Brandkatastrophe in Villingen: Bilder haben sich ins Gedächtnis eingebrannt

Die Helferinnen und Helfer aller beim Großbrand in der Gerberstraße aktiven Blaulichtorganisationen waren am Sonntagnachmittag in die Tonhalle gekommen.
Birgit HeinigDie Ereignisse vom 14. und 15. Juni in der Gerberstraße und der Goldgrubengasse liefen auf der Bühne in fotografischer Dauerschleife. Beim Helferfest nach dem Großbrand kamen Erinnerungen hoch.
Volker Bachert war einer der ersten, der mit dem Sicherungstrupp der Freiwilligen Feuerwehr Villingen am Brandort eintraf. Zu Hause wollte die Familie gerade Würstchen grillen, als der Alarm mit dem Hinweis „Balkonbrand“ losging.
„Bin gleich wieder da“, habe er seiner Frau gesagt – ahnungslos, wie sich herausstellte, denn der Referent von Bürgermeister Detlev Bührer kehrte erst um halb sechs Uhr morgens zurück.
Stefan Boos ist Gruppenführer beim Technischen Hilfswerk (THW). Er war bis 4 Uhr am Sonntagmorgen mit 14 Einsatzkräften in zwei Gruppen vorort, die für die Ausleuchtung des gesamten Terrains sorgten und in Bereitschaft standen, um eventuell Hauswände abzustützen. Das sei dann glücklicherweise nicht nötig geworden, so Boos, den der Schreck vor der Kraft und Energie der lodernden Flammen noch immer beschäftigt.
Kühlschrank löste Katastrophe aus
Sofort nach deren Eindämmung begann die Arbeit des ersten Kriminalhauptkommissars Gerhard Walter mit dem „subjektiven und objektiven Tatbefund“. Mit Hilfe der Kriminaltechniker aus Rottweil und nach der Vernehmung von Feuerwehrleuten und Bewohnern habe am dritten Tag festgestanden, dass ein – korrekt verkabelter - Kühlschrank auf dem Balkon Ursache des Brandes war.
Bestürzend fanden Walter und seine Kollegen die große Anzahl Schaulustiger, die schon am Brandabend vorort waren, dann aber auch am Sonntag offensichtlich „einen Familienausflug“ ins Gerberviertel unternahmen.