Asiatische Hornisse in VS
: Gefahr für Bienen immer bedrohlicher

Die Asiatische Hornisse breitet sich immer weiter in Deutschland weiter aus. Auch im Schwarzwald-Baar-Kreis ist sie angekommen.
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(red/pm)
Oberndorf
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Die Asiatische Hornisse. Für die hiesigen Bienenvölker ist sie ein Fressfeind. (Archivbild)

Boris Roessler/dpa

Laut Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft wurden in Baden-Württemberg im Jahr 2024 rund 1500 Nester gemeldet, während es im Jahr 2023 vergleichsweise noch etwa 600 Nester waren.

Als Verbreitungsgebiet galt bislang insbesondere die Rheingegend, zwischenzeitlich wurde jedoch auch eine Sichtung im Schwarzwald-Baar-Kreis von Fachexperten bestätigt. Bei der Asiatischen Hornisse (Vespa velutina) handelt es sich um eine gebietsfremde Art, welche vor etwa 21 Jahren über Warentransporte von ihrer ursprünglichen Heimat in Südostasien nach Europa verschleppt wurde und sich seitdem stetig weiter ausbreitet.

Sie stellt dabei insbesondere für heimische Bienenvölker und heimische Insektenarten eine Gefahr dar, da diese als Proteinquelle und damit als Nahrung für die Nachkommen der Asiatischen Hornisse genutzt werden. Um eine weitere Ausbreitung der Asiatischen Hornisse zu vermeiden, wurden seitens des Landes Baden-Württemberg zwar umfangreiche Strukturen zur Bekämpfung dieser Art aufgebaut, diese konnten deren Ausbreitung und Etablierung jedoch nicht verhindern.

Das kann man tun

Was kann man also tun, sollte sich eine Asiatische Hornisse in seiner Nähe befinden? Für Menschen sind Einzeltiere der Asiatischen Hornisse – ähnlich wie bei der heimischen Hornisse – keine größere Bedrohung, sofern keine Allergie vorliegt. Dennoch gilt im Nahbereich zu Nestern der Asiatischen Hornisse eine gewisse Vorsicht.

Im Vergleich zur heimischen Hornisse reagiert die Asiatische Hornisse deutlich sensibler gegenüber vermeintlichen Bedrohungen des Nestes. Es ist daher dringlichst davon abzuraten, die Tiere durch Bewerfen des Nestes, Besprühen mit Wasser oder ähnlichen Methoden zu provozieren.

Grundsätzlich gilt: Ruhe bewahren und keine hektischen, um-sich-schlagenden Bewegungen machen. Sichtungen der Asiatischen Hornisse sind der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) über www.lubw.baden-wuerttemberg.de Suchbegriff Asiatische Hornisse zu melden. Bei Fragen bietet insbesondere auch die Landesanstalt für Bienenkunde der Universität Hohenheim umfassende Informationen unter https://bienenkunde.uni-hohenheim.de/vespavelutina.

Vorsicht ist auch bei der Entfernung von Nestern der Asiatischen Hornisse geboten, da diese auf den ersten Blick mit Nestern der heimischen und artenschutzrechtlich besonders geschützten Hornisse, deren Nester nicht entfernt werden dürfen, verwechselt werden können.

Vor Nestentfernungen, bei denen Zweifel an der betroffenen Art besteht, sollte deshalb zunächst Rücksprache mit der unteren Naturschutzbehörde unter Telefon 07721/9 13 76 04 oder Mail naturschutz@lrasbk.de erfolgen.

Unterscheidungsmerkmale

Asiatische Hornisse
Färbung: Brust schwarz, Hinterleib am Ende gelb, gegebenenfalls streifig, Beine gelb; Neststandorte: Freihängend, Primärnest in Bodennähe, Sekundärnest hoch in Baumkronen oder an Gebäuden; Verhalten: Friedlich, außer im Nahbereich des Sekundärnests bei passiver Bedrohung (Befinden im Nahbereich); Saisonalität: März bis November.

Heimische Hornisse
Färbung: Brust rotbraun-schwarz, Hinterleib schwarz-orangegelb gestreift; Neststandorte: Geschützte Hohlräume (Vogelnistkästen, Rollladenkästen, Dachböden, Baumhöhlen); Verhalten: Friedlich, auch im Nahbereich des Nests (ohne aktive Bedrohung); Saisonalität: Mai bis Oktober.

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