Bundesweite „GenZ-Proteste“: Müssen Polizisten aus dem Schwarzwald-Baar-Kreis ausrücken?

Am Samstag stehen die bundesweiten „GenZ-Proteste“ an. Auch in Baden-Württemberg wird demonstriert. Wie bereitet sich die Polizei im Kreis auf die Proteste vor? (Symbolfoto)
Uli Deck/dpa- Bundesweite „GenZ-Proteste“ sind für Samstag in mehreren Städten angekündigt.
- In BaWü sind Aktionen u. a. in Stuttgart, Karlsruhe, Freiburg, Ulm, Mannheim und Lörrach geplant.
- Polizeipräsidium Konstanz bereitet sich planmäßig vor – Internetaufrufe werden beobachtet.
- Konkrete Anforderungen an Beamte aus dem Schwarzwald-Baar-Kreis liegen bisher nicht vor.
- Die Polizei hält Kräfte bereit und will flexibel auf kurzfristige Lageänderungen reagieren.
Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.
Am Samstag könnte es für die Polizei in Deutschland ein ungemütlicher Tag werden. In mehreren Städten sind Protestaktionen angekündigt, auch in Baden-Württemberg soll demonstriert werden. Die sogenannte „GenZ-Bewegung“ ruft zu Kundgebungen auf, die sich an den jüngsten Protesten in Frankreich orientieren sollen. Dort hatten sich Bilder von teils heftigen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Polizeibeamten eingebrannt. Doch drohen solche Szenen und Bilder der Verwüstung nun auch hierzulande? Und könnten deshalb sogar Beamte aus dem Schwarzwald-Baar-Kreis zum Einsatz kommen?
Fest steht: Die Sicherheitsbehörden behalten die Entwicklung im Blick. Auch beim Polizeipräsidium Konstanz, das unter anderem für den Schwarzwald-Baar-Kreis zuständig ist, laufen die Vorbereitungen auf das Wochenende.
„Die Polizei bereitet sich auf das bevorstehende Wochenende in gewohnter Weise unter Berücksichtigung der dynamischen Entwicklungen planmäßig vor“, erklärt Polizeisprecher Fabian Herkommer auf Anfrage unserer Redaktion.
Rücken Beamten aus dem Kreis aus?
In Stuttgart soll am Samstag auf dem Schlossplatz demonstriert werden, in Karlsruhe auf dem Europaplatz, in Freiburg auf dem Platz der Alten Synagoge und in Ulm in der Hirschstraße. Auch am Plankenkopf in Mannheim und am alten Marktplatz in Lörrach sollen Demos stattfinden. Sollten dort größere Menschenmengen zusammenkommen oder die Proteste außer Kontrolle geraten, könnte die Polizei vor zusätzliche Herausforderungen gestellt werden.
Doch werden deshalb möglicherweise Beamte aus dem Schwarzwald-Baar-Kreis abgezogen, um ihre Kollegen zu unterstützen? Zumindest bislang ist das nicht vorgesehen. „Konkrete Anforderungen liegen hierzu nicht vor“, stellt Herkommer klar. Wie viele Polizisten gegebenenfalls für einen Unterstützungseinsatz infrage kämen und aus welchen Revieren diese stammen könnten, lässt sich deshalb derzeit nicht sagen.
Polizei beobachtet die Protestaufrufe im Internet
Auch wenn im Kreis bislang keine konkreten Demonstrationen bekannt sind, beschäftigen die Protestaufrufe die Polizei natürlich. „Einzelne Protestaufrufe der ‚GenZ‘ wurden bekannt“, berichtet Herkommer. Die Polizei betreibe deshalb auch Internetaufklärung, um mögliche Entwicklungen frühzeitig zu erkennen.
Wie groß die Bewegung am Samstag tatsächlich werden könnte, ist allerdings noch völlig offen. Konkrete Erkenntnisse über die Zahl möglicher Teilnehmer liegen dem Polizeipräsidium bislang nicht vor.
Und wie sieht es mit der Gefahr gewaltsamer Ausschreitungen aus? Eine konkrete Einschätzung zur Gewaltbereitschaft möglicher Teilnehmer hat die Polizei auf die Anfrage unserer Redaktion nicht abgegeben.
Polizei will auf Veränderungen schnell reagieren
Untätig bleiben die Einsatzkräfte dennoch nicht. Schließlich können sich Protestaktionen innerhalb kurzer Zeit verändern – etwa dann, wenn unerwartet viele Menschen erscheinen oder es zu Störungen kommt.
„Wir beobachten die örtlichen Entwicklungen und treffen lageangepasst die erforderlichen Vorbereitungen“, erklärt Herkommer. Die Polizei sei darauf eingestellt, „auch auf kurzfristige Veränderungen der Sicherheitslage flexibel und angemessen zu reagieren“. Für die Polizei im Kreis bleibt die Lage damit vorerst überschaubar. Ob es dabei bleibt, wird sich zeigen. Bereit hält sich die Polizei jedenfalls.
