Abriss des Verwaltungsgebäudes
: Die Bürk-Kita ist eröffnet – doch Schwenningens Millionenprojekt wird  teurer

Eigentlich ist die Bürk-Kita in der Schwenninger Bürkstraße schon eröffnet. Doch mit dem Abriss des Nachbargebäudes steht ein wichtiger Teil des Innenstadtprojekts noch aus – und der wird teurer als gedacht.
Von
Mareike Kratt
VS-Schwenningen
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Der hintere Bereich an der unteren Bürkstraße ist mit der neuen Kita bereits fertiggestellt. Jetzt kommt der vordere Bereich mit dem ehemaligen Verwaltungsgebäude dran – es soll abgerissen werden

Mareike Kratt
  • Schwenningen baut Innenstadt um: Die neue Bürk-Kita ist eröffnet und bereits in Betrieb.
  • Für die Betriebserlaubnis muss das Nachbar-Verwaltungsgebäude weichen – Abriss ist genehmigt.
  • Kosten steigen: Statt 5,4 Mio. Euro werden rund 6,2 Mio. Euro fällig, plus 787.600 Euro extra.
  • Der Rückbau startet nach Entkernung im Dezember, Beginn im Januar 2027 – Abschluss bis März.
  • Die Fläche wird zum Freispielbereich der Kita, der Mauthepark bleibt dadurch unberührt.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

„Herzlich willkommen“ prangte Anfang Oktober an der Fassade des frisch errichteten Gebäudes in der unteren Bürkstraße, das erkennen ließ, dass hier ab sofort Leben herrscht: Der Bürk-Kindergarten, der im Zuge des Maßnahmenkatalogs zur Innenstadtentwicklung Schwenningen geplant war, ist fertiggestellt und bereits in Betrieb genommen.

Mit zehn Kindern ist die Betreuungsstätte gestartet und wird in den kommenden Monaten sukzessive erweitert. Insgesamt sollen hier 89 Plätze in fünf Gruppen zur Verfügung stehen und somit, laut Stadt, einen wichtigen Beitrag zum Ausbau der Betreuungsplätze in VS leisten. Bis Ende 2027 sind mehr als 400 neue Plätze geplant.

Zuletzt war die DHBW hier beheimatet

Bei den Maßnahmen zur Innenstadtentwicklung geht es aber nicht nur um das neu gebaute Gebäude in der Bürkstraße, sondern auch um das noch bestehende Verwaltungsgebäude in der Bürkstraße 1. Seit dem Gemeinderatsbeschluss vor rund einem Jahr, bei dem allen voran die Umnutzung des Rössle auf den Weg gebracht wurde, steht fest, dass das Verwaltungsgebäude abgerissen werden soll. Bis Ende 2025 war hier noch die DHBW mit einem Teil der Sozialwesen-Fakultät untergebracht.

Die frei werdende Fläche soll künftig als Freispielbereich für den Kindergarten dienen. Das verhindert gleichzeitig, dass, wie ursprünglich geplant, ein Teil vom öffentlichen Spielplatz Mauthepark für den Spielbereich in Anspruch genommen werden muss, wie die Verwaltung in ihrer Vorlage für die anstehende Sitzungsrunde der städtischen Gremien im November deutlich macht.

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Bei 5,4 Millionen Euro bleibt's nicht

Dann nämlich steht der Gebäuderückbau, der bereits baurechtlich genehmigt wurde, erneut auf der Tagesordnung: Es fallen Mehrkosten an, die bisher bekannten 5,4 Millionen Euro Baukosten müssen erhöht werden. Hatte die Stadt in ihrer Pressemitteilung zur Kita-Eröffnung Anfang Oktober noch von rund zusätzlichen 60.000 Euro für Wirtschaftsküche und Außenanlagen gesprochen, sind es jetzt genau 787.600 Euro, die eine zusätzliche überplanmäßige Finanzierung erfordern.

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Im November 2025 war der Spatenstich – rund zehn Monate später konnte die neue Bürk-Kita bereits in Betrieb gehen.

Mareike Kratt

Denn: Der Abbruch des Gebäudes ist Bestandteil der Gesamtmaßnahme, ist nämlich die Bereitstellung einer geeigneten Freifläche für die Betriebserlaubnis der Kindertagesstätte zwingend erforderlich. Folglich würden sich die Gesamtkosten für die Maßnahme „Kindertagesstätte Innenstadt Schwenningen“ nun auf rund 6,2 Millionen Euro erhöhen.

Der Gemeinderat hat einige Punkte zu beschließen

Wenn der Gemeinderat in seiner Sitzung am 18. November also über die Fortschreibung des Kita-Neubaus entscheidet und den Rückbau auf den Weg bringt, gibt er auch sein OK für die außerplanmäßige Finanzierung jener 787.600 Euro.

Das bedeutet für das noch laufende Jahr 2026 eine außerplanmäßige Verpflichtungsermächtigung  sowie für das Jahr 2027 eine außerplanmäßige Auszahlung, die frühestens in den Jahren 2028/29 durch Einsparung an anderer Stelle kompensiert werden kann. Die Bereitstellung beziehungsweise Auszahlung erfolgt über die Haushaltsstelle „Neuordnung Rössle-Areal“.

So soll der Abriss ablaufen

Schon im Dezember soll das Gebäude entkernt werden, damit im Januar 2027 mit dem Rückbau begonnen werden kann. Das Gebäude ist zweigeschossig unterkellert und grenzt direkt an die Bürkstraße, deswegen ist lediglich ein Rückbau bis etwa einen Meter unter das Erdniveau möglich, macht die Verwaltung deutlich. Die Untergeschosse sollen entkernt, Trennwände und die Zwischendecke teilweise entfernt werden, um sie dann mit dem Abbruchmaterial der Obergeschosse zu verfüllen. Nach dem Rückbau wird die Gesamtfläche verdichtet und entsprechend der Planung des Kita-Außenbereichs hergestellt. Der Rückbau soll bis März fertiggestellt sein, ehe die Außenanlagen dann im Mai zu erledigen. Wenn alles fertig ist, plant die Verwaltung eine offizielle Eröffnung der Bürk-Kita.