Rückblick in Schönwald
: Jubiläum hat dem Dorf sehr gutgetan

Ein ganz besonderes Jahr für Schönwald ließ Bürgermeister Christian Wörpel Revue passieren, mit einem eindeutigen Fazit.
Von
Hans-Jürgen Kommert
Oberndorf
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Ein starkes Bild des Jubiläumsjahres zeichnet Bürgermeister Christian Wörpel bei der Ehrung verdienter Mitbürger

Hans-Jürgen Kommert

Es hat Tradition, dass zur letzten „Sitzung“ des Schönwälder Gemeinderats, die der Ehrung verdienter Mitbürger gewidmet ist, der Bürgermeister einen Rückblick auf das vergangene Jahr hält.

Bürgermeister Christian Wörpel stellte nun die Höhepunkte eines sehr ereignisreichen Jahres vor, das nicht nur die eigene Gemeinde betraf – denn zeitgleich und teils gemeinsam mit der Nachbargemeinde Schonach feierte man „750 Jahre Schönwald“ nach der ersten urkundlichen Erwähnung. Der Auftakt der gemeinsamen Feierlichkeiten erfolgte dabei im Nachbardorf, der ebenso gemeinsame festliche Ausklang dann auf dem eigenen Dorfplatz.

Viele Events lagen dazwischen – mit dem ersten großen Höhepunkt, der extra auf dieses Jahr verschobenen Französischen Nacht, zu der tausende Besucher aus Nah und Fern ins Dorf strömten. Auch Gäste aus der Partnerstadt Bourg-Achard nahmen teil. Dazu hatte sich eine große Delegation aus Leinwar (Ungarn) eingefunden.

Wörpel hob auch die „Uhren-Aktion“ hervor, in deren Zuge 750 Uhren aus Holz, Cortenstahl und buntem Plexiglas im Ort verteilt wurden, aber auch an die beiden riesigen Skulpturen an den beiden Ortseingängen, die von Kunstschmied Manfred Fattler gefertigt wurden. Weitere Highlights waren das Kurparkleuchten, das Schulmusical „Uhrenklang und Schneekristall – Schönwald feiert Geschichte“, der riesige Dorfflohmarkt oder auch der Auftritt von Fidelius Waldvogel im Freibad und zum Schluss des ehemaligen Klostertalers Markus Wolfahrt in der Kirche. Doch „ein Jubiläum wird erst dann zum richtigen Fest, wenn möglichst viele mitmachen und mitfeiern“, betonte der Bürgermeister. Es sei sehr schön gewesen, wie sich die Bürger mit dem Ort und dem Gemeindegeburtstag identifiziert hätten. „Die lange Zeit der Vorbereitung hat sich gelohnt“, war sich Wörpel sicher. In dieser herausfordernden Zeit habe das dem Dorf sehr gutgetan.

Zwei weitere Jubiläen

Christian Wörpel sprach auch zwei weitere Jubiläen an: 50 Jahre heilklimatischer Kurort sowie 50 Jahre KiTa St. Antonius. Letzterer sei die Weiterentwicklung zum Kinder- und Familienzentrum gelungen. Neben den Kindern stünden auch der Sozialraum und die Familie im Mittelpunkt. Da die Einrichtung nun eine neue Leiterin habe, dankte er Lars Haas und Gabi Hirt danken, die in den letzten Monaten die Leitung kommissarisch höchst kompetent in Händen hatten.

Die benachbarte Grundschule sei derzeit auf dem Weg zur Ganztagsschule. Nachdem alle Förderbescheide vorlägen, hätten nun die Arbeiten begonnen, die dazu nötig seien. Durch den Einbau einer Mensa und einer neuen Lehrküche sowie geeigneter Betreuungsräume werde der Ganztagsbetrieb ermöglicht. Herausragend sei in diesem Zusammenhang auch die Hauptprobe der Feuerwehr gewesen, die an der Schule stattgefunden habe.

Neue Unterkunft für die Feuerwehr

Die Feuerwehr werde in den nächsten Jahren ein neues Zuhause finden – ein Vorhaben, das die Gemeinde finanziell fordere. Eine Lösung habe man auch hinsichtlich der Tiefgarage in der Ortsmitte gefunden, nachdem nun das gesamte Bauwerk in Händen der Kommune sei. In dieser Hinsicht hoffe er auf eine ebenso gute Lösung beim Hallenbad. Die gute Lösung sei auch in der Zusammenarbeit im Tourismusverband „Hochschwarzwald Tourismus GmbH (HTG) gelungen. Nach fünf Jahren Eingewöhnung habe man nun einen „Vollvertrag“ geschlossen.

Einiges geschafft

Eine tolle Einrichtung sei das Seniorenzentrum, das seit einigen Monaten durch die Nachbarschaftshilfe mit deren niederschwelligen Angeboten ergänzt werde. „Zusammenfassend kann man sagen, dass wir trotz sehr angespannter Haushaltslage einiges geschafft haben“, endete er.

Hervorragende Basis

Traditionell hatte dann Johannes Fattler als erster Bürgermeister-Stellvertreter das Schlusswort. Er sprach die Herausforderungen des Jubiläumsjahres an, die dank des professionellen Bürgerservice im Rathaus und einem zuverlässigen Bauhof gemeistert wurden. Besonders das Marketingteam mit Anne Schätzle und Romina Scherzinger habe tolle Arbeit geleistet. Die Veranstaltungen seien sehr positiv wahrgenommen worden. Herausfordernd sei im zurückliegenden sowie im neuen Jahr die Haushaltslage. „Doch mit einem starken Team in der Verwaltung und engagierten Amtsleitern haben wir eine hervorragende Basis, auch kommende Herausforderungen zu bewältigen“, war sich Fattler sicher.

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