Wetter in Furtwangen: Warmer März geht kalt zu Ende

Der März zeigte sich in Furtwangen zum Monatsende von seiner kalten Seite. (Symbolfoto)
OttoDie Wetterstation auf dem Kussenhof ermittelte für den März eine Mitteltemperatur von 3,1 Grad. Damit war der Monat um 1,5 Grad zu warm und lag in der Messreihe, die bis 1979 zurückreicht, im oberen Drittel. Es war der achte März in Reihe, der zu mild war; zuletzt hatte der März 2018 eine unterdurchschnittliche Temperatur beschert.
Temperaturverlauf Ungewöhnlich war der Temperaturverlauf: Nachdem das Thermometer am 6. März bereits auf 16 Grad angestiegen war, fiel es am 28. März nochmal auf bis zu minus 8 Grad, den tiefsten Wert seit der Kälteperiode Anfang Januar. Im langjährigen Vergleich war das aber noch kein ungewöhnlicher Wert zu dieser späten Zeit im Frühjahr: In den Jahren 1993, 1995 und 1998 hatte es in der letzten Märzwoche noch jeweils zweistellige Minusgrade gegeben.
Erstes Quartal Das erste Quartal 2026 endete vor allem aufgrund des sehr milden Februars mit 2,2 Grad im Plus. Damit steht das laufende Jahr zum gegenwärtigen Zeitpunkt auf Platz vier der bisherigen Statistik: Wärmer waren die ersten drei Monate nur in den Jahren 2025, 1990 und 2020.
Einer der regenreichsten Orte in Deutschland
Niederschläge Die Niederschläge summierten sich im März auf 128 Liter pro Quadratmeter und erreichten 84 Prozent des langjährigen Mittelwerts. Furtwangen zählte damit zu den regenreichsten Orten in Deutschland; Werte von mehr als 100 Litern wurden nur in einigen Gebieten des Schwarzwaldes und in den Alpen gemessen.
Den höchsten Tageswert erreichte in Furtwangen der 14. März mit 28,2 Litern. Das war ein vergleichsweise geringer Wert – der Tagesrekord um diese Jahreszeit liegt bei 76,8 Litern und stammt aus dem Jahr 2002.
In der Bilanz des ersten Quartals liegt das Jahr 2026 bei den Niederschlägen aktuell bei 103 Prozent des langjährigen Durchschnitts, also minimal im Plus. Die Zahl der Niederschlagstage in den ersten drei Monaten des Jahres war mit 50 exakt durchschnittlich.
Schneefall Rund 45 Prozent der Niederschläge im März fielen als Schnee und bescherten Furtwangen damit am 30. März nochmals eine Schneehöhe von 25 Zentimetern. Das war der höchste Tageswert seit dem 1. Februar. Im Monatsmittel belief sich die Schneehöhe auf gerade vier Zentimeter und betrug damit nur ein Sechstel des langjährigen Durchschnitts.
Der März hatte in der Vergangenheit schließlich noch ganz andere Schneemassen zu bieten: Der Rekord an der Wetterstation lag am 14. März 1988 bei 188 Zentimetern, zum Ende des besagten Monats betrug die Schneehöhe noch immer 70 Zentimeter.
Auch der April beginnt sonnig
Sonneneinstrahlung Gute Werte erzielte in den vergangenen Wochen die Sonneneinstrahlung. Die sogenannte Globalstrahlung, also die Energie, die auf eine unbeschattete, horizontale Fläche einfällt, belief sich auf 101 Kilowattstunden pro Quadratmeter und lag damit 12 Prozent über dem Normalwert um diese Jahreszeit. Das gesamte erste Quartal lag mit 185 Kilowattstunden um 6 Prozent im Plus.
Sehr sonnig begann dann auch der April. Am Ostermontag wurden Einstrahlungswerte von rund 6 Kilowattstunden pro Quadratmeter registriert. Die wieder höherstehende Sonne macht sich längst an rapide steigenden Werten bemerkbar: Seit den letzten Märztagen sind bereits wieder Tageswerte über 6 Kilowattstunden möglich, ab Mitte April sind es dann sogar über 7 Kilowattstunden. Damit ist man das fast schon bei hochsommerlichen Werten angelangt.
Den Anstieg der Solareinstrahlung zeigt auch diese Statistik: Während gerade 3,0 Prozent der Jahressumme auf den Januar entfällt und der Februar mit einem Anteil von 4,4 Prozent auch noch niedrig bleibt, kommt der März bereits auf 7,5 und der April auf 10,5 Prozent Anteil.
So liegt der langjährige Mittelwert der eingestrahlten Solarenergie im April liegt bei 120 Kilowattstunden pro Quadratmeter.
73 Zentimetern Schnee im Jahr 1988
Temperaturen Die Temperaturen steigen in diesem Monat ebenfalls deutlich an auf 4,9 Grad im Mittel. Allerdings verschieben sich die Werte durch den Klimawandel: In der ersten Hälfte der bisherigen Messreihe kam der April noch im Durchschnitt auf 3,7 Grad, in der zweiten Hälfte lag er bei 6,0 Grad. Im April sind die ersten Sommertage mit 25 Grad bereits möglich, aber auch noch Tage mit zweistelligen Minusgraden.
An Extremwerten im April hat die bisherige Statistik unterdessen auch noch einiges zu bieten – etwa eine maximale Schneehöhe von 73 Zentimetern (im Jahr 1988), sowie eine Tagesmenge des Niederschlags von 77,3 Litern pro Quadratmeter im Jahr 1983.