Amtseinführung in Unterkirnach: Felix Kuentz startet mit Respekt und Zuversicht ins Amt

Die Vereidigung des neuen Bürgermeisters Felix Kuentz (links) oblag dem Ältesten im Gemeinderat, Michael Klafky.
Sabine Krümmer- Felix Kuentz wurde in Unterkirnach als neuer Bürgermeister vereidigt – großer Andrang.
- Landrat Hinterseh betonte Sparzwänge: zwei Drittel der Kreisausgaben sind Sozialausgaben.
- Redner rieten zu Zuhören, klaren Entscheidungen und Verlässlichkeit; Geschenke waren teils praktisch.
- Kuentz sprach von Freude und Verantwortung, setzt auf Gespräche und Bürgernähe.
- Abschluss mit Badnerlied; Kuentz machte ein Selfie mit Gästen vom Hubsteiger aus.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Großer Bahnhof für den neuen Rathauschef von Unterkirnach im Mühlentreff und auf dem Platz davor: Landrat Sven Hinterseh, die Bürgermeister der Umlandgemeinden und aus VS, die beiden Amtsvorgänger und zahlreiche Vertreter der Vereine, der Kirchen und der Feuerwehr gratulierten dem ehemaligen Königsfelder Hauptamtschef zu seinem neuen Amt. Und natürlich die erwartungsfrohen Bürger aus Unterkirnach, die kaum alle im Mühlentreff unterzubringen waren.
Durch die etwas andere Gemeinderatssitzung führte der Bürgermeisterstellvertreter Patrick Seng, der diese mit den Worten „Heute ist ein besonderer Tag“ einläutete. Seine folgenden Worte zogen sich wie ein roter Faden durch die Reden der Ehrengäste. Seng brachte es auf den Punkt, was die Arbeit eines Bürgermeisters in einer kleinen Gemeinde wie Unterkirnach ausmacht: mit den Bürgern reden und gut zuhören. Unterkirnach sei eine Gemeinde, die sich einmische und nicht immer bequem sei.
Es war die Aufgabe des Gemeinderatsältesten Michael Klafky, den Amtseid abzunehmen und die Amtskette an Felix Kuentz zu übergeben. Der Traum Klafkys, dass Unterkirnach „im Geld schwimmen“ möge, wird wohl erst einmal ein Wunsch bleiben.

Der Mühlentreff platzte bei der offiziellen Amtseinführung des neuen Rathauschefs aus allen Nähten.
Sabine KrümmerDies unterstrich auch Landrat Sven Hinterseh in seinem Beitrag, da zwei Drittel der Ausgaben im Kreis Sozialausgaben seien. Es gelte, die Balance neu zu finden, damit Unterkirnach wieder „Luft zum Atmen hat“, so Hinterseh weiter. Die heutigen Sparzwänge bezeichnete der Landrat dann passenderweise als Korsett, in dem sich die Schwarzwaldgemeinde befinde. Es müsse versucht werden, zu priorisieren und Schwerpunkte zu setzen.
Kuentz sei bestens für das Amt gerüstet
Als Vertreter des „Sechserclubs“, also der VS‑Umlandgemeinden Brigachtal, Tuningen, Mönchweiler, Dauchingen, Unterkirnach und Niedereschach, bescheinigte Tuningens Bürgermeister Ralf Palow dem neuen Amtsinhaber, „bestens für dieses Amt gerüstet“ zu sein. Mit den Erfahrungen als Hauptamtsleiter in Königsfeld kenne Kuentz die Verwaltungsarbeit.

Die Bürgermeister aus dem Umland und der Landrat wünschten dem frischgekürten Bürgermeister Felix Kuentz (Mitte mit Amtskette) alles Gute zur Amtseinführung (von links): Jörg Frey aus Schonach, Fritz Link aus Königsfeld, Sven Ketterer aus Triberg, Lisa Hengstler aus Gütenbach, Michael Schmitt aus Brigachtal, Rudolf Fluck aus Mönchweiler, Landrat Sven Hinterseh, Ralf Palow aus Tuningen sowie Bürgermeister Detlev Bürger aus Villingen-Schwenningen.
Sabine KrümmerDer Amtsvorgänger Andreas Braun wiederum lobte den Wahlkampf des neuen Bürgermeisters und gab den Anwesenden folgendes mit auf den Weg: „Gebt dem Felix etwas Zeit.“ Denn unisono erklärten mehrere Redner, dass das Amt eines Bürgermeisters angesichts der heutigen Rahmenbedingungen wie leerer Kassen ein anspruchsvolles sei.
Die Vertreterinnen der Kirchen umschrieben es als „schöne und herausfordernde Aufgabe“ und übergaben Kuentz Nützliches und Witziges, damit diese Aufgabe gelingen möge. Eher praktischen Wert hatte das Geschenk des Schonacher Bürgermeisters Jörg Frey. Er überreichte einen Schraubendreher mit verschiedenen Bits, um für alle möglichen Aufgabenstellungen bestens gerüstet zu sein. Und wieder der Rat: „Hör zu, triff klare Entscheidungen, sei verlässlich.“
Ein „Tag der Freude“ für den neuen Rathauschef
Schließlich trat Kuentz selbst ans Rednerpult. Für den frischgebackenen Bürgermeister sei die offizielle Amtseinführung „ein Tag der Freude“. Natürlich spüre er auch die Bürde der Verantwortung. Gute Kommunalpolitik begänne mit einem Gespräch. Und diese sei dann erfolgreich, „wenn sie den Bürger erreicht“. Kuentz trete sein Amt mit Respekt und zugleich mit Zuversicht an. Die Zuversicht, dass Unterkirnach eine lebendige und verlässliche Gemeinde bleibe. Mit den Worten „Gott schütze unsere Gemeinde Unterkirnach“ beendete der neue Rathauschef seine Ausführungen.
Der Musikverein, der den Abend gekonnt musikalisch umrahmte, setzte mit dem Badnerlied den Schlusspunkt. Auch wenn nicht alle mitsangen, entstand unter dem Dach des Mühlentreffs ein zuletzt oft vergessenes Gefühl der Zusammengehörigkeit. Um die Amtseinführung auch auf einem Foto ins rechte Licht zu rücken, erklomm Kuentz eine Hebebühne, wo er ein Selfie mit allen Gästen im Hintergrund auf dem Mühlenplatz schoss.

