Wetter in Furtwangen
: Im Juni gab es acht Hitzetage

Die Hitze im Juni 2026 wird in Erinnerung bleiben – und doch kam die Mitteltemperatur an den Juni des Jahres 2003 nicht heran. Einen Temperaturrekord gab es gleichwohl: Furtwangen erlebte die wärmste Nacht seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1979.
Von
Bernward Janzing
Furtwangen
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Wetterausblick zum Start in die neue Woche: 24.08.2025, Nordrhein-Westfalen, Oberpleis: Die Sonne scheint durch ein Maisrübenfeld hindurch. Foto: Thomas Banneyer/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Im Juni schien in Furtwangen die Sonne besonders häufig. (Symbolfoto)

Thomas Banneyer/dpa
  • Juni in Furtwangen brachte acht Hitzetage – wärmste Nacht seit 1979 mit 21 Grad.
  • Mittags maximal 33 Grad am 27. Juni, kein neuer Höchstwert bei Tageshitze.
  • Mitteltemperatur 17,8 Grad: zweitwärmster Juni, erstes Drittel noch relativ normal.
  • Viel Sonne: 186 kWh/m² im Juni, Halbjahr mit 690 kWh/m² auf Rekordniveau.
  • Trockenheit prägte den Juni mit 75 l/m², weniger Regentage als üblich.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

In der Nacht zum 28. Juni fiel die Temperatur an der Wetterstation auf dem Kussenhof auf lediglich 21 Grad. Bisher hatte der Rekordwert der wärmsten Nacht bei 20,5 Grad gelegen; er stammt aus dem Juli 2019.

Bei den Mittagstemperaturen gab es im Juni hingegen keinen neuen Höchstwert – anders als an vielen anderen Orten in Deutschland. Mit 33 Grad war der 27. Juni in Furtwangen genauso warm, wie der bisher wärmste Junitag im Jahr 2002.

Auch die Mitteltemperatur im zurückliegenden Monat war kein historischer Höchstwert, der Juni kam auf Platz 2 der Statistik: Mit 17,8 Grad war der vergangene Monat zwar um beachtliche 4,5 Grad zu warm, doch an den Juni 2003 mit seinen 19,7 Grad kam er bei Weitem nicht heran. Das lag daran, dass in diesem Jahr das erste Monatsdrittel ziemlich normal temperiert war.

Doch in der zweiten Monatshälfte ging es steil nach oben: Zwischen dem 19. und 28. Juni gab es acht Hitzetage mit 30 Grad oder mehr. Mehr Hitzetage gab es bisher nur in einem einzigen Monat, dem August 2003 mit 11 Hitzetagen.

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13 Sommertage mit mindestens 25 Grad

Mit 13 Sommertagen mit mindestens 25 Grad lag der Juni ebenfalls deutlich über dem Normalwert von vier bis fünf Sommertagen. Mit 21 Sommertagen zur Jahresmitte ist der mittlere Jahreswert von 18 bis 19 übrigens bereits übertroffen. Das gesamte erste Halbjahr war in diesem Jahr so warm, wie nie zuvor seit Messbeginn. Die ersten sechs Monate lagen im Mittel 2,8 Grad im Plus und übertrafen damit das bisherige Rekordjahr 2024 deutlich, das zur Halbzeit 2,3 Grad über der Norm lag.

Sonne zeigt sich besonders häufig

Die hohen Temperaturen gingen mit viel Sonnenschein einher. Mit 186 Kilowattstunden pro Quadratmeter lag die Einstrahlung im Juni rund 15 Prozent im Plus. Der Spitzenwert bisher wurde 2023 mit 192 Kilowattstunden gemessen, aber auch der Juni 2026 lag hinsichtlich des Sonnenscheins im vorderen Viertel.

Da bis auf den Februar bisher alle Monate des Jahres überdurchschnittlich sonnig waren, brachte das erste Halbjahr mit 690 Kilowattstunden pro Quadratmeter einen neuen Einstrahlungsrekord. Der bisherige Spitzenwert hatte im Jahr 2003 bei 685 Kilowattstunden gelegen.

Der Juni war besonders trocken

Entsprechend trocken war es. Der Juni erreichte mit 75 Litern pro Quadratmeter nur 56 Prozent des langjährigen Durchschnittswertes. Das gesamte erste Halbjahr kam auf 733 Liter pro Quadratmeter und somit auf nur 82 Prozent des Normalwertes. So trocken wie im bisherigen Jahresverlauf ist es im Durchschnitt nur alle zehn Jahre. Die Anzahl der Regentage war mit 87 ebenfalls niedrig, normal kommt das erste Halbjahr auf 98 Regentage.

Zum Monatsende kühlt es ab

Nach den Hitzetagen wurde es zum Monatswechsel wieder etwas kühler; am 1. Juli lagen die Mittagstemperaturen nur noch um die 20 Grad. Rein statistisch ist der Juli der wärmste Monat des Jahres, etwa 1,5 Grad wärmer als der Juni. Zu erwarten sind im Mittel sechs bis sieben Sommertage und ein Hitzetag. Die wärmste Periode des Jahres fällt im langjährigen Mittel auf die Tage zwischen dem 20. und 30. Juli.

Die Niederschläge liegen im Mittel bei 141 Litern pro Quadratmeter, womit der Juli ein annähernd durchschnittlicher Monat ist. Tageswerte bis zu 105 Litern pro Quadratmeter hat es schon gegeben, die Monatssummen lagen bisher zwischen 31 Litern (2018) und 341 Litern (2000).

Auch im Juli bleibt es sonnig

Zwar werden die Tage seit Ende Juni schon wieder kürzer, gleichwohl ist der Juli mit durchschnittlich 165 Kilowattstunden pro Quadratmeter der sonnigste Monat von allen. Die möglichen Tageswerte nehmen inzwischen schon wieder leicht ab. Zur Zeit der Sonnenwende sind in Furtwangen bis zu neun Kilowattstunden am Tag möglich, Anfang Juli sind noch bis etwa 8,8 Kilowattstunden drin, zum Monatsende noch 8,0 Kilowattstunden.