Technik am Wasserfall
: Einblicke in Wasserkraft und Geschichte in Triberg

Gäste aus der Schweiz sowie Vertreter aus Politik und Verwaltung erhielten in Triberg Einblicke in ein besonderes Technik- und Kooperationsprojekt.
Von
Stephan Hübner
Oberndorf
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Sie besichtigten ein 130 Jahre altes Turbinenhaus nahe der Wasserfälle (von links): Nikolaus Arnold, Michael Hummel, Ruedi Cathry, Sven Hinterseh, Andreas Braun, Erik Hugel, Sven Ketterer und Christian Arnold.

Stephan Hübner

Im Rahmen des kürzlich abgehaltenen Schinkenfestes waren mit Landratspräsident Ruedi Cathry und Landesamtmann Christian Arnold zwei Gäste aus der Schweiz vor Ort, mit denen Triberg bereits seit längerem in Sachen Bahn-Rundwanderwegen kooperiert. Da Cathry auch Mitglied der Geschäftsleitung der energieUri AG ist, die 40 Prozent des von der „Schweizerischen Bundesbahnen AG“ benötigten Stroms liefert, wurden die Gäste auch zur Besichtigung eines Turbinenhauses neben den Wasserfällen eingeladen.

An der Besichtigung nahmen außerdem von der Stadt Bürgermeister Sven Ketterer, Stadtmarketingleiter Nikolaus Arnold und Gemeinderat Michael Hummel teil, außerdem Landrat Sven Hinterseh und Landtagsmitglied Andreas Braun.

Erik Hugel, Geschäftsführer der EGT Energie GmbH, erläuterte die Technik. Ihm zufolge wurde in dem zwischen 1892 und 1896 errichteten Gebäude erstmals mit Drehstrom gearbeitet, was laut Arnold dazu führte, dass Triberg als erste Stadt Deutschlands elektrische Straßenbeleuchtung erhielt. Gespeist wird die Turbine aus denselben Quellen, die auch die Wasserfälle versorgen, weshalb sie im Sommer bei Niedrigwasser manchmal abgestellt werden muss.

Dennoch komme sie im Jahr auf etwa 8.000 Betriebsstunden, so Hugel. Anfangs lieferte die Turbine 220 Kilowatt (kW), mit Optimierungen ist sie heute bei maximal 290 kW.

Technik der Wasserkraft

Über die parallel zum Wasserfall verlaufenden Rohre wird eine Fallhöhe von rund 100 Metern erreicht und eine Wassermenge von etwa 40 Litern pro Sekunde transportiert.

Arnold stellte aber klar, dass das hin und wieder geäußerte Gerücht, die Turbine würde das Wasser für die Wasserfälle hochpumpen, nicht zutrifft.

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