Asiatische Hornisse: In Brigachtal sorgt man sich wegen invasiver Art

Asiatische Hornissen wurden in Brigachtal gesichtet. (Symbolfoto)
Boris Roessler/dpa- In Brigachtal wurden in Klengen und Kirchdorf Asiatische Hornissen gesichtet.
- Imker Markus Käfer warnt: Die invasive Art jagt vor allem Honig- und Wildbienen.
- Bürgermeister Michael Schmitt kündigt an, die Funde zu prüfen – Nester sollen entfernt werden.
- Käfer berichtet von Nestern hoch in Bäumen und aggressivem Verhalten bei Nestnähe.
- Mehrere Stiche sind gefährlich, kleine Nester können in Hecken liegen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
In der öffentlichen Gemeinderatssitzung meldete sich Markus Käfer in der Bürgerfrageviertelstunde zu Wort und sprach das Thema „Asiatische Hornisse“ an. Er habe erfahren, dass es drei oder vier Nester von Asiatischen Hornissen gebe, in Klengen und Kirchdorf, erklärte er. Wenn diese jetzt gefunden werden, müsse man sie sofort entfernen, so Käfer.
Bürgermeister Michael Schmitt zeigte sich überrascht und erklärte: „Das ist bitter zu hören, da müssen wir aufpassen und dafür sorgen, dass wir die losbekommen.“
Im späteren Gespräch mit unserer Redaktion erklärte Käfer, er sei Imker und wisse, wie gefährlich die Asiatische Hornisse sei, eine invasive Hornissenart, die auch bei uns angekommen sei.
Sie jage im Flug und erbeute größtenteils Honigbienen und Wildbienen, so Käfer. Sie habe hier keine Feinde, und den heimischen Insekten fehle eine passende Abwehrstrategie, berichtet er. „Ganze Bienenvölker können geschwächt werden oder zusammenbrechen“, so Käfer. Auf die Frage, wo die Nester der Asiatischen Hornisse zu finden seien, antwortet er: „Ganz oben in Bäumen.“

Imker Markus Käfer sorgt sich um die Bienen.
Hella SchimkatIm Winter frieren sie auch nicht, sondern haben in ihrem Nest kuschelige Temperaturen von über 20 Grad Celsius. Er dürfe die Nester nicht entfernen, werde aber einen Kurs zum Entfernen dieser Nester machen. Wo genau es solche Kurse gebe, müsse er noch herausfinden, so Käfer.
Befragt, ob die Hornisse auch für den Menschen gefährlich sei, sagt er: „Ja“. Sie sei sehr aggressiv und greife sofort an, wenn man ihrem Nest zu nahekomme. Sie habe kleine Nester unter anderem in Hecken. Komme man aus Versehen an dieses Nest, greife sie sofort an und steche, nicht einmal, wie die Biene, sondern mehrmals.
Wer allergisch sei, habe das Nachsehen, und mehrere Stiche seien auch sehr gefährlich. Während ein Bienenvolk eine Königin habe, seien bei Asiatischen Hornissen hunderte Königinnen in ihrem Bau, daher auch die schnelle Verbreitung.
