seit vielen Monaten.

Marc Eich

Was war passiert? Der aufgerissene Tank eines Linienbusses hatte Ende April 2025 dafür gesorgt, dass das Fahrzeug an der Bushaltestelle am Benediktinerring in Villingen liegen blieb. Der auslaufende Diesel hatte Folgen: Die Feuerwehr war damals im Einsatz, um zu verhindern, dass der Kraftstoff ins Grundwasser gelangt. Die Technischen Dienste unterstützten, die Kreisumweltbehörde musste hinzugezogen werden.

Hatte man zuerst die Hoffnung, die Sperrung der Busspur und die Einrichtung einer provisorische Bushaltestelle werde zügig wieder aufgehoben, dauert dieser Zustand mittlerweile schon fast ein Jahr an. Beim Ein- und Aussteigen der Gäste kam es in der Zwischenzeit oft zu Engpässen und Rückstaus. Und es führte regelmäßig zu Beinahe-Zusammenstößen, wenn Autofahrer beim Abbiegen von der Mönchweilerstraße auf den Benediktinerring wegen der Blockade die Spur wechselten und dabei andere Verkehrsteilnehmer übersahen.

Engpässe und Rückstaus

Die Stadt begründete dieses lange Warten auf Abhilfe gegenüber unserer Redaktion mit versicherungsrechtlichen Fragen, die in diesem Fall sehr umständlich geregelt seien. Das wiederholte Bürgermeister Detlev Bührer am Dienstagabend in der Sitzung des Technischen Ausschusses auf die Anfrage von Dietmar Wildi (CDU). Auch Andreas Flöß (FW) stieg auf dieses Thema ein. „Wir müssen handeln und gegebenenfalls in Vorleistung treten. Wir reden nicht von einer Riesensumme. So, wie es jetzt ist, ist es ein Unding. Ich bin darauf schon von zig Leuten angesprochen worden.“

Warten auf die Freigabe

Der Bürgermeister informierte, es handele sich um eine Summe von 25 000 Euro. Die Stadt benötige allerdings die Freigabe von der Versicherung. Und in diesem Falle laufe alles nicht direkt über die Versicherung sondern über einen Schadensregulierer. Und das sei sehr, sehr zäh.

Diesen Einwand wollte Wildi nicht gelten lassen. „Das ist eine öffentliche Fläche, die gebraucht wird. In so einem Zeitraum zu arbeiten, kann echt nicht sein.“ Silvie Lamla, Leiterin des Amtes für Grünflächen und Tiefbau, stellte in Aussicht, dass die Freigabe für die Instandsetzung in „ein bis zwei Wochen“ erfolgt. Die Ausführung übernähmen größtenteils die Technischen Dienste.

Das Schwarzwälder BAARometer
Montag - Freitag um 7.00 Uhr
Alles Wichtige aus dem Schwarzwald-Baar-Kreis Montag bis Samstag im kompakten Überblick.