Schule in Königsfeld
: So viel kostet die geplante Betreuung

Eine Ganztagsbetreuung an der Grundschule samt Ferienbetreuung soll es in Königsfeld geben.
Von
Stephan Hübner
Königsfeld
Jetzt in der App anhören
Im kommenden Schuljahr ist an der Grundschule im Kernort auch die Betreuung montags und freitags möglich.

Im kommenden Schuljahr ist an der Grundschule im Kernort auch die Betreuung montags und freitags möglich.

Stephan Hübner
  • Königsfeld plant Ganztags- und Ferienbetreuung an der Grundschule im Kernort.
  • Betreuung montags und freitags kommt hinzu – bisher war sie dienstags bis donnerstags wählbar.
  • Externes Angebot galt als teuer, daher setzt die Gemeinde auf Eigenregie mit Fachpersonal.
  • Kosten: montags und freitags 158 Euro, verlässliche Grundschule 54 Euro, Ferien 79,50 Euro.
  • Start des Rechtsanspruchs auf Ganztagsbetreuung in der Grundschule im Kernort zum 1. September 2026.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Über die Einführung der verpflichtenden Ganztagsbetreuung an Grundschulen samt Ferienbetreuung beriet der Ausschuss für Tourismus, Kultur, Bildung, Jugend und Soziales des Gemeinderats.

Bürgermeister Fritz Link sprach von einer erfreulichen Entwicklung zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Die Kalkulation des Angebots habe der Verwaltung viel abverlangt. Im kreisweiten Vergleich liege Königsfeld fast an günstigster Stelle, da keine Verwaltungskosten angesetzt waren. Die flossen nun ein.

Die Grundschule im Kernort ist schon dienstags, mittwochs und donnerstags Ganztagsschule in Wahlform, soll jetzt aber für den rechtlichen Betreuungsanspruch auf Montag und Freitag ausgeweitet werden. Eigentlich war dafür die Beauftragung eines externen Anbieters angedacht, das Angebot der „Stiftung Lernen, Fördern, Arbeiten“ war aber laut Regina Müller, Sachbearbeiterin für Schulverwaltung, mit 178.000 Euro sehr teuer.

Elternbeträge führten zu einem Schockzustand

Die daraus folgenden Elternbeträge führten bei Kathrin Ramos Fernandez, Leiterin der Grundschule im Kernort, „zu einem Schockzustand“. Ihr zufolge sind die Landezuschüsse im ersten Jahr minimal. Auch arbeite die Stiftung mit vielen Nicht-Fachkräften und Minijobbern. Deshalb entschied sich die Gemeinde laut Müller, alles in Eigenregie zu erledigen, mit besonderem Fokus auf dem Einsatz pädagogisch qualifizierten Personals. Das bringt einen höheren Personalschlüssel und Kosten von 103 000 Euro, aber auch qualitative Vorteile.

Link lobte die gute konzeptionelle Begleitung durch Ramos Fernandez. Ihr zufolge geht es um die Betreuung vor und nach dem Unterricht von 7.45 bis 8.30 Uhr und von 12.05 bis 12.50 Uhr sowie montags und freitags von 13.30 bis 16 Uhr.

Zur Verfügung hat sie dafür eine Erzieherin, die Dinge wie die Planung der Organisationsstruktur übernehmen und Anregungen von Eltern entgegennehmen wird. Dazu kommen Quereinsteiger und Fachkräfte aus dem Grundschulbereich, die als Team den Personaleinsatz planen. All das mache es für Kinder rund, so Ramos Fernandez.

Nur Zuschüsse für Erstklässler

Link berichtete, dass entgegen der gesetzlichen Vorgabe bereits jetzt Zweit- bis Viertklässler dabeisein werden, da nur vier Erstklässler angemeldet waren. Vom Land bekomme man zunächst aber nur Zuschüsse für Erstklässler.

Die Erwartung eines Runs auf die verpflichtende Ganztagsschule erfülle sich bisher aber nicht. Die neu eingeführte Betreuungsmöglichkeit montags und freitags kostet Eltern monatlich 158 Euro. Die verlässliche Grundschule liegt bei 54 Euro, die Ferienbetreuung bei 79,50 Euro.

Der Ausschuss stimmte der Umsetzung des Rechtsanspruchs auf Ganztagsbetreuung in der Grundschule im Kernort zum 1. September 2026 zu.

Das Schwarzwälder BAARometer
Montag - Freitag um 7.00 Uhr
Alles Wichtige aus dem Schwarzwald-Baar-Kreis Montag bis Samstag im kompakten Überblick.