Schulfinanzierung Triberg: Drei Bürgermeister sind sich einig

Die Bürgermeister der drei Raumschaftsgemeinden Triberg, Gallus Strobel (Mitte), Schonach, Jörg Frey (rechts) und Schönwald, Christian Wörpel (links), treffen sich zur Unterzeichnung des gemeinsam entworfenen Vertrags zur Kostenbeteiligung an den weiterführenden Schulen in Triberg im Beisein von GVV-Geschäftsführer Robin Weißer.
Stadt TribergDie Mitgliedsgemeinden des Gemeindeverwaltungsverbands Raumschaft Triberg (GVV) bekräftigen dieser Tage vertraglich die bisherigen Kostenregelungen zur Finanzierung der weiterführenden Schulen in Triberg.
Die Kosten für den Betrieb der weiterführenden Schulen in der Wasserfallstadt, dem Schwarzwald-Gymnasium und der Realschule, werden seit Gründung des Gemeindeverwaltungsverbands Raumschaft Triberg von den drei Mitgliedsgemeinden des GVV gemeinsam getragen.
Seit seiner Gründung im Jahr 1975 haben die Gemeinden Schonach und Schönwald sich regelmäßig an den Betriebskosten beteiligt. „Die Mitfinanzierung hat den Erhalt und Betrieb der weiterführenden Schulen in Triberg massiv unterstützt und damit auch gesichert. Im Gegenzug hat sich die Stadt Triberg dazu verpflichtet, die Kosten für den Erhalt der Gebäude, welche sich im Eigentum der Stadt Triberg befinden, selbst zu tragen“, informiert die Stadtverwaltung Triberg in einer Pressemitteilung.
Gerichtsurteil soll mehr Gerechtigkeit bringen
Der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg hat in seinem Urteil vom 6. Dezember 2022 festgesetzt, dass nach Paragraf 31 des Schulgesetzes Umlandgemeinden verpflichtet sein können, sich finanziell an Schulbaumaßnahmen von Schulortstandorten zu beteiligen, sofern sie Schüler an diese Schule entsenden. Hieraus können unnötige Zwiste entstehen, betont die Stadtverwaltung. Dieser Tage trafen sich deshalb Tribergs Bürgermeister Gallus Strobel und seine Kollegen Jörg Frey aus Schonach und Christian Wörpel aus Schönwald, um einen gemeinsam entworfenen Vertrag zur Kostenbeteiligung an den weiterführenden Schulen in Triberg zu unterzeichnen. Hierin wird geregelt, dass die Verbandsmitglieder an der bestehenden Regelung festhalten.
Die Kommunen Schonach und Schönwald beteiligen sich im Rahmen der Verbandsgemeinschaft, um den Betrieb der Schulen weiterhin zu unterstützen. Im Gegenzug werden sie nicht zu Investitionskosten an den Schulgebäuden herangezogen. Mit diesem Vertrag bekräftigen die drei Kommunen ihre jahrzehntelang Zusammenarbeit.
Zusammenarbeit seit fast 50 Jahren
Gemeinderat Schonach
Aus nichtöffentlicher Sitzung gab Bürgermeister Jörg Frey in der jüngsten Gemeinderatssitzung bekannt, dass Triberg, Schonach und Schönwald im Rahmen des Gemeindeverwaltungsverbands Raumschaft Triberg (GVV) ihren Vertrag bezüglich der Finanzierung der weiterführenden Schulen erneuert haben. Frey erklärte, dass dies eine Fortführung der schon seit knapp 50 Jahre dauerten Praxis der drei Gemeinden sei und auch das Überleben der wohl kleinsten, weiterführenden Schulen im Landkreis sichere. In Nachbargemeinden sei aufgrund des Gerichtsurteils ein ziemlicher „Zoff“ bezüglich der Finanzierung weiterführender Schulen entstanden, so seien von Schulstandorten Nachbargemeinden, deren Kinder und Jugendliche diese Schulen besuchen, aufgefordert worden sich an teils millionenschweren Sanierungen zu beteiligen. „Im Rahmen des GVV beteiligen wir uns schon seit fünf Jahrzehnten an der Finanzierung der Realschule und des Gymnasiums, dies ist eine vorbildliche Kooperation“, so Frey.