Stromspeicher in Langenschiltach
: Räte stellen sich gegen Stadtverwaltung

Die neue Planung „Sonnenspeicher Weißershof“ war Thema im Ortschaftsrat in Langenschiltach. Das Gremium stellte sich gegen den ablehnenden Vorschlag der Verwaltung.
Von
Stephan Hübner
St. Georgen-Langenschiltach
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Dritter Anlauf in der Langenschiltacher Vogte: Im Bereich des Hangs an der Straße Im Tal, die jenseits der Baumreihe liegt, soll laut Planung ein Batteriespeicher entstehen.

Dritter Anlauf in der Langenschiltacher Vogte: Im Bereich des Hangs an der Straße Im Tal, die jenseits der Baumreihe liegt, soll laut Planung ein Batteriespeicher entstehen.

Helen Moser
  • Ortschaftsrat Langenschiltach befürwortet den Batteriespeicher „Sonnenspeicher Weißershof“.
  • Die Verwaltung wollte das Bauleitverfahren ablehnen – das Gremium stimmte geschlossen dagegen.
  • Geplant sind vier Container mit Sichtschutzbepflanzung, Netzanschluss über eine 20KV-Leitung.
  • Betreiber betont: keine PV- oder Windkraft, Laufzeit 30 Jahre, Rückbau per Bürgschaft gesichert.
  • Vorteile laut Anbieter: Netzstabilisierung, kleiner Flächenbedarf, mögliche Gewerbesteuereinnahmen.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Alexander Babioch von Klar-Volt erklärte, dass man sich mit der Planung ganz am Anfang befinde, jeder sich im Verfahrensverlauf äußern könne. Gespräche mit Anwohnern hätten einen guten Konsens gebracht, es gehe nur noch um den Batteriespeicher, und es werde keinen Ausbau mit Photovoltaik oder Windkraft geben.

Angesichts der Wünsche der Einwohner, das schriftlich festzulegen, erklärte Thomas Dold, dass er als Grundstückseigentümer ja zustimmen müsse und sich mit Klar-Volt einig sei, dass sich Photovoltaik erledigt habe.

Er sei glücklich, so zum Ziel zu kommen, und wolle für die nächsten 30 Jahre – die offizielle Laufzeit -  nichts anderes. Auf Nachfrage von Thomas Weißer erklärte Babioch, dass man diese Zeit auf jeden Fall erreichen werde, der Rückbau per Bürgschaft abgesichert sei. Naheliegender sei aber, die danach die Weiternutzung der Anlage.

Als Vorteile des Batteriespeichers nannte er die Stabilisierung des Stromnetzes und den minimalen Flächenbedarf von nur 250 Quadratmetern. Den Ort habe man gewechselt, der Abstand zum Gewässer spiele keine Rolle mehr.

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Bepflanzung als Sichtschutz

Eine fünf bis sechs Meter hohe Bepflanzung diene als Sichtschutz. Geplant seien vier Container mit 6,06 auf 2,44 auf 2,59 Metern, bemalt in reflektionsarmen Grüntönen.

Der Speicher bringe erhöhte Versorgungssicherheit, da es in der Region zwar den Überschuss an regenerativer Energie gebe, die aber bei der Erzeugung nur wenige Abnehmer finde. Bei Energiebedarf abends stünden dagegen keine Erzeuger zur Verfügung. Hier könne die Batterie als Puffer dienen.

Gewerbesteuereinnahmen für die Stadt

Der Netzanschluss sei durch eine 20KV-Leitung gesichert, die Zustimmung der Nachbarn liege vor. Angesichts des von der Verwaltung befürchteten Präzedenzfalls erklärte Babioch, dass die Stadt die weitere Entwicklung steuern, zum Beispiel Anlagenzahl und ‑größe bestimmen könne. Die Stadt habe durch den Speicher auch Gewerbesteuereinnahmen.

Wenn die Anlage so zustande käme, könnten die Anwohner damit leben, so Zuhörer Gerhard Lehmann. Man brauche Speicher, und es könne nicht sein, dass man überschüssigen Strom ins Ausland schicke. Wenn die EGT klarkomme, sehe er für die Stadt kein Problem.

Eine Win-Win-Situation

Es brauche mehr Dezentralität bei Speichern, die neue Lösung sei eine Win-Win-Situation für Nachbarn und Dold. Wolfgang Lehmann erklärte, dass man das Projekt voll mittragen könne. An die Stadt appellierte er, es nicht scheitern zu lassen. Auch Zuhörer Robert Weißer war einverstanden.

Auf Nachfrage von Stefan Hömseder erklärte Babioch, dass die Anlage Schaltgeräusche von 60 dB im nächsten Umfeld erzeugt, diese aber mit der Entfernung schnell abfielen. Auch handle es sich nicht um dauerhafte Geräuschpegel, und die Behörden prüften die Einhaltung von Sollwerten.

Er halte die jetzige Lösung für deutlich geeigneter und hoffe, dass damit Frieden einkehre, so Ortsvorsteher Hartmut Breithaupt. Batteriespeicher seien ein wichtiger Aspekt, um die Energiewende zu schaffen. Auch Thomas Weißer befürwortete das Projekt.

Der Ortschaftsrat stimmte geschlossen gegen den Vorschlag der Verwaltung, das Bauleitverfahren abzulehnen, was der Zustimmung zur Weiterverfolgung des Projekts gleichkam.