Ausstellung in Brigachtal: Der Vollmond steht im Mittelpunkt

Hans Jürgen Götz stellt Bilder des Vollmonds aus.
Hella SchimkatZu seiner Vernissage über den Mond lädt am Donnerstag, 18. September, um 18 Uhr Hans-Jürgen Götz in das Brigachtaler Rathaus ein. Das Thema ist „Der Mond – unser himmlischer Begleiter“.
Seit zehn Jahren verfolgt er den Mond immer wieder, oft vergebens, wenn das Wetter ihm einen Strich durch die Rechnung machte, oder der Mond nicht exakt hinter dem Objekt, das er sich wünschte, stand.
Aber ein guter Fotograf muss Geduld haben und am besten immer genügend Benzin im Tank. 30 Fotografien des Vollmonds werden im Rathaus auf zwei Ebenen zu sehen sein. Leider machte ihm der Blutmond, den er kürzlich in voller Schöhnheit über dem Rottweiler Testturm erwischen wollte, keine Freude, es lag Dunst vor dem Mond, das wurde nicht so toll.
Vergeblich auf klare Sicht gehofft
„Mit mir hofften noch 50 weitere Leidensgenossen vergeblich auf klare Sicht auf den Blutmond“, berichtet Götz im Gespräch mit unserer Redaktion und erinnert sich, wie seine Leidenschaft für die Fotografie begann: Zur Kommunion erhielt er eine kleine Kamera, die ihm bald zu unprofessionell war, sodass er sich im Alter von 15 Jahren seine erste Spiegelreflex Kamera gekauft habe, erzählt er.
„Ich bin in einen Fotoverein eingetreten, dort habe ich viel gelernt, aber beruflich war ich nie Fotograf. „Learning by doing“ war meine Devise, so Götz. Photoshop und Montage lehne er ab. Seine Fotografien, jetzt mit den besten Kameras, die er sich nach und nach zulegte, sind sein Handwerk, sein Ding. Wichtig ist sein Blick im richtigen Augenblick auf das Wunschobjekt oder auch auf ein Zufallsmotiv.
Bilder aus Flugzeug und mit Drohne
Dreieinhalb Jahre arbeitete er in den USA, wo er zwar wenig fotografierte, dafür aber seinen Flugschein machte, ein weiteres intensives Hobby, plus Lokomotiven und Züge in klein oder ganz groß. Vom Flugzeug aus lasse sich gut fotografieren, dazu besitzt er noch eine Drohne,die für ihn Bilder aus luftiger Höhe schieße, betont er.
Die Mondbilder muss er noch weiter erklären, denn diese haben ihm einiges abverlangt: „Ich fahre mit dem Auto zu dem Objekt, mal ist es die Burg Hohenzollern, mal der Testturm in Rottweil oder andere Motive, und überlege, wie ich den Mond im Kontext zu den Gebäuden erwische“, erläutert er.
App hilft bei Position
Es gebe eine App, auf der er sehe, wann der Mond wo stehe, erläutert Götz und meint, dass der Mond der App manchmal auch ein Schnippchen schlage. „Ist die Sicht gut, warte ich bis der Mond für mich richtig hinter, über oder neben dem Gebäude steht – klappt das alles nicht, fahre ich nach Hause“, meint er trocken.
Am 25. September um 19 Uhr lädt Götz zu einem kostenlosen Workshop ins Rathaus ein, seine Ausstellung ist bis zum 19. Dezember zu den Öffnungszeiten des Rathauses zu sehen.