Slammer in Königsfeld: So kann mit Poetry-Slam geholfen werden

Die fünf Poetry-Slammer am Ende des Abends (von links) Yasmin Hettich, Robert Hanewald, Jenny Beilharz, Björn Kaltenbach, River Seitz und Karl Kaspar.
Lisa Menath- Zinzendorfschulen luden zum „Charity-Slam“ auf dem Schulhof in Königsfeld ein.
- Open-Air-Bühne, Kunstverkauf und Bewirtung sorgten für Programm und Einnahmen.
- Einnahmen gehen je zur Hälfte an die neue Sporthalle und die Stiftung St. Franziskus.
- Musik eröffnete den Abend, danach Auktion schuleigener Kunstwerke.
- Poetry-Slam mit fünf Teilnehmenden – Sieger: Robert Hanewald und Karl Kaspar.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Nicht jeden Tag füllt sich der Schulhof der Zinzendorfschulen mit zahlreichen Besuchern, viel Kunst und Poetry-Slammern, doch jetzt wurde dies zur Realität: Schüler, aber auch viele andere Interessierte kamen abends zusammen, um das besondere Event, den „Charity-Slam“, zu erleben.
Auf dem Gelände der Schule war dafür eine Open-Air-Bühne aufgebaut – um diese herum verteilt war allerlei Kunst ausgestellt und zum Verkauf angeboten. Auch für das leibliche Wohl war gesorgt. So war es auch kein Wunder, dass alle Gäste vor Beginn des Programms das schöne Wetter und das leckere Essen genossen, während sie sich zwischen den verschiedensten Kunstwerken umsahen.
Das Programm startete mit allerlei Musik: Die Schulband, bestehend aus Lehrern und Schülern der Erzieherfachschule, sang mehrere Cover von bereits bekannten Klassikern. Zudem gab Poetry Slammer Karl Kaspar selbst geschriebene Lieder zum Besten, dessen Texte teilweise gesellschaftskritisch, aber auch gefühlvoll und ehrlich waren – ein Vorgeschmack auf den kommenden Programmpunkt.

Zahlreiche Besucher genossen die schöne Stimmung und die unterhaltsame Auktion.
Lisa MenathAnschließend gab es eine Auktion besonderer Kunstwerke. Alle Kunst wurde von Schülern, aber auch von Lehrkräften hergestellt. Zuvor schmückten ebendiese Dinge die Schulgebäude. Die verschiedenen Bilder wurden präsentiert und humorvoll durch einen „Zeremonienmeister“ verkauft – teilweise waren Gemälde sogar umkämpft und es wurde viel geboten.
Dies kam dem Sinn der Veranstaltung zugute, denn alle Einnahmen, die an diesem Abend durch Bewirtung, Verkäufe oder auch Spenden gemacht wurden, werden für einen guten Zweck gespendet. Eine Hälfte des Geldes wird den Zinzendorfschulen zur Verfügung gestellt, als Beitrag für das große Projekt, eine neue Sporthalle zu bauen – die andere Hälfte geht an die Stiftung St. Franziskus, welche Kinder und Jugendliche mit Beeinträchtigungen fördert.
Moderner literarischer Dichterwettstreit
Der Höhepunkt des Abends war der Poetry-Slam: ein „moderner literarischer Dichterwettstreit“, so beschrieb es Schülersprecherin Jenny Beilharz, welche selbst als Poetry-Slammerin einen Text vortrug und als Moderatorin durch den Abend führte.
Auch die Regeln eines solchen Slams wurden erklärt: Die Teilnehmer dürfen nur selbstgeschriebene Texte vortragen, nicht singen und haben sieben Minuten auf der Bühne. Für das Publikum gebe es nur eine Regel, so Beilharz. Niemand dürfe ausgebuht werden, gleichzeitig sei das Publikum allerdings auch die Jury – durch Applaus werde der Gewinner entschieden.

Betrieb am Steinofen – die frische Pizza schmeckte vielen Besuchern.
Lisa MenathDie Poetry-Slammer des Abends waren fünf unterschiedliche Menschen aus ganz Baden-Württemberg, und ebenso verschieden waren ihre Vorträge. Die Themen und der Stil der Texte variierten bei jedem – so gab es Prosatexte mit sehr viel Humor, persönliche Geschichten, emotionale Lyrik, aber auch Gesellschaftskritik. „Das ist das Schöne“, sagt Slammer Karl Kaspar, „Poetry-Slam kann alles sein, es fühlt sich frei und individuell an.“
So war einer seiner Texte beispielsweise noch aus der eigenen Schulzeit: Mit einem „Matherap“ überzeugte er humorvoll und erzählte gleichzeitig von sich selbst.
Drei ins Finale gewählt
Die fünf Künstler River Seitz, Yasmin Hettich, Robert Hanewald, Karl Kaspar und Björn Kaltenbach traten in einer ersten Runde gegeneinander an, aus welcher dann drei in ein Finale gewählt wurden. Schließlich wurden die Gewinner gekürt: Robert Hanewald und Karl Kaspar teilten sich den ersten Platz.
„Ein gelungener Abend“, fand Jenny Beilharz, welche sich abschließend bei allen Besuchern, aber auch allen Helfenden und Sponsoren bedankte. Der Charity-Slam war ihre Idee und entstand, weil sie selbst an Poetry-Slams teilnimmt und in ihrer Freizeit welche veranstaltet. Außerdem war ihr der soziale Aspekt sehr wichtig, da sie an der Fachschule für Jugend- und Heimerzieher ihren Abschluss macht. Die Veranstaltung war deshalb auch komplett von allen Schülern der Fachschule und der SMV der Zinzendorfschulen organisiert.

