Probe der Erdmannsweiler Feuerwehr: Zwei Personen sind aus dem Auto zu retten

Emma Meusch, die einzige Frau in der Abteilung Erdmannsweiler, zeigt, dass sie den Umgang mit dem Spreizer beherrscht.
Karlheinz Hoffmann- Feuerwehr Erdmannsweiler probte mit Jugendwehr Königsfeld eine Schauübung zur Hilfeleistung.
- Szenario: Auffahrunfall mit Traktor und zweitem Auto, zwei Personen im Fahrzeug eingeschlossen.
- Türen ließen sich nicht öffnen, Zugang über Heckklappe; Beifahrertür wurde mit Spreizer abgetrennt.
- Beifahrer bewusstlos an Rotes Kreuz übergeben, Fahrerin befreit; zweites Auto brannte am Motor.
- Über 50 Zuschauer beobachteten den Einsatz – Führung lobte Routine mit HLF 20 und die Jugendwehr.
Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.
Der neue Abteilungsleiter Martin Schwarzwälder freute sich, dass so viele Zuschauer die Übung verfolgten. Er erläuterte die Vorgehensweise der Wehr. Bewusst wird sie als Schauübung veranstaltet. Auch steht die Brandbekämpfung nicht im Mittelpunkt, sondern die technische Hilfeleistung. Dieses Aufgabenfeld macht mittlerweile 42,9 Prozent – gegenüber 17 Prozent in Hinblick auf Brandbekämpfung – aus. Alles werde auch etwas langsamer ablaufen, sagte der Abteilungsleiter. So seien die einzelnen Abläufe besser zu beobachten.

Der gerettete Beifahrer wird zur weiteren Behandlung zum Roten Kreuz gebracht.
Karlheinz HoffmannBei seiner ersten Hauptprobe als Chef hatte er sich ein realistisches Szenario ausgedacht. Die Übungsannahme lautete: Ein Auto mit zwei Insassen fuhr aufgrund zu nahen Abstands in einen Traktor, der mit einer Egge bestückt war, auf. In der Folge konnte der Fahrer eines zweiten Wagens nicht mehr bremsen. Beim Ausweichmanöver kam sein Auto am Rand zu stehen. Für die alarmierte Abteilung galt es, die zwei Personen aus dem Fahrzeug zu retten. Das Fahrzeug ließ sich nicht über die Türen vollständig öffnen. Die Fahrerin war ansprechbar und bekam sogleich von einem Feuerwehrmann Zuspruch. Zugang zum bewusstlosen Beifahrer gab es über die Heckklappe.

Mehr als 50 Zuschauer begrüßte Abteilungskommandant Martin Schwarzwälder bei der Schauübung.
Karlheinz HoffmannNun musste mit dem Spreizer die Beifahrertür vorsichtig abgetrennt werden. Emma Meusch, die einzige Frau, zeigte, dass sie das Gerät perfekt beherrscht. Jetzt wurde der bewusstlose Beifahrer gerettet und an das Rote Kreuz übergeben. Die Fahrerin wurde auch aus ihrer misslichen Lage befreit. Als „Verletzte“ agierten Torsten Bauer und seine Tochter Svea von der Abteilung Königsfeld.
Personen befreien sich aus dem Auto
In der Zwischenzeit begann das zweite Fahrzeug, aus dem Motor heraus zu brennen. Dort befreiten sich die Personen selbst aus dem Fahrzeug. Sie waren offensichtlich unverletzt. Jetzt kam die Jugendwehr Königsfeld zum Einsatz. Diese hatte an dem Wochenende ihren 24‑Stunden-Einsatz. Für sie gab es jetzt auch die Möglichkeit, ihr Können vor mehr als 50 Zaungästen unter Beweis zu stellen. In Absprache mit der Leitstelle gab der Einsatzleiter Michael Fuss den jeweiligen Sachstand bekannt.

Die hinzugerufene Jugendwehr aus Königsfeld bei der Bekämpfung des Motorbrandes
Karlheinz HoffmannGesamtkommandant Christoph Schwager zeigte sich mit dem Ablauf sehr zufrieden. Lob zollte er der Abteilung für die Handhabung mit den Geräten des HLF 20. Das funktioniere schon sehr routiniert und beweise eine gute Probenarbeit. Für Bürgermeister Fritz Link war es ein sehr realistisches Szenario bei dieser „tollen Übung“. Auch fand er die Einbindung der Jugendfeuerwehr sehr gelungen. Beide Abteilungen stehen ja seit einiger Zeit in Kooperation. Ortsvorsteher Freddy Staiger pflichtete den Aussagen bei und freute sich zudem über den regen Zuspruch der Zuschauer. Abschließend gab es noch Gelegenheit, Fragen an die Wehrführung zu stellen. Mit einem kleinen Umtrunk und Vesper endete der „Einsatz“.
