Comedyfestival in Bad Dürrheim
: Multitalente sorgen am Salinensee für beste Unterhaltung

Nach Roberto Capitoni und Dave Davis ging das erste Comedyfestival in Bad Dürrheim mit einem Comedy-Slam am Sonntagabend zu Ende.
Von
Renate Zährl
Oberndorf
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Serkan Ates-Stein gewinnt den Comedy-Slam am dritten Tag des Comedyfestivals in Bad Dürrheim.

Renate Zährl

Zum Abschluss des ersten Comedyfestivals am Salinensee in Bad Dürrheim gab es am Sonntagabend einen Comedy-Slam mit Musik und Kabarett.

Der Moderator Elias Raatz führte mit eigenen Gedichten und Ideen durch das Programm. Vier Künstler wurden angesagt. Raatz stellte für den besten Entertainer eine Krone in Aussicht. Die Bewertung mit Punkten wurde von einer Jury durchgeführt, die der Moderator spontan im Publikum suchte und fand.

Gewonnen hat der vierte Künstler des Abends. Serkan Ates-Stein präsentierte sich als Multitalent. Sein Markenzeichen ist, geboren im Ruhrpott, katholisch mit islamischem Hintergrund und türkischem Opa. Er deckte musikalisch viele Genres ab. Klassisch, Schlager, Pop, Beat, Rapp. Er beherrschte die Generationenansprache und ihm gelang der Kontakt zum Publikum. Serkan sorgte für gute, niemals dumme Unterhaltung.

Unverblümte Frauenpower

Die dritthöchste Punktzahl erhielt Philipp Scharrenberg. Der mehrfache Preisträger konnte sich über veganes Wasserangebot im Supermarkt amüsieren. Wer hätte gedacht, das Wasser vegan ist. Ein kluges Gedicht, traditionell gestrickt, in dem politische Themen und moderne Medien eingearbeitet waren – und das in Form von Insekten und sonstigen Krabbeltierchen.

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Die Kabarettistin und auch Preisträgerin Christl Sittenauer zeigte unverblümte Frauenpower. Die Fahrradstange am Männerfahrrad sorgte dabei für Erheiterung. Gut zeigte sie ihr sprachliches Können als Urmünchnerin. Raatz packte dazu ein politisches Gedicht, „Im Cafe“.

Besonderes Ambiente

Bätz, der Comedian mit Gitarre, startete in den Abend mit den enttäuschten Erwartungen des Lebens. Er sang das Lied der „Einsamen Herzen“ oder das Liebeslied „Ich bin der Tor des Monats“. Dazu packte Elias Raatz, noch eins drauf mit dem Spruch: „Das Reh, dem tut die Nase weh von einem Kuss, das war der Reisebus“.

Die Bühne mit den Lichteffekten, den illuminierten Bäumen, der traumhaft schöne Blick auf den See und die natürliche Umgebung regt an, Besondere Formate zu bieten. Die Tribüne und die Lounge-Bestuhlung ruft nach weiteren Sommerevents an diesem Ort, meinte eine einheimische Besucherin am Sonntagabend.