Ziehharmonie in Furtwangen
: Kreiskonzert verbindet Musiker aus der Region

Eine gelungene Veranstaltung war das „Ziehharmonie Kreiskonzert“ in der Festhalle in Furtwangen. Sechs Vereine ließen ihr Können hören.
Von
Siegfried Kouba
Oberndorf
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Einen fantastischen Eindruck hinterlassen die „Phantasten“ aus Brigachtal, geleitet von Ute Behrendt, beim Ziehharmonie-Konzert in Furtwangen.

Siegfried Kouba

Herzlich willkommen hieß die Kreisvorsitzende Brigitte Sauerburger die Akteure und Gäste, darunter auch Martina Braun, Landtagsabgeordnete der Grünen, und Pfarrer Harald Bethäuser. Auch Ferdinand Kreuz vom gastgebenden Verein „Wälderbuebe Linach“ begrüßte das Publikum.

Musik von traditionellen Klängen bis fetziger Moderne wurde geboten. Hintergrund waren die Begegnung der Musikanten, das Kennenlernen untereinander, intensiver Gedankenaustausch, die Pflege von Kameradschaft und ein gemütliches Beisammensein.

Mancher Hit erklang und begeistert waren die Zuhörer, die an herbstlich geschmückten Tischen Platz fanden. Die jugendliche Jule Dorer verkündete unterhaltsam das Programm der „Wälderbuebe“. Unter Leitung von Oliver Albrecht stiegen die rund dreißig Musikanten mit dem „Samba Pa Ti“ ein und das Leben hochleben ließen sie mit dem stark rhythmisierten „Viva la Vida“. Stimmungsvoll erklang danach die Bläser-Polka „Ein halbes Jahrhundert“.

Ad hoc hatten sich der Akkordeon-Verein Brigachtal und das Schwarzwald-Harmonika-Orchester Furtwangen zusammengetan, um unter der Landesdirigentin des DHV Uta Borho engagiert zu musizieren. Packend rockig wurde „Lucifer“ inszeniert, gab es modern-romantisch das „Cherish“ mit Feeling von Wolken, See und Liebe und wurde fiebrig-hämmernd der „Sommer of 69“ geboten, die beste Zeit für Brian Adams.

Das Harmonikaorchester „Wälderbuebe“ aus Linach mit Dirigent Oliver Albrecht eröffnet den musikalischen Reigen.

Foto: Siegfried Kouba

Mit dem stimmungsvollen „We are the world“ wurde ein Stimmungsbild der weltweiten Gesellschaft gemalt. Mit den „Phantasten“ aus Brigachtal tat sich eine gereifte Gruppe hervor, die laut Ansagerin Beatrix Kleiser-Cevik „nicht rasten – ran an die Tasten“ aufs Panier schrieb.

Heimatklänge und Leierkastentöne

Heimatklänge wurden mit dem Marsch „Echo vom Kandelblick“ vermittelt, eine Komposition von Josef Dold, Vater der Dirigentin Ute Behrendt, der in Vöhrenbach Akkordeon-Geschichte schrieb. Auch sein gemütliches „Intermezzo“ kam gut an, aber Publikumsliebling wurde „Sweet Caroline“.

Höhepunktverdächtig war der „Peacherine Rag – Version Leierkasten“. Gekonnt bediente dabei Wolfgang Weis aus Bad Dürrheim sein „Harmonipan“, um variationsreiche Walzer-Kuckucks-Töne der Drehorgel zu entlocken, gefolgt vom dezenten Joplin-Rag. Klein, aber effektiv-virtuos zeigte sich danach der „Akkordeon-Verein Junge Donau“ aus Immendingen unter Dirigent Eric Dann, Dozent und Leiter des Hohner-Konservatoriums. Moderator Raimund Zeller kündigte den „Watermelon Man“ an, der wörtlich zu nehmen und Inspiration für Herbie Hancock war.

Einen Ausnahmeauftritt gibt es mit diesem Leierkastenmann, der den Kuckuck beim „Peacherine Rag“ kräftig rufen lässt.

Foto: Siegfried Kouba

Humorvoll plaudernd moderierte Markus Graf die Stücke des „Handharmonika-Clubs Edelweiss Rohrbach“. Leiterin Beate Ferst hatte das gefühlvolle „She’s the one“, die liebevolle Erinnerung an die WM 1990 „Un’ Estate Italiana“ und Wolfgang Petrys „Verlieben, verloben, vergessen, verzeihen“ ausgewählt.

Das „Hey, hey, hey“ des Publikums wird noch lange nachklingen.

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