Realschule Triberg
: So wird mit abstrakten Bildern geholfen

Die Realschule Triberg zeigt erstmals eine Vernissage im Schwendisaal.
Von
Hans-Jürgen Kommert
Triberg
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Es ist Usus, dass die Stadt Triberg bei Kunstausstellung eines der Werke erwirbt. Bürgermeister Sven Ketterer (von links) hat sich für das Werk von Leonie Epting entschieden, zur Freude von Schulleiter Michael Engst

Bürgermeister Sven Ketterer (von links) hat das Werk von Leonie Epting enrworben, zur Freude von Schulleiter Michael Engst.

Hans-Jürgen Kommert
  • Realschule Triberg zeigt erstmals eine Vernissage im Schwendisaal des Kurhauses.
  • Ausstellung täglich von 10 bis 18 Uhr, zu sehen bis zum Sonntag, 1. November.
  • Entstanden im Projekt „Abstract Art – Realschule Triberg & Roman Hilser“ mit der Klasse 7b.
  • Verkauf der großformatigen Bilder und Postkarten, Erlös je zur Hälfte für zwei Projekte.
  • Unterstützt werden die Katharinenhöhe und „Ramonas Vermächtnis“ der Familie Lohner.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Es war das erste Mal in der Geschichte der Realschule Triberg, dass eine Schulklasse eine Bilderausstellung mit Vernissage im Schwendisaal des Kurhauses durchführte. Diese kann noch bis zum 1. November besucht werden, jeweils von 10 bis 18 Uhr.

So eröffnete Schulleiter Michael Engst eine denkwürdige Veranstaltung, nach musikalischer Einleitung durch die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit Josef und Carmen Spath.

Er schilderte das Zustandekommen dieser Ausstellung: Er sei bekennender Heavy-Metal-Fan, wie der Künstler Roman Hilser auch. Aus der Szene kannten sich die beiden. Und – er wusste, dass „Roman auch malt“. Allerdings konnte man seine Bilder normalerweise nicht kaufen, doch er „verlose“ seine Bilder, indem man für relativ kleines Geld ein Los erwerben kann.

„Ich wollte ein großes Bild für mein Büro“, bekannte Engst. Nach mehreren vergeblichen Anläufen trat er dann direkt an ihn heran, kaufte ein Bild und erhielt dafür sechs Lose, genauer sechs Nieten. „Roman bringt die Bilder persönlich vorbei“, erzählte er schmunzelnd, auch bei ihm.

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Auf einen Workshop angesprochen

Als dieser das Bild brachte, habe er ihn auf einen Workshop angesprochen. Der Künstler wie auch der Förderverein hatten Zustimmung signalisiert. Gemeinsam mit dem Künstler schufen Schülerinnen und Schüler der damaligen Klasse 7b im Rahmen des Projekts „Abstract Art – Realschule Triberg & Roman Hilser“ herrlich abstrakte, großformatige Bilder, die sie nun präsentierten.

Ziel sei auch, damit Gutes zu tun, denn sie wollen die Bilder verkaufen – und da nicht jeder Platz für die recht großen Bilder habe, gebe es auch Postkarten.

„Roman bringt die Bilder persönlich vorbei.“
Michael Engst
Schulleiter

Die Hälfte des Erlöses soll an die Katharinenhöhe gehen, die andere Hälfte an ein Herzensprojekt von Roman, der dies in aller Kürze vorstellte: „Ramonas Vermächtnis“ ist ein Förderverein der Familie Lohner zur Unterstützung der Nachsorgeklinik Tannheim. Sie verlegten nach einem handgeschriebenen Büchlein ihrer mit neun Jahren verstorbenen Tochter, das als Vermächtnis verkauft wird.

„Es war schön, zu erleben, wie 20 Schülerinnen und Schüler so in ihre Arbeit vertieft waren, dass sie sogar bei Hitzefrei weitermachten.“ Lena Reiner berichtete aus Schülersicht: Es habe unheimlich Spaß gemacht. „Roman hat uns Vertrauen gelehrt. Wir haben gelernt, uns zu trauen, was ganz anders war als unsere sonstigen Kunstprojekte.“

Viele der ausgestellten Bilder sind bereits verkauft, doch sie können noch immer betrachtet werden. In „Roman-Manier“ verspricht Engst, die Bilder persönlich zu überbringen. Zu den üblichen Öffnungszeiten des Kurhauses, täglich von 10 bis 18 Uhr, hat man Gelegenheit, die Ausstellung anzusehen, letztmals am Sonntag, 1. November.