Am Schwarzwald-Baar-Klinikum: Vorhofflimmern – Klinikum setzt neue Methode ein

Die Experten aus der Kardiologie am Schwarzwald-Baar-Klinikum in VS setzen einen PFA-Volt-Katheter gegen Vorhofflimmern ein.
Schwarzwald-Baar-Klinikum- Schwarzwald-Baar-Klinikum behandelt Vorhofflimmern mit neuem PFA-Volt-Katheter.
- Die Methode unterbricht krankhafte Signale gezielt und verkürzt die Untersuchungsdauer.
- Pulmonalvenenisolation: Katheter über die Leiste, Gewebe wird vernarbt und Signale blockiert.
- PFA nutzt kurze, hochenergetische Impulse – umliegende Strukturen werden geschont.
- Klinik wählt je nach Patient zwischen Wärme, Kälte und PFA, um sicher zu therapieren.
Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.
Dieser Katheter ist eine Erweiterung der bereits seit 2024 am Klinikum angewandten PFA‑Technik zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen. Mit der innovativen Methode können krankhafte elektrische Signale gezielt unterbrochen werden, teilt das Schwarzwald-Baar-Klinikum mit.
Dadurch können die Voraussetzungen für einen regelmäßigen Herzrhythmus geschaffen werden. Die Methode ist für Patienten besonders schonend und ermöglicht eine sichere Behandlung bei deutlich kürzerer Untersuchungsdauer.
„Vorhofflimmern gehört zu den häufigsten Herzrhythmusstörungen“, erklärt Sebastian Ewen, Direktor der Klinik für Innere Medizin III: Kardiologie und Intensivmedizin im Schwarzwald-Baar-Klinikum. „Das Herz schlägt dabei unregelmäßig. Eine Ursache können elektrische Signale sein, die aus den Lungenvenen in den linken Herzvorhof gelangen und das Herz im wahrsten Sinne aus dem Takt bringen.“
Signale werden unterbrochen
Durch eine sogenannte Pulmonalvenenisolation (PVI) werden diese Signale dauerhaft und gezielt unterbrochen. „Dabei schieben wir durch die Leistenvene einen Katheter bis zum Herzen des Patienten“, erklärt Marielouise Kornmayer, Oberärztin und Leiterin der Elektrophysiologie, das Vorgehen. „Dort, wo die Lungenvenen in das Herz münden, behandeln wir das Gewebe gezielt. Dabei werden winzige Narben erzeugt, die die Weiterleitung der unerwünschten Signale dauerhaft unterbrechen. Dieses Verfahren wird auch Ablation genannt.“
Für die Behandlung der Pulmonalvenen gibt es verschiedene Methoden– häufig erfolgt dies thermisch, also mit Hitze oder Kälte. Das neue Verfahren mit dem PFA-Volt-Katheter setzt hingegen auf sehr kurze, hochenergetische elektrische Impulse, die bei der Ablation an das Gewebe abgegeben werden. Diese drei gängigen Verfahren werden am Schwarzwald-Baar-Klinikum mit großer Erfahrung angewendet, heißt es in der Mitteilung weiter. So kann individuell entschieden werden, welche Therapie für den jeweiligen Patienten am besten geeignet ist.
„Im Vergleich zu herkömmlichen Verfahren ist die neue Methode für unsere Patienten deutlich schonender – davon ist auch unser Team überzeugt“, freut sich die Oberärztin. Ein wesentlicher Vorteil der Behandlung mit dem PFA-Volt-Katheter ist, dass die elektrischen Impulse gezielt auf das behandelte Herzgewebe wirken.
„Das bedeutet, dass umliegende Strukturen wie zum Beispiel die Speiseröhre oder das Zwerchfell geschont werden“, erklärt Kornmayer. Dadurch können bestimmte schwerwiegende Komplikationen, die bei anderen Verfahren auftreten können, deutlich reduziert werden. „Damit ist der PFA-Volt-Katheter eine wichtige Erweiterung unseres Behandlungsspektrums und ermöglicht eine noch sicherere Behandlung unserer Patienten“, betont Ewen.