Autofahrer aufgepasst
: Die große SVS-Baustelle steht an – am Montag geht’s in Villingen los

Autofahrer, die rund um die Villinger Innenstadt unterwegs sind, müssen sich am Montag auf Veränderungen einstellen: Eine Baustelle der SVS sorgt für längere Sperrungen.
Von
Marc Eich
Oberndorf
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SVS-Geschäftsführer Gregor Gülpen (links) und Bauleiter Angelo Galasso informieren über die große Baustelle, die im Bereich des Romäusrings und auch an der Bertholdstraße für Sperrungen sorgen wird.

Marc Eich

Mangelnde Vorbereitung oder unzureichende Kommunikation kann man den Verantwortlichen der Stadtwerke VS (SVS) sicherlich nicht vorwerfen – aber dennoch dürfte es spannend sein, mit welchen Störgeräuschen am Montag die große Baustelle im Bereich des Romäusrings anläuft. Ab 7 Uhr geht’s los.

Seit drei Jahren plant die SVS den Ringschluss des Wärmenetzes rund um die historische Innenstadt auf Hochtouren – dazu gehört auch die Maßnahme zwischen der Bleichestraße und der Kreuzung Romäusring/Warenburgstraße im Bereich des Irish Pubs. Eine Vollsperrung ist hierfür unumgänglich – um die Behinderungen für Anwohner zu verringern, sind jedoch zwei Bauabschnitte geplant.

„Wir haben 2000 Flyer in der Umgebung verteilt“, erklärt SVS-Chef Gregor Gülpen. Intensive Planungen der städtischen Verkehrsbehörde flankierten die Vorbereitungen. Bei 10 000 Euro liegen alleine die Kosten für eine umfangreiche Beschilderung, um die Verkehrsteilnehmer an diesem neuralgischen Punkt zu informieren und zu leiten.

Gespräche mit Anwohnern, Fahrschule und Pflegedienst sollten Unsicherheiten bei der Erreichbarkeit von Garagen und Stellplätzen ausräumen, Lösungen für die Müllentsorgung und Feuerwehrzufahrten wurden gesucht – „aber klar, es sind trotzdem Einschränkungen“, macht Gülpen deutlich.

Uralte Wasserleitungen werden getauscht

Die Stadtwerke betonen gleichzeitig, dass die Arbeiten notwendig sind. Denn im Zuge der Maßnahme wird nicht nur ein weiterer Teil des Wärmenetzes geschlossen, um zwei Netze zu verbinden, sondern es geht auch an die 55 Jahre alten Wasserleitungen. „Seit 1997 haben wir hier sieben Störungen“, so SVS-Bauleiter Angelo Galasso. Um weitere Rohrbrüche zu verhindern, ist eine Erneuerung notwendig. Und Gülpen ergänzt: „Wir sind überhaupt froh, dass Geld für Infrastruktur da ist – in anderen Städten ist das nicht mehr der Fall.“ Investiert werden rund 500 000 Euro.

Und so sieht das konkret aus: Im ersten Bauabschnitt erneuert man die Leitungen zwischen Bleichstraße und Zinsergasse und baut gleichzeitig das Wärmenetz aus. Aufgrund der Sperrung ist es notwendig, die Abfahrt von der Bertholdstraße zum Romäusring (Bereich Gefängnis) zu sperren. Und zwar für beide Bauabschnitte.

Umleitungen zum Hallenbad über Innenring

Bereits an der Kreuzung in den Kaiserring müssen Verkehrsteilnehmer in den Innenring fahren, um in den Romäusring sowie in die Kalkofenstraße und somit Richtung Hallenbad zu kommen. Ins Rietviertel gelangen Autofahrer über die Niedere Straße am Amtsgericht vorbei und dann in die Färberstraße. Für den ersten Abschnitt sind fünf bis sechs Wochen eingeplant.

„Danach müssen wir schauen, wie es mit dem Wetter aussieht“, so Galasso. Sollten die Arbeiten unterbrochen werden, dann vollständig. „Dann machen wir ein Winterprovisorium.“ Heißt: Die Sperrung des betroffenen Bereichs wird aufgehoben. Andernfalls zieht die Baustelle weiter.

Nur über die Zinsergasse ins Rietviertel

Im zweiten Bauabschnitt werden dann die Leitungen im Romäusring von der Zinsergasse bis zur Kreuzung an der Färberstraße erneuert. Wer ins Rietviertel will, muss nun über die Bleichstraße in den Romäusring fahren, um dann in die Zinsergasse zu gelangen. Für jene Verkehrsteilnehmer Richtung Hallenbad ändert sich im zweiten Bauabschnitt (ebenfalls fünf bis sechs Wochen) nichts: Über den Innenring geht es in den Romäusring und die Kalkofenstraße. Während der gesamten Baustelle herrscht in der Brunnenstraße in Teilen der Rietgasse Parkverbot.

Aber wenn die Arbeiten durch sind, dürfen sich nicht nur Anwohner über das Wärmenetz (vier Hausanschlüsse werden in dem Zuge realisiert) und frische Wasserleitungen freuen, auch Autofahrer profitieren: Denn im Anschluss führt die Stadt eine Oberflächensanierung der Straße durch. Die Arbeiten gehen dank koordiniertem Vorgehen also Hand in Hand.

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