Auszeichnungen in Trossingen: Marquardt-Preis geht an Sextett

Der Iris-Marquardt-Preis geht an das Sextett L'Aura, die Auszeichnung ist ein hochschulinterner Wettbewerb.
Susanne Heinrich- Iris-Marquardt-Preis ging an das Sextett L’Aura in Trossingen – hochschulinterner Wettbewerb.
- Ensemble mit Bläserquintett und Klavier überzeugte durch Balance, Farbenreichtum und Zusammenspiel.
- Programm: Poulenc „Sextour pour piano et vents“, Thuille Sextett B-Dur op. 6, Francaix „L’heure du berger“.
- Pianistin Seunghee Yoon gründete das Ensemble und trug mit virtuosem Fundament den Klang.
- Preisverleihung im 30. Jahr mit Grußworten von Hochschulleitung, Stadt und Stifterfamilie.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Je drei formidable Musikerinnen und Musiker konnten sich im hochschulinternen Wettbewerb gegen zahlreiche Mitbewerber durchsetzen. Das von Professor Hernady betreute Sextett überzeugte die Jury mit seiner hohen künstlerischen und sozialen Kompetenz, der gelungenen Balance und seinem Farbenreichtum.
Das zahlreich erschienen Publikum konnte sich von diesen Qualitäten selbst überzeugen im feierlichen Rahmen der Preisverleihung. Ein Genuss und ein Vergnügen war es, diesem schon professionellen und überzeugenden Spiel zuzuhören. Sechs Individuen haben sich hier zusammengefunden, um sich mit Neugier und gegenseitigem Respekt zu einem einheitlichen Klangkörper zu entwickeln.
Die Pianistin Seunghee Yoon, die sich mit der Gründung des Ensembles einen Traum verwirklicht hat, bot ihren fünf Mitmusikern ein stabiles, facettenreiches, technisch und musikalisch virtuoses Fundament. Darauf konnten Yutaro Yajima mit seinem brillanten Flötenton, die absolut zuverlässige Oboistin Hysunseon Park, Dan Hetzroni mit kraftvollem und virtuosem Hornklang, der souveräne Fagottist Lahav Ganchrow und die so differenziert spielende Klarinettistin Shen-Chie Liu aufbauen.
Die fünf Bläser standen sich in puncto Können, Ausdruckskraft und sensiblem Zusammenspiel in nichts nach. Man konnte auch beobachten, dass sich die jungen Leute nicht besonders stark während des Spielens bewegten, so dass die ganze Kraft und Intensität in den schönen Gesamtklang floss.
Mit viel Fleiß und einigen Probenstunden haben sich die Sechs die anspruchsvollen Werke erarbeitet. Mit dem Sextour pour piano et vents von 1939 von Francis Poulenc, dem Sextett B-Dur op. 6 aus dem Jahr 1881 von Ludwig Thuille und dem witzigen Nachkriegswerk „L'heure du berger“ von Jean Francaix, konnten sie die ganze Bandbreite ihres Könnens zeigen.
Der bewährte Rahmen dieser Preisverleihung, in diesem Jahr zum 30. Mal, umfasste auch Grußworte des stellvertretenden Rektors Ahner, Bürgermeisterin Susanne Irion, Christoph Marquardt als Vertreter der Stifterfamilie und Prorektor Jochen Schorer, der mit wohlüberlegten Fragen in Kurzinterviews den jungen Leuten auch einiges über ihren privaten Hintergrund entlockte.
Die sechs Ensemblemitglieder realisierten mit ihrem musikalischen Projekt genau das, was in allen Ansprachen zum Ausdruck kam: Musik kann das erreichen, was in der Gesellschaft so dringend nötig ist, nämlich Werte wie gegenseitigen Respekt, Offenheit und ein gemeinsames Ziel.