Apfel eine besondere Rolle in Bad Dürrheim: Kleine Schätze wachsen auf der Wiese

Beim Apfeltag in Öfingen klärt unter anderem Forstingenieur Stefan Walter vom Landschaftserhaltungsverband Schwarzwald-Baar auf.
Florian Hahnel- Apfeltag in Öfingen informierte über Streuobstwiesen und lockte Besucher an den Ponyhof.
- Der Verband Schwarzwald-Baar erklärte Nutzen und Rückkehr der Streuobstwiesen auf der Baar.
- Forstingenieur Stefan Walter hielt Vortrag und führte über die Wiese – mit Blick bis zum Feldberg.
- Aktionen vor Ort: Äpfel pressen, moderne Baumbesteigung, Kinderquiz sowie Bratwurst und Weckle.
- Streuobstäpfel sind klein und ungespritzt, Abnehmer wie Mineralbrunnen zahlen überdurchschnittlich.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Streuobstwiesen, früher charakteristisch für die Ostbaar, verschwanden immer mehr. Erst in den vergangenen Jahren rücken sie als Lebensraum und als Erntegut wieder verstärkt in den Mittelpunkt.
In Öfingen spielt der „gestreute“ Apfel eine ordentliche Rolle, dazu informierte der Landschaftserhaltungsverband ausführlich. Nun fand erst dessen zweiter Apfeltag statt, im Vorjahr weilte man zum Thema und zur Premiere in Unterkirnach.
Stefan Walter ist Forstingenieur und Geschäftsführer des Verbandes mit Hauptsitz in Donaueschingen und berichtete mittels Vortrag und einer Wiesenbegehung. Zum Apfeltag gab es kleinere Begleitveranstaltungen. Man konnte Äpfel manuell pressen, einer modernen Baumbesteigung zusehen, für die Kinder gab es ein interessantes Quiz. Wer Hunger hatte, griff zur Bratwurst und zum Weckle.
Das Streuobst hat insgesamt etwas an Bedeutung verloren, auf der Baar und im südlichen schwäbischen Raum findet es sich aber noch vergleichsweise zahlreich. Stefan Walter kommt nach eigenem Bekunden gerne nach Öfingen, nicht nur wegen der Äpfel: „Von hier oben blickt man toll auf die sanft geschwungene Landschaft, an klaren Tagen sieht man den Feldberg in der Ferne.“
In keinem Supermarkt erhältlich
Die meist kleineren Streuwiesenäpfel gibt es in keinem Supermarkt, essbar und ungespritzt sind sie jedoch – je nach Sorte freilich. Wurmbefall kommt vor, die braunen Stellen sind mit einem kleinen Küchenmesser schnell entfernt. Und wie schmecken die Baaremer Streuwiesenäpfel nun, baumfrisch? „Gut, wenn man keine speziellen Ansprüche hat. Sauer sind sie nicht“, befand ein Besucher des Öfinger Apfeltages. Etwas Geld lässt sich mit dem heimischen Streuobst auch machen. Laut Walter zahlen die Abnehmer, etwa der Bad Dürrheimer Mineralbrunnen oder der Maschinenring, überdurchschnittlich.
In Öfingen gab es zudem Wetterglück. Einmal mehr kam man beim Ponyhof zusammen. Dort erfuhr man auch, dass weitere Streuobstsorten wie etwa Birne, Zwetschge oder Kirsche auf der Baar eine Nebenrolle spielen. Der Öfinger Ponyhof war früher einmal der Bullenstall, die künstliche Befruchtung der Kühe brachte auch vor Ort das Aus.