Dauchinger Nachtumzug: Tolles nächtlich närrisches Geschehen

Die Dauchinger Neckartäle Waldhexen führen den Nachtumzug an.
Gertrud HauserMehr als 1000 närrische Zuschauer, darunter viele Familien mit ihren Kindern, kamen nach Dauchingen, um den Hexen, Perchten und Teufeln zuzurufen.
Dies beweist, dass der Nachtumzug der Dauchinger Neckartäle auch noch nach 29 Jahren beliebt ist, und sich Hunderte von Besuchern dieses nächtlich närrische Geschehen nicht entgehen lassen wollen.
Auch in diesem Jahr konnte Zunftmeisterin Silke Mühlbach zahlreiche befreundete Gruppen beim Zunftmeisterempfang begrüßen. Hier erläuterte sie, dass man in diesem Jahr ein Limit bei den Anmeldungen gesetzt habe.
Vielen Gruppen abgesagt
Vielen Gruppen musste sie absagen, da nur 35 Zünfte zugelassen wurden, damit auch alle in den Besenwirtschaften, der Festhalle und dem Partyzelt Platz finden.
Während die Sauerwasenhexen aus Schwenningen zu den treuesten Gästen zählen – sie kommen schon 29 Jahre zu ihren Freunden nach Dauchingen – konnte Silke Mühlbach auch neue Gruppen begrüßen, die zum ersten Mal beim Nachtumzug dabei sein wollten.
Darunter waren die Kraichgau Perchten mit ihren grausig, schönen Schemen. Diese haben übergroße Hörner. Die Gruppe brachte zum Umzug einen großen Schlitten mit.
Mit ihren verschmitzten Schemen begeisterten die Fuchswaldhexen aus Weiden in der Nähe von Dornhan, auch sie waren zum ersten Mal beim Dauchinger Nachtumzug zu Gast.

Aus dem benachbarten Weilersbach kamen die Ammelbach-Hexen und brachten auch ihren Narrensamen mit.
Foto: Gertrud HauserWährend die Dauchinger Musikkapelle schon traditionell den Nachtumzug anführte und den Hexenmarsch spielte, waren es weitere Guggenmusiken, die den Umzug mit dröhnender Musik aufmischten. Darunter waren die „Tuarbaguger Escha“ aus Liechtenstein, auch sie waren zum ersten Mal in Dauchingen und heizten dem Publikum nicht nur während dem Umzug ein, sondern auch nachher in der Festhalle. Sie brachten diese mit ihrer fetzigen Musik zum Brodeln. Dies war nicht nur was für die Ohren, sondern auch ein Augenschmaus, die Kostüme der mehr als 40 Musiker zu bewundern, die an die Rokokozeit erinnerten.
Tanzgruppen begeistern
In der Festhalle wurde einiges auf der Bühne geboten, unter anderem begeisterten verschiedene Tanzgruppen das närrische Publikum mit ihren schwungvollen Darbietungen, darunter die hauseigenen „Hexstreet Boys“ der Neckartäle Waldhexen.

Die Guggenmusik Tuarbaguger Escha aus Liechtenstein heizt auf der Straße und in der Festhalle kräftig ein.
Foto: Gertrud HauserDie Stierberghexen aus Sunthausen führten in voller Montur ihren Hexentanz auf und kamen wie auch die anderen Akteure nicht ohne Zugabe von der Bühne. Während in der Festhalle der Bär los war, herrschte auf der Straße im Narrendorf mit seinen Besenwirtschaften bis in die späte Nacht hinein tolle Partystimmung unter den noch überwiegend jugendlichen Besuchern.
So wurde der Dauchinger Nachtumzug ein närrisches Stelldichein bei dem Groß und Klein auf ihre Kosten kamen.