Typisierungsaktion in Triberg
: Unterstützung für kranke Kollegin

Wegen akuter myeloischer Leukämie benötigt die Betroffene eine Stammzellenspende. Nun beginnt die Suche nach einem geeigneten Spender – auch in Triberg.
Von
Hans-Jürgen Kommert
Triberg
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So wie dieser junge Mann es macht, ist es richtig und absolut schmerzlos. Dreimal pro Person heißt es „Stäbchen rein, Spender sein“

So wie dieser junge Mann es macht, ist es richtig und absolut schmerzlos. Dreimal pro Person heißt es „Stäbchen rein, Spender sein“.

Hans-Jürgen Kommert
  • In Triberg läuft eine Typisierungsaktion für eine an akuter Leukämie erkrankte Kollegin.
  • Die 74-jährige Angelika arbeitete lange im Pflegeheim St. Antonius und half weiter aus.
  • Am Samstag, 25. Juli, wurde die Caféteria zum DKMS-Testzentrum – 101 Personen ließen sich testen.
  • Flohmarkt, Grillwürste und Kinder-Tattoos unterstützten die Finanzierung, da jede Testung 50 Euro kostet.
  • Ob ein passender Spender gefunden wurde, ist offen, doch das Team sieht seine Aufgabe als erfüllt.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Viele Jahre war Angelika Teil des Teams im Pflegeheim St. Antonius. Und selbst mit 74 Jahren half sie immer wieder aus, wenn Not an Mann oder Frau war. Stets ruhig und absolut verlässlich, wie Pflegedienstleiter Thilo Hoffmann betonte. Und dann das: Nachdem sie mehrfach über anhaltende Atemnot und starke Müdigkeit geklagt hatte und bei ihr zudem eine auffallende Blässe festgestellt wurde, untersuchte sie der Arzt genauer.

Dabei wurde eine akute myeloische Leukämie diagnostiziert. Helfen kann da nur eine Stammzellenspende. Doch ein für sie passender Spender oder eine Spenderin ist nicht registriert bei der DKMS (früher Deutsche Knochenmarkspenderdatei). „Wir wollten das nicht einfach so stehen lassen, wir wollten versuchen, ihr zu helfen“, erzählten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Und so wurde am Samstag, 25. Juli, von neun bis 15 Uhr aus der Caféteria ein Testzentrum der DKMS.

Um dem Ganzen zusätzliche Anziehungskraft zu verleihen und zugleich etwas für die Finanzierung der Aktion zu tun (jede Testung kostet rund 50 Euro), wurde ein Flohmarkt angeboten, die Mitarbeitenden verkauften Grillwürste und Getränke, Kinder-Tattoos waren ein Hit, auch bei Gästen des Pflegeheims.

101 Personen ließen sich testen

„Stäbchen rein, Spender sein.“ Unter diesem Motto war die Aktion sehr erfolgreich, wiewohl potenzielle Spender erst ab dem 17. und nur bis zum 55. Lebensjahr getestet werden können – bis zum 60. Geburtstag sei dann eine Stammzellenspende zumeist erfolgreich. Ob bei den 101 getesteten Personen ein geeigneter Spender oder eine passende Spenderin für Angelika dabei ist, muss man abwarten – „wir haben das Bestmögliche dazu getan“, ist sich Thilo Hoffmann sicher. Und – alle teilnehmenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Pflegeheims opferten dafür kostenlos und freimütig ihre Freizeit.