Ortschaftsrat Neukirch: Busanbindung sorgt für Kopfschütteln

Der Neukircher Ortschaftsrat sitzt zur Beratung zusammen (von links): Monika Braun, Jennifer Zapf, Ortsvorsteher Bernd Dorer, Stefan Späth und Andreas Bäurle.
Andreas TrenkleAuf die Situation der Schwarzwaldhalle ging Ortsvorsteher Bernd Dorer in der Sitzung ein. Diese soll umfassend saniert werden. Hierfür wurde beim Bund ein Förderantrag in Höhe von zwei Millionen Euro gestellt. Es könnten bis zu 80 Prozent gefördert werden. Der Bund hat ein Förderprogramm von einer Milliarde Euro aufgelegt. Allerdings wurden bereits Anträge in Höhe von 7,5 Milliarden eingereicht. So ist ungewiss, ob und was bezuschusst wird.
Dorer zeigte auf, wo er in der Halle Mängel sieht und wie diese zu beheben seien. Probleme bereitet beispielsweise die Heizung. So hätten sich bei ihm Leute bei Veranstaltungen beschwert, dass es auf der Fensterseite zu kalt sei. Er sei dem nachgegangen und habe festgestellt, dass es, egal welche Heizstufe eingestellt sei, immer auf 21 Grad heize. Dies gelte es zu optimieren.
Nach 50 Jahren treten am Gebäude der Schwarzwaldhalle immer wieder Schäden auf. Schade fand es Bernd Dorer, dass die Schäden nicht angegangen wurden. Als Beispiel zeigte er auf, dass eine Steckdose einfach nur mit einem Gewebeband zugeklebt wurde.
Als austauschwürdig sah der Ortsvorsteher auch den Boden im Café an. Da die Halle stark frequentiert sei, würden Sportgruppen auch dahin ausweichen. Bei Privatfesten werde das Café ebenfalls genutzt. „Zumindest ein Boden, der nicht schimmelt“, wünscht sich Dorer. Auch die Café-Küche sei überfällig. Wobei Ortschaftsrat Stefan Späth fragte, ob eine Küche hier überhaupt noch erforderlich wäre. Ein paar Ablagen würden reichen. Bernd Dorer meinte, die Küche solle auf jeden Fall raus und könnte durch eine Billigküche ersetzt werden. Auch ein Neuanstrich sei erforderlich. Hier denke er an die Unterstützung der Vereine.
Umkleide wird renoviert
Momentan wird eine Umkleidekabine renoviert. Im vergangenen Jahr war bereits die andere dran. Der Umbau wurde vom Rat als gelungen betrachtet. Als nächstes soll das Dach mit allen fünf Dachfenstern aus Ortschaftsratsmitteln saniert werden. Angegangen werden soll auch die Musikanlage. Ortschaftsrat Andreas Bäurle schlug vor, weiteres Geschirr anzuschaffen. Bei Großveranstaltungen sei dies oft knapp.
Bemängelt wurde im Ortschaftsrat die teils groteske Busanbindung an Neukirch. So listete Bernd Dorer die Häufigkeit der Verbindungen auf. Zwar werde Neukirch oft angefahren, aber meist sei ein Umstieg notwendig. Allein von 12 bis 13 Uhr fahren vier Busse nach Furtwangen. Immer ein Umstieg sei auf der Linie von und nach Bleibach. Der Bus fährt an Neukirch vorbei. Interessant fanden die Räte, dass aber Wildgutach stündlich angefahren wird.
Stefan Späth berichtete, dass der Umstieg nach Furtwangen eine halbe Stunde dauern könne. Ein Fahrgast sei an der Bushaltestelle ausgestiegen. Der Bus habe dort ebenfalls gewartet und nach einer halben Stunde sei der Fahrgast wieder mit dem gleichen Bus weitergefahren.
Lange kann beispielsweise eine Busfahrt von Furtwangen nach Neukirch dauern. So müsse beim Umstieg auf der Neueck 41 Minuten gewartet werden. Dann oben auf der B 500 nochmals 43 Minuten und die Straßenseite müsse gewechselt werden. Komischerweise komme dann der Bus, der zum Thurner weitergefahren ist, wieder zurück und fahre dann Neukirch an.
Brief an das Landratsamt
Die beste Lösung wäre, so Bernd Dorer, wenn der Bus von und nach Bleibach einfach Neukirch anfahren würde. Oder der Thurner-Bus einfach vorher durch Neukirch fahren würde, anstatt auf der B 500 daran vorbei. Das Problem sei, dass hier zwei Landkreise betroffen seien. Geplant wird in Emmendingen und bezahlt vom Schwarzwald-Baar-Kreis. Er werde hierzu einen Brief an das Landratsamt verfassen.
Ortschaftsrätin Jennifer Zapf fragte an, ob beim Rößleplatz ein Zebrastreifen möglich wäre. Die weiteren Ortschaftsräte sahen hierin aber keine Notwendigkeit. Auch würde, der Zebrastreifen im Grünen enden, so Bernd Dorer.