Viele Fragen im Ortschaftsrat
: Der Glasfaserausbau in Buchenberg verzögert sich

Um Glasfaser und um die Anbindung des historischen Tonishofes ging es in der Sitzung des Ortschaftsrats Buchenberg.
Von
Stephan Hübner
Oberndorf
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Der Glasfaserausbau verzögert sich. (Symbolfoto)

Sina Schuldt/dpa

Zu Beginn dankte Einwohner Wolfgang Fichter für den schon länger geforderten und nun erfolgenden Bau eines Radwegeabschnitts am Litzelbronn. Laut Ortsvorsteher Roland Meder geschieht das im Zuge des Ausbaus des Radweges weiter oben.

Fichter erkundigte sich auch nach dem Stand zu Rasengräbern am Friedhof. Laut Ortsbaumeister Gregor Schenk ist die Aufnahme der Grabform in die Friedhofsbewirtschaftung in Arbeit, was aber ein größerer bürokratischer Aufwand sei.

Zudem mahnte Fichter auch Ausbesserungen an einer derzeit gesperrten Brücke im Glasbachtal an, wo Steine des Fundaments im Bachbett liegen. Seit 2023 sei dort nichts mehr passiert. Dass die Brücke erhalten werden solle sei keine Frage, so Schenk. Eigentlich müsste man sie fast unter Denkmalschutz stellen. Die Brücke stehe im Haushalt 2026, habe für Buchenberg sicher große Bedeutung, werde aber verkehrlich kaum genutzt. Würde es sich um einen wesentlichen Fahrweg handeln hätte man sie längst richten müssen.

Aufgabe muss ein Steinmetz übernehmen

Die Abschrankung sei nötig, damit niemand abstürze, so Schenk. Beim Wiedereinsetzen der Steine müsse man mit einem Steinmetz arbeiten, der Bauhof könne das nicht machen. Eine Idee sei gewesen, die Brücke nur noch für Fußgänger freizugeben und daneben eine Stahlbetonbrücke für Fahrzeuge zu bauen.

Zuletzt bezweifelte Fichter, dass der Glasfaserausbau in Buchenberg noch dieses Jahr stattfindet, da unter anderem eine Verlegung mitsamt einem Stromkabel nicht möglich sei. Ratsmitglied Matthias Weisser bestätigte, dass Energiedienst keine „Leitungsnachbarn“ duldet.

Anbindung zum Tonishof

Hauptthema war die Vorberatung zur verkehrlichen Anbindung und Verlegung von Leitungen zum Tonishof. Der wurde laut Schenk vor zwei Jahren von einem Privatmann gekauft. Am über 30 Jahre lang unbewohnten Hof gebe es maximal einen historischen Stromanschluss, aber weder Kanal, Wasser noch Telekommunikation. Die Leitungen könnten über den Jakob-Meier-Weg und einen anliegenden Landwirt zum Hof geführt werden.

Erschließung über den Thomaweg

Entgegen der Annahme der Verwaltung wolle der Eigentümer die verkehrliche Erschließung über den Thomaweg vornehmen. Die geplanten zwei Wohneinheiten führten zu einer überschaubaren Verkehrssituation. Müllabholung wäre beim nahe liegenden Wendehammer möglich, über den Tonishofweg werde kein Verkehr zum Hof nötig sein.

Im Moment gebe es aus den umliegenden Wohnbaugebieten Unmut bezüglich Baumaschinen, aber das lasse sich nicht vermeiden. Zur Anfahrt auf den Hof wolle der Eigentümer einen Wiesenweg wassergebunden reaktivieren.

Die Ratsmitglieder sahen Schwierigkeiten bei der Schneeräumung, stimmten aber dennoch für die geplante Anbindung des Hofs.

Privater Pool in der Bregnitzstraße

Für Diskussionen sorgte der Bauantrag für einen privaten Pool in der Bregnitzstraße. Laut Schenk läge das Vorhaben außerhalb des bebaubaren Bereichs und innerhalb einer Sperrfläche aufgrund des nahe liegenden Waldes. Weisser warnte vor einer Präzedenzwirkung für die übrigen Anlieger, was Axel Fichter und Ralf Pfaff nicht als Problem sahen. Birgit Helms und Andrea Fichter warten vor Wasserknappheit. Der Rat stimmte dem Baugesuch bei einer Gegenstimme zu.

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