Ortsjubiläum in Schönwald: Bunte Skulpturen lenken Blicke auf sich

Viele Arbeitsstunden, Kraft und „Gehirnschmalz“ hat Manfred Fattler (links) in seine Kuckucksuhrenskulpturen investiert, die nun die Ortseingänge (hier aus Richtung Triberg) schmücken – zur Freude von Marketingmitarbeiterin Anne Schätzle und Bürgermeister Christian Wörpel.
Hans-Jürgen KommertEs braucht für einen durchfahrenden Autofahrer nicht viel Aufmerksamkeit, um die Kuckucksuhrenskulpturen an den Ortseingängen von Schönwald an der B 500 zu sehen, die Kunstschmiedemeister Manfred Fattler anlässlich der 750-Jahr-Feier des Dorfes gefertigt hat.
Ursprünglich hätten es drei werden sollen, denn auch beim Ortseingang aus Richtung St. Georgen hätte eine solche Skulptur stehen sollen, allerdings stellte sich heraus, dass der Aufwand zu groß geworden oder das Kunstwerk fast nicht sichtbar gewesen wäre.
An beiden Skulpturen hängen insgesamt 206 der von Schulkindern kunterbunt bemalten Uhrenschilder, wie die gesamte Skulptur gefertigt aus Cortenstahl und von der heimischen Firma CADeck fein gestaltet. Jede der beiden Skulpturen wiegt 474 Kilogramm, 385 Arbeitsstunden stecken in ihnen.
Teilweise sind sie farblich pulverbeschichtet. Recht plastisch wirken die Figuren, da der Schmiedemeister sie abgesetzt hat, indem er das Metall handwerklich getrieben hat.
Zahlreiche Partner unterstützen Projekt
Er müsse Dank aussprechen: Dem Bürgermeister Christian Wörpel und dem Gemeinderat, die sein Werk abgesegnet hatten, dem Gemeindemarketing mit Anne Schätzle und Romina Scherzinger, mit denen sich hervorragend zusammenarbeiten lasse, dem Bauhof, der die Skulpturen aufgestellt habe – und natürlich der Schule mit der Leiterin Silvia Schöne und den Kindern, welche die Schilder geliefert hatten.
„Normalerweise für uns nicht bezahlbar“, stellte Bürgermeister Christian Wörpel fest, der neben der reinen Arbeit auch die künstlerische Gestaltung hervorhob. Ohne Unterstützung der Sponsoren seien die Arbeiten Fattlers dennoch kaum stemmbar gewesen, auch wenn dieser der Gemeinde enorm entgegen gekommen sei.

Im Frühjahr hatten Schulleiterin Silvia Schöne (von links) , Zoë Schwer, Bürgermeister Christian Wörpel, Kindergartenleiterin Gabi Hirt sowie Anne Schätzle vom Standortmarketing die Uhrenschilder noch stolz präsentiert.
Foto: Hans-Jürgen KommertAuch nach dem Ende der Feierlichkeiten zum Dorfjubiläum sollen die beiden „Uhrenbäume“ erhalten bleiben, allerdings wird dann der „Behang“ ein anderer werden – wie das genau aussehen wird, steht allerdings noch in den Sternen, ebenso der spätere Standort.
Werke weit über die Region hinaus zu sehen
Die Werke des Kunstschmiedemeisters sind bei Weitem nicht nur in Schönwald sichtbar, wo in der Pfarrkirche St. Antonius das Tabernakel, der Osterleuchter und der Mehrfachopferleuchter, eine Kreuz-Skulptur für die evangelische Kirche sowie in der Bruder-Klaus-Kapelle im Weißenbach Altar, Kreuz und Ambo seine Handschrift tragen. Auch in der Triberger Wallfahrtskirche, in der Stadtkirche sowie bei Foto Carle war Fattler tätig, selbstredend auch in Schonach oder in St. Georgen.
Darüber hinaus sah man seine Werke auf zahlreichen Landes- und Bundesgartenschauen. Selbst in vielen europäischen Ländern konnte man seine Schmiedekunst schon bewundern. Er wurde mit zahlreichen Preisen bedacht.