So geht’s beim Rathaus weiter: Schritt für Schritt auf dem Weg zur Sanierung in St. Georgen

Daniel Steiger erläutert den aktuellen Sachstand bei der Sanierung.
Richard SchusterWeitere wichtige Aufträge auf dem Weg hin zur Sanierung des Rathauses vergab der St. Georgener Gemeinderat in jüngster Sitzung. Diesmal standen Vergaben zu den Gewerken Holzbauarbeiten sowie zur geplanten Photovoltaik-Anlage (PV-Anlage) an.
Bei Letzterem handelt es sich um die Arbeiten für die PV-Fassade. In die Sitzung eingeladen war auch Daniel Steiger von Sutter3. Das Freiburger Büro wurde seinerzeit von der Stadt mit den Architektenleistungen und Planungen beauftragt. Steiger gab in der Sitzung einen Überblick über den aktuellen Stand des kompletten Sanierungsprojekts sowie des Rathauses.
Zunächst zum Sachstand der Arbeiten auf der Baustelle Rathaus: Bereits seit dem Sommer stehe dort das Gerüst. Man habe das knappe Zeitfenster gut nutzen können – Stichwort Artenschutz. Dabei sei es einerseits um die Berücksichtigung der Vogelbrutzeiten und andererseits darum gegangen, zu verhindern, dass Fledermäuse die Fassade erneut als Winterquartier nutzten. Die Fassaden-Abbrucharbeiten liefen, die Dachabdichtungen seien inzwischen abgetragen worden.
Bei den genannten Vergaben folgte der Gemeinderat der Empfehlung der Verwaltung. Den Zuschlag für das umfangreiche Gewerk Holzbauarbeiten erhielt das Angebot des Unternehmens Kaspar Holzbau aus Gutach in Höhe von brutto rund 1,91 Millionen Euro. Gegenüber der ursprünglichen Kostenberechnung, die sich auf circa 2,43 Millionen Euro brutto belief, bedeutet dies eine Kostenersparnis von rund 22 Prozent in diesem Bereich. Wie aus der Sitzungsvorlage zu entnehmen war, wurden für dieses Gewerk Fassadenelemente aus vorgefertigten Holzrahmenbauwänden ausgeschrieben.
PV-Anlage etwas teurer als geplant
Beim Gewerk PV-Fassade erläuterte Daniel Steiger, dass es „im nichtoffenen Verfahren mit Teilnahmewettbewerb“ ausgeschrieben worden sei. Übrig geblieben seien fünf Teilnehmer, von denen vier schließlich ein Angebot abgegeben hätten. Der Gemeinderat vergab das Gewerk an das Unternehmens Konvortec aus Schermbeck, das ein Angebot in Höhe von rund 518 700 Euro brutto abgegeben hatte. Hier liegt die Vergabesumme rund fünf Prozent über der eigentlichen Budgetberechnung. Die Ursache für den etwas höheren Betrag liege, so erläuterte der Planer den Räten, darin begründet, dass mehr PV-Paneele als ursprünglich geplant eingebaut werden.
Mehrkosten wegen Asbest
Zu den geplanten Gesamtkosten – also für Rathaus, Tiefgarage und Außenanlagen zusammen in Höhe von rund 31 Millionen Euro – sagte Steiger, man liege in etwa im Bereich der Berechnungen. Bei der Dachabdichtung im Bereich der Tiefgarage – hier wurde Asbest entdeckt – müsse man jedoch mit Mehrkosten von rund 331 000 Euro brutto rechnen. Das sanierte Rathaus könne – unter der Bedingung, dass alles weiter planmäßig verlaufe – etwa gegen Ende 2027 wieder bezogen werden.