Teddybär-Tour in Furtwangen
: 72 Lastwagen sorgen für strahlende Kinderaugen

Einmal in einem großen Lastwagen mitfahren und dabei von zahlreichen Menschen bejubelt werden: Für die jungen Patienten der Katharinenhöhe wurde dieser Wunsch erneut Wirklichkeit. Bei der siebten Teddybär-Tour sorgten 72 Lkw für Begeisterung – und das nicht nur bei den Kindern.
Von
Stefan Heimpel
Furtwangen/Schönwald
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Alle freuen sich schon auf die Tour. Sowohl die Fahrer wie die Kinder erhielten auch als Erinnerung eine bunte Tafel mit dem Motto der siebten Teddybär Tour.

Alle freuen sich schon auf die Tour. Sowohl die Fahrer wie die Kinder erhielten auch als Erinnerung eine bunte Tafel mit dem Motto der siebten Teddybär Tour.

Stefan Heimpel
  • Siebte Teddybär-Tour: 72 Lkw fahren Kinder der Katharinenhöhe als Beifahrer durch die Region.
  • Trotz Regen vor Start klappte alles, am Ende schien die Sonne und die Kolonnen wurden bejubelt.
  • Organisiert von Bernd Bick und dem Trucker-Club „Buschbamber Nürburgring“, unterstützt vom THW.
  • Highlight war ein österreichischer Silozug „Teddybär 1.4“, der einen Tag länger als Attraktion blieb.
  • Abschluss mit Kaffee, Kuchen und Countrymusik, 1407 Euro Spenden sowie Spielzeug und Süßigkeiten.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Auch bei der siebten Auflage der Teddybär-Tour herrschte wieder überall große Begeisterung, sowohl bei den jungen Passagieren aus der Rehaklinik Katharinenhöhe als auch bei den Lkw-Fahrern aus einem großen Einzugsgebiet: Mit 72 Lkw machten sich die Patienten der Klinik als Beifahrer auf die Tour und wurden überall groß gefeiert.

Organisator Bernd Bick und der Trucker-Club „Buschbamber Nürburgring“ aus Deißlingen waren wieder sehr zufrieden mit dem Verlauf. Vor allem hatte man Glück mit dem Wetter. Denn bis kurz vor der Abfahrt regnete es kräftig. Wegen des Wetters hatten sowohl die Alphornbläser als musikalische Unterhaltung als auch ein Club mit Modellbau-Lkw aus Albstadt abgesagt. Doch kurz vor der Abfahrt hörte der Regen fast komplett auf und am Ende schien sogar die Sonne.

Auch Verwaltungsleiterin Ilona Kollum von der Katharinenhöhe, die für die Organisation vonseiten der Klinik zuständig war, zog eine durchweg positive Bilanz. Die Tour, unterstützt auch vom THW Villingen, war gleichermaßen für die Fahrer wie für die Passagiere ein einmaliges und bewegendes Erlebnis.

Bekannter Schlager dient als Vorbild

Der bekannte Schlager „Ruf Teddybär 1.4“ von Jonny Hill über eine Lkw-Fahrt für einen behinderten Jungen war für Bernd Bick das Vorbild und damit der Titel „Teddybär-Tour“ der passende Name. Alle Lkw hatten auch eine bunte Tafel mit dem Titel der Tour an der Front montiert.

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Angeführt wird der Lkw-Tross immer vom Mitglied des Orga-Teams Sascha Isenberg in seinem Lkw der „Europatransporte Wagner“.

Angeführt wird der Lkw-Tross immer vom Mitglied des Orga-Teams Sascha Isenberg in seinem Lkw der „Europatransporte Wagner“.

Stefan Heimpel

Vor allem war aber in diesem Jahr zum zweiten Mal ein großer Silozug aus Österreich dabei, der schon seit Jahren mit dem Schriftzug „Teddybär 1.4“ geschmückt ist. Ernst Trost organisiert mit seinem Lkw seit mehr als zehn Jahren am Faaker See in Kärnten die „Mission Teddybär 1.4“ für behinderte Kinder mit unzähligen Lkw. Dieser Truck blieb im Übrigen noch einen Tag länger auf der Katharinenhöhe als Attraktion für die jungen Patienten.

Begeisterung war überall bei den kranken Kindern ebenso wie bei den Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu hören. Alle waren mitgefahren. In diesem Jahr gab es besonders viele Kinder unter drei Jahren in der Klinik, die auch unbedingt dabei sein wollten, dann aber in Begleitung meist der Väter. Ob in diesen Fällen nicht die Begeisterung der Väter sogar noch größer gewesen sei als bei den Kindern, fragte sich Bernd Bick. Oder wie Ilona Kollum meinte: Väter wurden wieder zu Kindern!

Aber auch die Lkw-Fahrer waren begeistert und zufrieden. Sowohl Passagiere als auch Fahrer waren beeindruckt von der großen Resonanz entlang der Strecke. Die drei Lkw-Kolonnen wurden regelrecht bejubelt, gerade für die Kinder ein einmaliges Erlebnis.

Spenden und Geschenke zum Abschluss

Zum Abschluss dieses erlebnisreichen Tages warteten dann auf alle Teilnehmer auf der Katharinenhöhe Kaffee und Kuchen, eine Gelegenheit für regen Austausch. Das Ganze wurde untermalt von Countrymusik von Andrew Lee & Friend (Andreas Wehrle), der sich spontan für dieses Event angeboten hatte.

Organisator Bernd Bick nutzte die Gelegenheit noch einmal für einen Dank an alle Beteiligten für den reibungslosen Ablauf. Ilona Kollum dankte ebenfalls allen von Herzen und konnte sogar noch einige Spenden entgegennehmen: 1407 Euro waren an Geldspenden von Speditionen, Truckern und aus dem Organisationsteam zusammengekommen, dazu noch einige Sachspenden wie Spielzeug und Süßigkeiten.

Sehr eng geht es zu auf dem Parkplatz der Rehaklinik Katharinenhöhe, wenn sich hier die 72 LKWs für die Teddybär Tour sammeln.

Sehr eng geht es zu auf dem Parkplatz der Rehaklinik Katharinenhöhe, wenn sich hier die 72 LKWs für die Teddybär Tour sammeln.

Stefan Heimpel

In diesem gemütlichen Rahmen saß man noch lange bei Countrymusik zusammen. Aber auch die jungen Patienten der Klinik bedankten sich: Sie hatten im Vorfeld für alle Fahrer attraktive Schlüsselanhänger gebastelt und persönlich überreicht.

Plätze sind innerhalb weniger Stunden belegt

Und schon jetzt warten viele der Trucker darauf, auch nächstes Jahr wieder auf die Katharinenhöhe zu kommen. Ab Anfang September beobachten sie ganz genau Facebook, wann endlich die Ausschreibung für die nächste Teddybär-Tour kommt.

Bernd Bick gibt den genauen Zeitpunkt nie bekannt, plötzlich ist der Aufruf dann online. Und innerhalb weniger Stunden sind die rund 70 Plätze belegt. Auch dieses Mal waren wieder 30 Fahrer dabei. Denn der Erfolg dieser Tour hat sich in der Trucker-Szene weit herumgesprochen und immer wieder wollen neue Fahrer teilnehmen.

Auf vielen Firmen-Internetseiten erscheinen im Anschluss an die Tour die begeisterten Berichte, Bilder und Videos der Teilnehmer. Bei der Anmeldung gilt aber immer: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst!

Die Nachfrage, so Bernd Bick, wäre allerdings viel größer. Aber entsprechend der Größe der Klinik wären dies dann mehr Lkw als Passagiere.

Das Motto am Ende war für Bernd Bick und sein Team der bekannte Spruch von Tom und Jerry: „Heute ist nicht aller Tage – ich komm' wieder, keine Frage!“