Besuch in Trossingen: Den Gäste aus Cluses gefällt das Bähnle

Trossingen ist für die Mitglieder des Skiclubs Clusien immer wieder eine Reise wert, insbesondere dann, wenn auch eine Fahrt mit der historischen „Grünen Garnitur“ auf dem Programm steht.
Ingrid KohlerErst vor kurzem konnte man es wieder beim Trossinger Pfingstmarkt erleben: Ohne die historische „Grüne Garnitur“ der Trossinger Eisenbahn geht nichts.
Viele Besucherinnen und Besucher kamen da tatsächlich mit dem Ringzug und mit Umstieg an der Station Trossingen Bahnhof ins „Trossinger Bähnle“ zum Markt und fuhren so auch wieder zurück.
Auch die einheimischen Trossinger zieht es immer wieder zum Eisenbahnmuseum und zum Museumsgleis zu einer Fahrt mit vielen Erinnerungen an vergangene Zeiten.
Für die erste Fahrt des Tages war am Pfingstmontag das „Grüne Gespann“ aber komplett reserviert für den Skiclub aus Cluses, der seit Jahrzehnten mit dem Schneelaufverein Trossingen befreundet ist.
Diesmal eine große Gruppe
Alle drei Jahren kommen Mitglieder des Skiclubs Clusien zu einer offiziellen Begegnung in die deutsche Partnerstadt Trossingen – immer über Pfingsten, während die Trossinger jedes Jahr über Fastnacht nach Cluses fahren, um mit ihren französischen Freunden auf den Hochsavoier Pisten Ski zu fahren.
53 Cluser aller Generationen wurden so nun am frühen Morgen von Annette Lang vom Freundeskreis Trossinger Eisenbahn begrüßt. Sie führte die Gäste in französischer Sprache in die Historie der Trossinger Eisenbahn ein. Unterstützt wurde sie dabei von Christian Striegel aus Cluses, der die deutsche Sprache perfekt beherrscht, denn seine Wurzeln sind im Elsass.
Laetitia Premaz-Nunez, die Präsidentin des Skiclubs Clusien, freute sich, dass mit 53 Personen ein voller Bus auf die Reise ging, denn normalerweise seien es nur um die 20 Personen. Bevor der Bus Trossingen erreicht hatte, gab es einen Besuch im Europapark. Am Abend wurde dann das Wiedersehen „mit unseren deutschen Freunden“, so die Präsidentin, im „Krokodil“ gefeiert, am Sonntag stand ein gemeinsamer Besuch mit Besichtigung der Rothausbrauerei in Grafenhausen auf dem Programm. „Am Abend haben wir den Rummel auf dem Rudolf-Maschke-Platz besucht“, klärt Christian Striegel weiter auf. „Etwas kleiner“ als der Europapark, aber schön sei es gewesen.
Erstaunt über all die Fotografen
Begeistert zeigte sich die Cluser Gruppe über die Unterkunft in Trossingen, denn alle hatten ihre Zimmer im Kunstwerk B „mit tollen Zimmern und tollem Frühstück“. Und auch der Programmpunkt „Fahrt mit der historischen Trossinger Eisenbahn“ stieß auf durchaus positives Echo bei den Franzosen. Sowohl die Präsidentin, vor allem aber Kinder und Jugendliche ließen sich gerne auf der offenen Plattform den Fahrtwind um die Nase wehen, während andere in der „Holzklasse“ Platz genommen hatten und erstaunt waren, dass an der nur gut vier Kilometer langen Strecke so viele Fotografen standen, denen aber freudig zu winkten.
Die Sonder- und Mondscheinfahrten der Trossinger Eisenbahn locken, insbesondere wenn das Wetter schön ist, immer wieder zahlreiche Eisenbahnbegeisterte Fotografen, teils aus weiter Ferne nach Trossingen. In Staunen versetzte die französischen Gäste vor allem auch der große Aufwand, der mit dem Fahrplan und dem Rangieren des modernen Ringzuges betrieben werden muss, an dessen Stelle an solchen Tagen die gemütliche historische Trossinger Eisenbahn fährt.
Heimfahrt über Schaffhausen
Nach der „Bähnlefahrt“ besuchten die Cluser dann noch den Stand des Schneelaufvereins Trossingen, der traditionell am Bärenplatz die Pfingstmarktbesucher bewirtete. Am frühen Mittag hieß es dann bereits „Au revoir – bis zum nächsten Mal“, denn „Trossingen ist immer eine Reise wert“, so Christian Striegel.
Als gelungene Abrundung des Pfingstausfluges nach Trossingen wurde auf der Rückfahrt nach Cluses dann noch der Rheinfall bei Schaffhausen besucht.