AK Asyl in Schwenningen: Wie ausländischen Senioren geholfen werden kann

Sandra Hechinger (Dritte von links) präsentiert im AK Asyl den Interkulturellen Pflegekompass.
Rainer Bombardi- AK Asyl Schwenningen diskutiert den Interkulturellen Pflegekompass für zugewanderte Senioren.
- Sandra Hechinger betont Hürden beim Zugang zu Pflegehilfen und koordiniert Weiterleitungen.
- Neues Angebot: „Begegnung und Sprache im Alter“ in der Stadtbibliothek, 10.30–12 Uhr.
- Nächste Termine: 24. Juni, 8. Juli und 22. Juli – Ziel ist Sprache, Gemeinschaft und Teilhabe.
- Quartiersmanager fokussiert Innenstadtentwicklung; Sommerfest des AK Asyl findet am 1. Juli statt.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Projektverantwortliche Sandra Hechinger vom Sachgebiet Integration der städtischen Fachstelle Leben im Alter innerhalb des Amtes für Jugend, Bildung, Kultur und Sport präsentierte Einzelheiten.
Hechinger rückte dabei die steigende Anzahl älterer zugewanderter pflegebedürftiger Menschen und deren Angehörigen in den Fokus, denen oftmals mangels Verständnisproblemen der Zugang zu bestehenden Hilfen verwehrt bleibt.
Sie darin zu unterstützen, passende Informationen zu sozialen und gesundheitlichen Angeboten und Pflegemöglichkeiten zu finden, skizzierte sie als eine ihrer Kernaufgaben. Sie erinnerte daran, dass diese Menschen oftmals keinen Wegweiser zur Teilhabe und Versorgung in Deutschland haben und auf die Weiterleitungen an die passenden Regeldienste dringend angewiesen sind.
„Wir haben bereits eine tolle Seniorenarbeit in VS, aber es ist eine Herausforderung, ausländische Senioren zu finden, die einen Pflegebedarf haben“, war sie dankbar über die Kontaktangaben, welche sie von den Mitgliedern des AK Asyl diesbezüglich erhielt.
Neue Veranstaltung
Zudem präsentierte sie die im dreiwöchigen Rhythmus in der Stadtbibliothek am Villinger Münster beginnende Veranstaltung „Begegnung und Sprache im Alter“, die auf einfachem Weg den älteren zugewanderten Menschen den Zugang zur Gesellschaft erleichtern soll.
Sandra Hechinger führte aus, dass die Kerninhalte dieser jeweils von 10.30 bis 12 Uhr dauernden Veranstaltung darin liegen, Menschen zu treffen, Gemeinschaft zu erleben, spielerisch deutsche Grundbegriffe zu erlernen, Deutsch zu sprechen und sich interkulturell besser kennenzulernen. Die nächsten Termine sind am 24. Juni, 8. Juli und 22. Juli.
Fokus auf Innenstadt
Weiterer Gast im AK Asyl war der städtische Quartiersmanager Julian Wagemeier, der sein Wirken derzeit auf den weiteren innerstädtischen Stadtkern von Schwenningen fokussiert. Wagemeier zeigte auf, dass es im Kern darum geht, unter Einbezug der Bürger die Attraktivität der Innenstadt zu steigern, und das Angebot an Grünflächen, Läden und Parkraum entsprechend dem Bedarf weiterzuentwickeln.
Interkulturell eine Schnittmenge unterschiedlicher Interessen zu finden, setzt für Wagemeier einen Treffpunkt im Stadtkern voraus, an dem sich die Menschen austauschen können. „Wir fördern in erster Linie Menschen und keinen Beton.“
Hannes Bürner von der Lions-Club Freizeitwerkstatt bezeichnete den gemeinschaftlichen Aufwand, mit welchem sich der AK Asyl das gesamte Jahr über für das Wohl der Flüchtlinge engagiert, als Hauptgrund für die Förderung des Sommerfestes, welches in diesem Jahr am 1. Juli stattfindet und sich zum zehnten Mal jährt.
Die diakonische Flüchtlingsbeauftragte Andrea Theis berichtete von der Resonanz auf die Projekte wie etwa die Schreibstube, das Frauencafé oder die von Lucy Lachenmeier in der Diakonie im Muslenzentrum 9 niederschwellig angebotenen Deutschkurse. Sie haben alle zum Ziel, Wissen zu vermitteln, die Gemeinschaft zu stärken und die Kontaktfindung untereinander zu erleichtern.
