Brand in Trossingen: Dachstuhl am Sonntag in Flammen

Ein Dach in Flammen.
Feuerwehr TrossingenAm vergangenen Sonntag ist die Trossinger Wehr um 15.30 Uhr wegen eines Dachstuhlbrandes alarmiert worden.
Bereits auf der Hinfahrt bestätigte sich die gemeldete Lage. „Auf der Anfahrt haben wir bereits die Rauchbildung gesehen und dann vor Ort das offene Flammenbild“, berichtete Ralf Sorg, Pressesprecher der Trossinger Wehr, auf Anfrage der Redaktion. Beim Einsatz sei dann deutlich geworden, dass es nicht im Inneren sondern auf dem Dach im Bereich der Photovoltaikanlage brannte.
Die Trossinger Wehr war mit zwei Löschgruppen sowie einer Drehleiter angerückt. Da Flammen bei der ersten Inaugenscheinnahme aus dem Dach schlugen, wurde eine eine Drehleiter der Feuerwehr Spaichingen angefordert. Außerdem war die DRK vor Ort, um den Einsatz medizinisch abzusichern. Insgesamt, so der Pressesprecher, waren neun Fahrzeuge der Feuerwehr und 53 Einsatzkräfte am Brandort.
Nachbar alarmiert
Den Alarm ausgelöst habe ein Nachbar, so Sorg. Drei Parteien wohnten in dem Haus, niemand sei verletzt worden. Umgehend sei ein Trupp zur Erkundung in das Gebäude entsandt worden. Aufgrund der Lage erfolgte die Auslösung des Gesamtalarms sowie die Nachalarmierung der Drehleiter aus Spaichingen. Im weiteren Einsatzverlauf kontrollierte die Wehr die Dachhaut und war mit Nachlöscharbeiten beschäftigt.

Die Drehleiter im Einsatz.
Foto: Feuerwehr TrossingenDurch das schnelle Eingreifen der Einsatzkräfte sei eine weitere Brandausbreitung verhindert worden. Dadurch, dass die Flammen im Bereich der Photovoltaik loderten, musste man ein Auge auf die Elektrik haben. „Man kann mit Abstand löschen, aber wir mussten einen Elektriker hinzuziehen“, erläutert Ralf Sorg. Das Haus sei gerade modernisiert worden – auch das Dach.
Der Einsatz habe sich noch mehrere Stunden – bis nach Mitternacht – hingezogen wegen der Nachlöscharbeiten. „Wir mussten beispielsweise die Dämmung nach Glutnestern absuchen.“

Wie viel Schaden ist angerichtet.
Foto: Feuerwehr TrossingenOb die Photovoltaikanlage tatsächlich den Brand ausgelöst habe, müsse untersucht werden. Allgemein habe er während seiner Tätigkeit bei der Wehr kaum Photovoltaikanlagen als Brandauslöser erlebt, so Sorg. Unterm Strich zieht er eine positive Bilanz des Einsatzes am Sonntag. Niemand sei verletzt worden. „Wir haben den Menschen ihr Heim erhalten.“ Das Haus sei weiterhin bewohnbar. Materieller Schaden ja, „aber die Bewohner haben nicht ihr Hab und Gut verloren“. Auf Anfrage bei der Polizei hieß es gestern, dass man dort von einem technischen Defekt bei den Solarziegeln ausgeht. Der Sachschaden wird auf 30.000 Euro geschätzt.
