Waldbrand in St. Georgen
: Ein 14-Jähriger zündelt – die Feuerwehr löscht stundenlang

Die Feuerwehr von St. Georgen musste am frühen Mittwochabend zu einem Waldbrand hinter dem Friedhof ausrücken. Ein 14-Jähriger hatte gezündelt – die Wehrleute kämpften stundenlang.
Von
Erika Rapthel-Kieser
St. Georgen
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Waldbrände wüten in Katalonien: GAVÀ, SPAIN - JULY 8. A fire in Gavà has burned 7 hectares of vegetation between Can Tries and the Serra de Ferreres. The fire occurred on the day Barcelona reached its all-time record temperature, with 40.7 degrees Celsius recorded at the Fabra Observatory. Photo by Marc Asensio Clupés / JNA Press (Photo by Marc Asensio Clupés/JNA Press via Nexpher Images/Sipa USA)

Waldbrände wüten gerade überall in Europa. Am Mittwochabend war es auch in St. Georgen hinter dem Friedhof so weit. Ein Jugendlicher hatte am Waldrand gezündelt. „Es ist gerade knochentrocken und kein Regen in Sicht“, kommentiert ein Sprecher der Polizeidirektion Konstanz. „Da braucht es gesunden Menschenverstand“. (Symbolfoto)

SIPA USA/Nexpher Images/actionpress
  • Hinter dem Friedhof in St. Georgen brannte am Mittwochabend Wald auf rund 200 Quadratmetern.
  • Ein 14-Jähriger zündelte am Waldrand und wollte Hilfe holen – ein Passant alarmierte schneller.
  • Feuerwehr St. Georgen und Peterzell-Stockburg waren stundenlang im schwer zugänglichen Gebiet im Einsatz.
  • DRK versorgte die Kräfte wegen Hitze mit Getränken, Kontrolle in der Nacht verlief unauffällig.
  • Polizei meldet mehr Einsätze wegen Trockenheit und erinnert an strenge Regeln im Wald.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Feuerwehr von St. Georgen und die Abteilung von Peterzell-Stockburg mussten am frühen Mittwochabend in ein „sehr abgelegenes Gebiet“ ausrücken, sagt Kommandant Christoph Kleiner. Diesmal war es ein Waldbrand im Gewann Gieckenloch hinter dem Friedhof der Bergstadt. Zu den 35 Mannen und ihren acht Fahrzeugen waren auch noch die Einsatzkräfte vom DRK und die Polizei stundenlang im Einsatz.

Weil der Brand in einem so schwer zugänglichen Gebiet war, galt es für die Wehr, „alles dorthin zu transportieren“, sagt Kleiner. Da ging es mit der Ausrüstung und den Einsatzfahrzeugen nur über weniger gut ausgebaute Waldwege. Was Kleiner auch noch zu bedenken gibt: „Bei diesen Temperaturen ist ein solcher Einsatz eine wirklich kräftezehrende Sache.“ So war das DRK vor Ort, um die Brandbekämpfer mit Getränken zu versorgen und zu verhindern, dass einer der Wehrleute womöglich kollabiert.

Erst um 21.57 Uhr sei der Einsatz beendet gewesen, bestätigt der Feuerwehrchef. In der Nacht habe die Wehr dann noch einmal kontrolliert, ob wirklich alles ruhig war und nichts mehr kokelt und schwelt oder das Feuer gar aufs Neue entfacht wird. Abgebrannt waren bis zum Ende des Einsatzes rund 200 Quadratmeter eines Privatwaldes. Der gehört wohl zu einem nahegelegenen Gehöft.

Jugendlicher versucht, Hilfe zu holen

Der Verursacher des Feuers, so bestätigte es ein Pressesprecher der Polizeidirektion Konstanz auf unsere Anfrage, war ein 14-Jähriger. Der hatte nicht im Wald, aber am Waldrand gezündelt. Als er merkte, dass die Trockenheit und der Wind zu einem großen Feuer führten, rannte er nach Hause, um die Rettungskräfte zu verständigen. „Ein Passant war aber schneller“, kommentiert der Feuerwehrchef Christoph Kleiner, bei dem dessen Alarm dann um 19.26 Uhr einging.

Im Schwarzwald-Baar-Kreis häufen sich derlei Einsätze. Aber nicht nur dort. „Wir stellen einen Anstieg solcher Alarmierungen überall in unserem Gebiet fest“, sagt ein Pressesprecher der Polizeidirektion Konstanz. Er weist auf die Wetterlage hin. Es sei knochentrocken überall, brennend heiß und kein Regen in Sicht.

„Da kann man eigentlich nur auf den gesunden Menschenverstand hoffen“, sagt er. Tatsächlich hatte erst vor Kurzem die St. Georgener Stadtverwaltung in einer Pressemitteilung noch einmal auf die erhöhte Waldbrandgefahr hingewiesen und noch einmal an die Verbote und Verhaltensregeln erinnert. Gegrillt werden darf im Wald nicht mehr, auch die Glimmstängel sind Spaziergängern verboten. Sogar achtlos liegen gelassene Glasscherben könnten wie ein Brennglas wirken und Waldbrände auslösen.

Feuerwehrkommandant Christoph Kleiner hofft zwar, dass dies der letzte Waldbrand war, zu dem er und seine Mannen in diesem Jahr gerufen werden. Aber nur, wenn sich alle Spaziergänger und Waldbesucher an die strengen Regeln halten, kann dieser Wunsch auch in Erfüllung gehen.

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