Unliebsame Überraschung: Marodes Dach sorgt für Zeitdruck im Schonacher Kurpark

Der Musikpavillon im Schonacher Kurpark wird gerne genutzt, so wie hier zum Beispiel beim Feierabendhock. Jetzt aber zeigte sich: Eine Sanierung ist unausweichlich. (Archivfoto)
Gemeindeverwaltung Schonach- Pavillon im Schonacher Kurpark weist marodes, rund 50 Jahre altes Dach auf – Sanierung nötig.
- Ohne grundlegende Erneuerung droht im Winter die Schließung, einfache Reparatur reicht nicht.
- Entwurf: walmdachähnlicher Aufbau, Dachflächen bis zum Boden mit Aluminium-Schindeln.
- Kosten grob 110.000 Euro, Flachdach läge ebenfalls bei nahezu 100.000 Euro.
- Rat klärt Akustik und Kosten detailliert, Entscheidung per E-Mail für schnelle Ausschreibung.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Kurzfristig beschäftigen musste sich der Schonacher Gemeinderat in jüngster Sitzung mit dem Pavillon im Kurpark. Bei laufenden Reparaturarbeiten hatten Handwerker festgestellt, dass das rund 50 Jahre alte Dach tragwerksseitig in einem deutlich schlechteren Zustand ist als erwartet.
Nach Angaben von Bürgermeister Jörg Frey ist eine einfache Reparatur nicht mehr möglich. Ohne eine grundlegende Sanierung drohe sogar eine Schließung des Pavillons im Winter. Daher hatte der Gemeinderat bereits in nichtöffentlicher Sitzung einer Planung zugestimmt.
Architekt Matthias Spath vom Schonacher Büro Studiosiebensechs stellte nun erste Entwürfe vor. Vorgesehen ist ein walmdachähnlicher Aufbau. Die rückwärtigen und seitlichen Dachflächen sollen bis zum Boden heruntergezogen und mit Aluminium-Dachschindeln verkleidet werden.
„Sehr pfiffiger“ Entwurf
Die bodennahen Dachflächen würden dabei bewusst sehr steil gestaltet, um ein Besteigen zu verhindern. Die grobe Kostenschätzung liegt bei rund 110.000 Euro. Ein einfaches Flachdach würde nach Aussage des Architekten ebenfalls nahezu 100.000 Euro kosten.
Während Bürgermeister Frey den Entwurf als „sehr pfiffig“ bezeichnete, wurden im Rat verschiedene Detailfragen diskutiert. Petra Hettich fragte nach möglichen Problemen bei Konzerten durch Regen auf dem Blechdach. Bernd Kaltenbach (CDU) hielt dies für unproblematisch, da bei Regen ohnehin keine Besucher kämen.
Gerhard Kienzler gab zu bedenken, dass es im Pavillon durch die geplante Bauweise deutlich dunkler werden könnte und man eventuell Oberlichter einbauen solle. Kaltenbach widersprach jedoch und verwies auf seine langjährige Erfahrung bei Kurkonzerten. Direkter Lichteinfall von oben sei für Musiker oft eher störend. Gegebenenfalls müsse über künstliche Beleuchtung nachgedacht werden. Bedenken hinsichtlich der Akustik bezeichnete Josef Spath als durchaus berechtigt.
Fragen zur Finanzierung
Silke Burger äußerte zudem Zweifel, ob die geschätzten Baukosten ausreichen werden. Julika Reiner fragte nach der Finanzierung. Frey verwies dabei auf mögliche Fördermittel aus dem Sondervermögen des Bundes. Allerdings, so betonte er, sollten diese Mittel für Straßensanierungen herangezogen werden. Jedoch sah er wie auch einige Mitglieder des Gremiums den Pavillon als zentralen Punkt im Kurpark, der häufig für Veranstaltungen genutzt werde und daher Vorrang haben sollte.
Da die Arbeiten möglichst noch vor dem Winter erfolgen sollen, beschloss der Gemeinderat bei zwei Enthaltungen, zunächst eine detaillierte Kostenberechnung erstellen zu lassen und offene Fragen zur Akustik zu klären. Anschließend soll die Entscheidung über das weitere Vorgehen im Umlaufverfahren per E-Mail erfolgen, um schnell in die Ausschreibung gehen zu können.

