Wasserversorgung in Schonach
: Die Reserven neigen sich dem Ende zu

Die Gemeinde investiert in Wasser aus eigenen Quellen, um mehr für die Versorgungssicherheit zu tun. Angesichts der aktuellen Dürreperiode sollen Bürger sorgsam mit Wasser umgehen.
Von
Claudius Eberl
Schonach
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Trinkwasser: ARCHIV - 15.04.2024, Berlin: Tinkwasser läuft aus dem Wasserhahn in einer Küche in ein Glas mit Limettenstücken. (zu dpa: «Entwarnung in Haff-Region: Trinkwasser wieder sauber») Foto: Monika Skolimowska/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Die Versorgung der Gemeinde mit (Trink-)Wasser war eines der Themen im Schonacher Gemeinderat.

Monika Skolimowska/dpa
  • Schonach stärkt eigene Quellen, um die Wasserversorgung in der Dürre zu sichern.
  • Anlagen wurden saniert: 2023 obere Quellen im Wallenbrunnen, danach weitere Fassungen.
  • Für den vierten Bauabschnitt sind 2026 weitere 100.000 Euro vorgesehen.
  • Aktuell fehlen große Reserven – Sparappell: Rasen, Auto und Pool kritisch abwägen.
  • Reserve liegt bei rund 1,5 Sekundenlitern bis zur erlaubten Entnahme von elf Sekundenlitern.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Wasserversorgung aus eigenen Quellen soll in Schonach weiter ertüchtigt werden, um eine Deckung des Bedarfes rein aus eigenen Quellen zu garantieren. Schon seit einigen Jahren lässt man daher die Anlagen sanieren.

Im Jahr 2023 wurden die oberen Quellen im Wallenbrunnen saniert und ein neuer Sammelschacht installiert. In den beiden Folgejahren wurden Quellfassungen im weiteren Verlauf komplett erneuert und an den neuesten Stand der Technik angepasst. Man hatte mit diesen Maßnahmen schon eine deutliche Zunahme der Schüttung erreicht, erklärte Bürgermeister Jörg Frey in einer Sitzung des Gemeinderates.

Im Haushaltsplan für die Wasserversorgung sind 2026 weitere 100.000 Euro für den vierten Bauabschnitt eingeplant. Die Verwaltung empfahl dem Gemeinderat – auch hinsichtlich der aktuell wieder herrschenden Trockenheit –, diese Mittel freizugeben und die Aquavilla mit der Umsetzung weiterer Maßnahmen zu beauftragen.

Nur für die Quellen

Ob denn die eingestellten Mittel rein für die Arbeiten an den Quellen gedacht seien, wollte Bernd Kaltenbach (FW) wissen. Ja, das sei in der Tat so, für Notfälle im Wassernetz selbst stünden im Haushalt andere Mittel zur Verfügung, hieß es seitens der Verwaltung. Bernd Kaltenbach (CDU) zeigte sich froh und dankbar, dass man schon seit Jahren regelmäßig in das Netz und die Quellen investiere. Das mache sich nun in Zeiten vermehrten Wassermangels bezahlt. „Andere Kommunen haben da teilweise nichts getan, das holt die nun ein“, resümierte er.

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Aktuell habe man noch rund 1,5 Sekundenliter in Reserve bis zur erlaubten Entnahmehöhe von elf Sekundenlitern, erklärte der Geschäftsführer der Aquavilla auf Nachfrage von Gerhard Kienzler. Regen sei in den kommenden Wochen nicht zu erwarten, mit aktuellen verfügbaren Menge könnte man bis in den August durchkommen, ohne die Notleitung aus Furtwangen nutzen zu müssen.

Insgesamt und im Durchschnitt der vergangenen Jahre sei die Schüttung für Juli sehr gering, und man hoffe dringend auf Regen. Im Zuge der Diskussionen bat Frey nochmals darum, sparsam mit dem Wasser umzugehen. Zwar habe man noch ausreichend Schüttung in den Quellen, große Reserven allerdings seien nicht mehr vorhanden.

Man solle sich sehr gut überlegen, ob in Zeiten der Wasserknappheit der Rasen gewässert, das Auto gewaschen und der Pool gefüllt werden müsse, gab er zu bedenken. Am Ende stimmte der Gemeinderat dann einstimmig für die Vergabe der Arbeiten.