Abschied in Niedereschach und Dauchingen: Anja Bork verlässt die Jakobusgemeinde nach nur einem Jahr

Pfarrerin Lisa Bender (links) verabschiedet ihre Kollegin Anja Bork, die nach einem Jahr als Pfarrerin der Kirchengemeinde Dauchingen-Niedereschach nach Oftersheim berufen wird.
Rainer Bombardi- Abschied nach nur einem Jahr: Pfarrerin Anja Bork verlässt die Jakobusgemeinde.
- Open-Air-Gottesdienst in Weilersbach markierte den Abschied in Niedereschach-Dauchingen.
- Bork wechselt nach Oftersheim, wo sie den Fusionsprozess von fünf Gemeinden begleitet.
- Kollegin Lisa Bender lobte Borks Empathie und Präsenz vor Ort.
- Kirchengemeinde steht vor Reformen – weniger Gottesdienste und weniger Pfarrerinnen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
In einem Open-Air-Gottesdienst auf der Wiese neben der Weilersbacher Glöckenberghalle verabschiedete sich Pfarrerin Anja Bork von der Jakobusgemeinde Dauchingen-Niedereschach.
Die tiefgreifenden Veränderungen in der evangelischen Landeskirche machen auch vor der evangelischen Kirchengemeinde in Villingen nicht Halt. Bereits nach einem Jahr verlässt deshalb die bei den Gemeindegliedern beliebte Pfarrerin Anja Bork die Jakobusgemeinde Niedereschach-Dauchingen in Richtung Oftersheim. Dort begleitet sie ab 1. September 2026 den Fusionsprozess von fünf Kirchengemeinden.
Noch vor der Jahresfrist war der ehemalige Dekan Wolfgang Rüter-Ebel davon ausgegangen, dass Bork ihre zweijährige Probezeit als Pfarrerin in Villingen absolviert, um sich danach auf die vakante Pfarrstelle in Niedereschach zu bewerben.
Engagierte Pfarrerin
Die vorsitzende Pfarrerin Lisa Bender bezeichnete Bork als eine engagierte Pfarrerin, die aufgrund ihrer Empathie ein großer Gewinn für die Gemeinde war, in der sie viele Menschen mit ihrem Wirken beeindruckte. „Wir sind froh, eine derart begabte Pfarrerin in unserem Team gehabt zu haben“, dankte Bender. Sie beschrieb Bork als eine Pfarrerin, die großen Wert auf die Präsenz vor Ort legte, um das Ohr am Geschehen zu haben und auf die Wünsche der Gemeindeglieder reagieren zu können. „Der Weg führt jeden woanders hin“, beschrieb Bender die aktuelle Entwicklung als herausfordernd.
Bender entließ Bork in eine Gemeinde, die sich ebenfalls mitten im Reformprozess befindet. Derweil sah sie den Kirchenbezirk und im Speziellen die Kirchengemeinde an einer Wegebiegung, die ziemlich steinig bergauf führt. Ab Herbst sind bis zur Wiederbesetzung der vakanten Stellen noch drei hauptamtliche Pfarrerinnen und damit die Hälfte vom bisherigen Bestand an Pfarrern im Team. Unterstützend wirkt Dekanin Elke Schott mit.
Viele Ehrenamtliche im Einsatz
Bender dankte in diesem Kontext vielen Ehrenamtlichen, die sich Tag für Tag mit Herzblut für die Kirchengemeinde einsetzen. Die Pfarrerin motivierte in Bezug auf die bevorstehenden Änderungen außerdem dazu, nicht den Glauben zu verlieren. Als Beispiel führte sie eine Reduzierung der Gottesdienste an, welche alle Gemeinden betrifft.
Sie dankte dem Posaunenchor, welcher unter der Leitung von Günter Klotz den Gottesdienst musikalisch bereicherte. Im anschließenden Sektempfang nutzen die zahlreichen Anwesenden noch einmal die Chance, sich von der Pfarrerin Bork persönlich zu verabschieden.
