Bilanz des Villinger Kneippbades
: Nach Rekordsommer in die Winterpause

Nach einer tollen Badesaison ist im Villinger Kneippbad das Rolltor heruntergelassen, die Technik heruntergefahren, die Hochwassersperre hochgelassen: alles winterfest bis zur nächsten Saison.
Von
Willi Zimmermann
Villingen-Schwenningen
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Das war’s. Schwimmmeister Enrico Krause lässt das Rolltor am Eingang vom Villinger Kneippbad runter. Eine tolle Badesaison im Kneippbad ist zu Ende. Bis zum nächsten Jahr.

Das war’s. Schwimmmeister Enrico Krause lässt das Rolltor am Eingang vom Villinger Kneippbad runter. Eine tolle Badesaison im Kneippbad ist zu Ende. Bis zum nächsten Jahr.

Willi Zimmermann
  • Villinger Kneippbad beendet nach starker Saison den Betrieb – Winterpause beginnt.
  • Rekordsommer brachte 63.100 Gäste, rund 25 Prozent mehr als im vergangenen Jahr.
  • Neuerungen kamen an: eigener Raucherbereich und Dino-Knochen für Kinder.
  • Gewitterwarnsystem räumt Becken bei Blitzen im Umkreis von zehn Kilometern.
  • Technik wird abgeschaltet, Wasser bleibt in Becken, Hochwasserschutz installiert.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Der Rekordsommer zog auch einen Rekordbesuch nach sich. Eine noch nie dagewesene Zahl von 63.100 Badegästen versuchte, sich abzukühlen, das sind über 12.000 mehr, oder 25 Prozent, als im vergangenen Jahr.

Allein am letzten Juni-Wochenende waren es knapp 12.500 Besucher. Es waren nicht nur die dem Wetter geschuldeten Gästezahlen, die begeisterten, überhaupt habe die ganze Atmosphäre im idyllisch gelegenen Freibad gepasst, erklärte BVS-Geschäftsführer Gregor Gülpen.

Durchweg positive Rückmeldungen habe es gegeben, und auch die Neuerungen stießen ausnahmslos auf positive Resonanz. Dazu gehört beispielsweise der Raucherbereich. Ohne Diskussion und Probleme haben sich die Badegäste daran gehalten, erklärte der für das Kneippbad verantwortliche Schwimmmeister Enrico Krause.

Die BVS war aufgrund der neuen Gesetzgebung zum Nichtraucherschutz verpflichtet, entweder das Rauchen im Bad zu untersagen oder einen separaten Raucherbereich auszuweisen. Der nördliche Teil des Geländes über dem Mühlenkanal eignete sich am besten.

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Für die Kinder wurden die Dino-Knochen zum Ausgraben und Entdecken zum absoluten Renner. Auch die Graffiti-Wände mit Motiven zum Badeleben, zu Villingen und zum Schwarzwald waren Treffpunkte.

Die Gewitterwarnung

Neu war auch die Einführung einer Gewitterwarnung auf dem Dach des Aufsichtshäuschens. Das System überwacht das Wettergeschehen im Umkreis von 20 Kilometern. Im Fall eines Blitzes im Umkreis von zehn Kilometern um das Bad wurden die Schwimmbecken geräumt. Nach jedem Blitz beginnt ein Countdown von 20 Minuten, sodass die Badegäste sehen können, wann sie wieder schwimmen gehen können.

Jetzt winterfest

Am Sonntag war der letzte Badetag, gleich am Montag wurde begonnen, alles winterfest zu machen. Dabei geht es in erster Linie darum, die Technik außer Betrieb zu nehmen, erklärt Enrico Krause das Prozedere. Filter, Pumpen, Reinigungsanlagen pausieren bis zur erneuten Inbetriebnahme im Mai nächsten Jahres. Das Messwasser wird aus der entsprechenden Leitung abgelassen, sodass diese über die Winterzeit trockenfällt und im Frost nicht platzt. Außerdem werden die Chlorgasflaschen außer Betrieb genommen und aus dem Bad gebracht.

In den Becken verbleibt jedoch der Großteil des Wassers. Die beiden Schwimmbecken bestehen aus Edelstahl und bekommen durch den Druck des Wassers Stabilität. Abgelassen wird es erst im Zuge der Reinigungsarbeiten für die Neueröffnung.

Zuletzt wird vor dem Eingang ein Hochwasserschutz installiert. Ein- bis zweimal pro Woche kontrolliert das Bäderteam das Gelände und das Technikgebäude. Auch wenn wettermäßig noch ein paar schöne Herbsttage angesagt sind: Winterschlaf ist angesagt, bis zum nächsten Jahr.