Neues Schuljahr in Bad Dürrheim
: Neue Fächer und stärkere Förderung

Zum neuen Schuljahr: Sowohl an der Realschule als auch an Grund- und Werkrealschule in Bad Dürrheim gibt es Neues in Sachen Unterricht.
Von
Cornelia Hellweg
Oberndorf
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Schwarzwälder Bote

Für die neuen Fünftklässler an der Realschule am Salinensee bereiten die Lehrerinnen Nicole Gapp und Neuzugang Helin Tufan kleine Geschenke zur Begrüßung vor. Denn die ersten Tage in der weiterführenden Schule sind fast so aufregend wie nach der Einschulung.

Die Realschule Mit insgesamt 640 Schülerinnen und Schülern sind die Klassen laut Schulleiterin Stephanie Martin durchgehend vierzügig. Daher ist sie genauso froh wie die beiden Konrektoren Michael Wentz und Josua Papke, dass der Gemeinderat den Weg frei gemacht hat für einen Erweiterungsbau auf dem Gelände der Realschule, der dann außerdem die Werkrealschule aufnehmen soll.

Denn auch die Grund- und Werkrealschule ist beim Thema Räumen an der Kapazitätsgrenze. Insgesamt 440 Kinder werden hier unterrichtet – 320 an der Grundschule und 120 an der Werkrealschule. Einzugsgebiet ist bei beiden Schulen die Stadt Bad Dürrheim, Tuningen und Brigachtal. Falls es dann noch freie Plätze gibt, können Schüler aus anderen Gemeinden zum Zug kommen. Mit Blick auf Neuerungen im Unterrichtsplan berichtet Stephanie Martin für die Realschule: Die schrittweise Wiedereinführung des neunjährigen Gymnasiums in Baden-Württemberg habe Auswirkungen auf andere Schulformen.

Stärkung von Fächern und neue kommen hinzu

Im Ergebnis bedeute das beispielsweise eine Stärkung der Fächer Deutsch und Mathe, die Einführung eines Faches Medienbildung und Informatik, und die Wahlpflichtfächer Technik sowie Alltagskultur, Ernährung, Soziales (AES) beginnen statt der Klasse 7 jetzt in Klasse 6. Um verschiedenen Leistungsniveaus gerecht zu werden, gibt es zusätzlich eine Ausdifferenzierung des Unterrichts auf G-Stufe, die in Richtung Hauptschulabschluss weist, und der M-Stufe mit höheren Anforderungen. „Lehrermäßig können wir den Pflichtunterricht abdecken“, freut sich Stephanie Martin.

Christiane Schell (links) und Stephanie Schweizer von der Grund- und Werkrealschule Bad Dürrheim mit Schulhündin Elli.

Foto: Cornelia Hellweg

Die Werkrealschule Von Schülerrückgang keine Spur an der Grundschule Bad Dürrheim. Schulleiterin Christian Schell verweist auf stabile bis steigende Zahlen in beiden Schulformen. „Für die fünfte Klasse sind 21 Kinder angemeldet, das ist eine tolle Zahl.“ Es gebe bei Eltern Vorbehalte, ihr Kind auf die Haupt- beziehungsweise Werkrealschule zu geben. Punkten kann man am Standort Bad Dürrheim mit einem pädagogischen Konzept, das sich die Förderung und Unterstützung der Schüler auf die Fahnen geschrieben hat.

Es gibt Mentoring-Stunden mit Klassenlehrern, in denen sich die Schüler individuell mit ihrem Lernweg zum Ziel Abschluss beschäftigen. Statt Projekttagen gibt es „projektartige Vorhaben“, die an der hiesigen Werkrealschule in Klasse 8 geplant sind. Die Wahlpflichtfächer starten ebenfalls in Klasse 6 statt in Klasse 7.

Neu ist Demokratiebildung

Es kommt Demokratiebildung dazu. Außerdem, so Christiane Schell, gestaltet der Anbieter Stiftung Lernen-Fördern-Arbeiten den Ganztagsunterricht in Wahlform, den 58 Kinder nutzen, 28 Kinder sind für die flexible Betreuung bis 14.30 Uhr gebucht, die für die Eltern kostenpflichtig ist. Zu einer guten Lernatmosphäre trägt außerdem Schulhündin Elli bei, die Konrektorin Stephanie Schweizer ausgebildet hat und mit in den Unterricht bringt.

Die Grundschule Die Sprachkompetenz von Kinder soll bereits vor der Einschulung stärker gefördert werden, so Christiane Schell. Das Kultusministerium BW hat daher das Programm „SprachFit“ aufgelegt. Daran nehmen zwölf Kinder aus dem evangelischen und katholischen Kindergarten teil, berichtet Christiane Schell. Für mehr gibt es bislang keine Kapazitäten. Diese Ausrichtung begrüßt sie ausdrücklich. Geplant sei seitens des Landes außerdem eine verstärkte Sprachförderung in den Klassen eins und zwei.

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