Ausbildung im Musikverein: Tannheim ist stolz auf junge Musiker

Der Nachwuchs der Musikkapelle Tannheim konnte seine ersten Facharbeiter-Urkunden in Empfang nehmen (hier von links): Co-Ausbilder Bernd Steiner, Isabella Fassler (Klarinette), Ronja Riedmüller (Querflöte), Amelie Richter (Querflöte), Livia Kienzler (Querflöte), Sophia Tutecki (Klarinette), Hannes Kienzler (Tenorhorn), Jugendleiterin Corinna Tröscher, Felix Tutecki Schlagzeug), Co-Vorsitzende Caroline Weniger
Willi ZimmermannDie Anschaffung eines Instruments brauchte dieses Mal nicht unterstützt werden, konnte der Hauptverein den ganzen Erlös von 4000 Euro verwenden, wo er gebraucht wurde, und das war der Ausbildungsbetrieb, war von der Vorsitzenden Madeleine Blessing zu erfahren.
Neben Mitgliedsbeiträgen von rund 60 Mitgliedern sind es die Einnahmen aus der Ausrichtung eines Spieltages der Cego-Schwarzwaldmeisterschaften in der Festhalle Tannheim sowie Sponsoren-Beiträge aus Rollups bei Veranstaltungen.
Zuerst Einzelunterricht
Die Kinder und Jugendlichen starten ihre Ausbildung zunächst mit Einzelunterricht an der Musikakademie, Musikschulen oder bei privaten Ausbildern, erklärte Jugendleiterin Corinna Tröscher. Die Förderung vom Förderverein ist eine wichtige Stütze, auch wenn an den Eltern noch einiges hängen bleibt.
Im vergangenen Jahr legten zwei Jugendliche ihre Prüfung Junior 1 ab, sechs weitere das Leistungsabzeichen in Bronze. Tröscher bedankte sich bei Bernd Steiner und Philipp Eschbach für die Vorbereitung auf deren theoretischen Prüfungen. Begleitend Spielen die Kinder und Jugendlichen im Schüler- und Jugendorchester Dreiklang in Kooperation mit Brigachtal und Pfaffenweiler.
Große leiten Kleine an
Wer vor Ort mal eine Fasnetsveranstaltung, das Mai-Wecken oder den Martinsumzug gesehen hat, konnte sehen, dass die Kleinen bei den Großen „eingespielt“ werden. Außerhalb des Proben- und Musikbetriebs werden sie ins Vereinsgeschehen so gut es geht eingebunden, wie auch bei Arbeitseinsätzen. Dazu gehören beispielsweise die Aktion Saubere Landschaft, Mitanpacken bei Veranstaltungen aller Art, wie bei Waffelstand beim Weihnachtsmarkt in der Nachsorgeklinik.
„Das wissen wir sehr zu schätzen“, sagte Co-Vorsitzende Carolin Weniger. Aber auch Freizeitgestaltung, Spielenachmittage, Essen gehen, Ausflüge nicht nur zum Weihnachtsmarkt gehören zum Programm. Weniger hofft, dass es möglichst viele junge Musiker aushalten und dabeibleiben.