Vereine in Schonach
: „Grenzen? Gibt’s für uns nicht!“

Zum „Grenzfest“ hatte die Spielgemeinschaft der Fußballclubs aus Schönwald und Schonach eingeladen.
Von
Claudius Eberl
Oberndorf
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Beim „Grenzfest“ der Schonacher und Schönwälder Kicker gab es viele gute Gespräche.

Claudius Eberl

Nach anfänglichem Regen am Samstag-Nachmittag kam das Fest gegen Abend so richtig in Schwung.

Viele Festbesucher kamen abends auf die Vordere Vogte – da, wo die beiden Gemeinden aneinander grenzen. Der Veranstalter hatte die Besucher darauf hingewiesen, dass nur wenige Parkplätze zu Verfügung stehen und die hatten das auch ernst genommen: aus beiden Gemeinden waren viele zu Fuß oder mit dem Rad zum Fest gepilgert. Auf der Straße war die Grenze zwischen den beiden Gemeinden aufgezeichnet, die Tische und Bänke standen genau darauf, quasi als Zeichen, das es zwischen den beiden Gemeinden gar keine Grenze gibt. Die SG Schwarzwald-Union hatte für die Bewirtung bestens gesorgt, es gab Grillwurst, Steaks und Pommes auf der „Schonacher Seite“ und Bier auf der „Schönwälder Seite“. Ab 20 Uhr war dann auch Barbetrieb angesagt und DJ Blasi sorgte für die passende Musik. Derweil ging auch die Festbeleuchtung an, auch das über den Festbänken thronende Windrad wurde beleuchtet.

Lebendiger Tischkicker

Für die Jugend war derweil auch gesorgt, ein Lebend-Tischkicker und Fußballtore fanden bei den jüngsten Besuchern großen Anklang.

Die Idee zum Grenzfest war schnell geboren, erzählte die Vorsitzende des FC Schonach, Julika Reiner. Schonachs Bürgermeister Frey hatte die Vereine darum gebeten, sich am Jubiläumsjahr der Gemeinde zu beteiligen. Da ja auch Schönwald 750 Jahre alt wird, bot es sich an, dass die neu gegründete Spielgemeinschaft der beiden Fußballclubs gemeinsam auftreten könnte. Und da das Fest ja von Vereinen aus beiden Gemeinden stattfinden sollte, sollte es auch in beiden Gemeinden stattfinden – also genau auf der Gemarkungsgrenze.

Hilfreiche Nachbarn

Dankbar zeigte sich Reiner und ihr Pendant vom FC Schönwald, Oliver Masny, über die Zusage der Familien Axel und Simon Hettich, auf deren Grundstücken das Fest stattfand. Deren Schuppen durfte genutzt werden durfte und die Familien halfen auch noch beim Aufbau mit. Auch die Nachbarn des Festgeländes zeigten sich offen und stimmten dem Fest zu.

Übrigens: die aufgezeichnete Gemarkungsgrenze auf dem Festplatz auf rund 1000 Höhenmeter stimmte nicht ganz, die liegt nämlich nicht genau mittig der Straße sondern etwas weiter links. Aber das interessierte am Samstag auch nicht wirklich.

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