Besucher auf der Baustelle in Schwenningen: Einmalige Einblicke in die Helios-Arena

Sehr aufmerksam verfolgten die Besucher der einstündigen Führung die Ausführungen von KEB-Geschäftsführer Gregor Gülpen. Unter den Interessierten war auch der Aufsichtsratsvorsitzende der KEB, Oberbürgermeister Jürgen Roth.
KEB/Susanna Schmidt- Helios-Arena in Schwenningen wird grundlegend saniert – erstmals seit 60 Jahren.
- Beton- und Eispiste werden erneuert, da Untersuchungen dringenden Bedarf zeigten.
- Neues Kühlsystem mit weniger Ammoniak, neue Bande und Fokus auf Energieeffizienz.
- Zeitplan: Fertigstellung zum 1. September, erstes Wild-Wings-Spiel am 18. September.
- Führungen mit rund 50 Teilnehmenden, OB Jürgen Roth betont Bedeutung und Investition von 3,4 Mio. Euro.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Es ist historisch – das, was gerade in der Helios-Arena in Schwenningen passiert. Zum ersten Mal seit Bau der Eishalle vor 60 Jahren und voraussichtlich zum letzten Mal in den nächsten 60 Jahren, wird gerade die Eisfläche mitsamt Untergrund erneuert.
Die KEB lud in den vergangenen Wochen mehrfach zur einstündigen, kostenlosen Führung ein. Diesem Angebot folgten jüngst wieder rund 50 Interessierte.
Oberbürgermeister Jürgen Roth, Aufsichtsratsvorsitzender der KEB, nahm sich die Zeit, ein Bild über den Baufortschritt zu machen und mit den Besuchern ins Gespräch zu kommen. KEB-Geschäftsführer Gregor Gülpen führte kürzlich wieder eine rund 50-köpfige Gruppe durch die Eishalle.
Die Gründe
Zunächst erläuterte Gülpen den Anlass, weshalb die Eisfläche überhaupt erneuert werden muss: „Die Betonfläche unter dem Eis war nun 60 Jahre alt. Die Faustregel besagt, Beton hält 50 Jahre, so dass wir zeitlich schon darüber waren“, so KEB-Geschäftsführer Gregor Gülpen. „Ursprünglich wollten wir die Betonpiste erst im Jahr 2029 sanieren. Doch regelmäßige Untersuchungen eines spezialisierten Ingenieurbüros haben gezeigt, dass der Handlungsbedarf dringender ist als angenommen“, erklärte Gregor Gülpen.
Gerücht aufgeklärt
Ebenso konnte das Gerücht aufgeklärt werden, dass die Eispiste nur für die Wild Wings erneuert werde. „Die Eispiste wird nur zu acht Prozent von den Wild Wings genutzt. Die überwiegende Zeit trainieren und spielen andere Mannschaften hier“, erläuterte Gregor Gülpen.
Im Mai starteten die Baumaßnahmen. Nachdem die bisherige Betonpiste abgetragen war, wurden 144 so genannte Gussrammpfähle in den Boden gerammt, um für Stabilität zu sorgen und ein künftiges Absenken oder Anheben der Betonpiste zu verhindern. Es gebe nicht nur eine neue Beton- und Eispiste, gleichzeitig könne das Kühlungsmittel Ammoniak auf ein Minimum reduziert und durch Glykol ersetzt werden. Außerdem wird eine neue Bande gebaut.
Die Besucher interessierten sich für die Details und stellten rege Fragen zu den künftigen Lüftungsanlagen, Kühl- und Heizsystemen und zur Energieeffizienz der Helios-Arena. „Unser Ziel ist es, autonom vom Erdgas zu werden und unseren Strom selbst zu erzeugen“, betonte Gregor Gülpen. Zwei Photovoltaikanlagen – eine nagelneu und eine aus dem Bestand – gewinnen bereits heute 60 Prozent des benötigten Stroms.
Besonders beeindruckt
Besonders beeindruckt waren die Teilnehmer der Führung von der enormen Aushubmenge, die momentan hinter der Helios-Arena lagert. Schlussendlich werde das Material unter anderem auf den Waldwegen ausgebracht, da es sich um simple Erde handle, verriet KEB-Geschäftsführer Gülpen.
Straffer Zeitplan
Der Zeitplan für die Umbauarbeiten ist aufgrund der Dauer der Eishockey-Saison bis Ende März und deren Wiederbeginn Mitte September sehr straff. „Momentan sieht es sehr gut aus, jedoch kann es noch immer zu unerwarteten Verzögerungen kommen“, betonte der KEB-Geschäftsführer. „Geplant ist die Fertigstellung zum 1. September, dann wird zwei Wochen lang das Eis für die Saison aufbereitet, so dass dann am 18. September die Wild Wings ihr erstes Spiel in der Helios-Arena austragen können.“
Nach verschiedenen Stationen in der Eissporthalle, lud Gregor Gülpen die Besucher zu einer „einmaligen Gelegenheit“ ein, „die sich in den nächsten 60 Jahren nicht mehr bieten wird“: zur Begehung der aktuellen Arbeitsschicht, welche sich rund 50 Zentimeter tiefer als die künftige Eisfläche befindet. Dies ließen sich die Eissportfans nicht nehmen und nutzten die Chance, erstellten Bilder und schauten sich die Pläne und Gegebenheiten ganz genau an.
„Eine Visitenkarte“
Jürgen Roth ergriff zum Ende der Führung das Wort: „Wir investieren 3,4 Millionen Euro in unsere größte Sporthalle in Villingen-Schwenningen“, so Roth. „Sie wird genutzt und geschätzt von Jung und Alt und ist eine der Visitenkarten der Stadt. Für alle begeisterten Sportler.“
Vermutlich würde die Frage in Hamburg, wo sich Villingen-Schwenningen befinde, mit einem ratlosen Blick quittiert. Würde man antworten aus der Stadt der Wild Wings, wisse das Gegenüber Bescheid. „Ich freue mich auf das Eröffnungsspiel am 18. September.“ Verschmitzt lächelnd beendete er seine kurze Ansprache: „Mit der neuen Eispiste steht der Meisterschaft nichts mehr im Wege.“
Im Anschluss nutzten die Teilnehmer die Chance zum Austausch mit Jürgen Roth und Gregor Gülpen.
