Ortschaftsrat in Neuhausen
: Deshalb dominiert Sparsamkeit die Haushaltsanforderungen

Auch in Neuhausen wird gespart – nur wenige Posten setzte der Ortschaftsrat auf die Liste der Investitionswünsche für den Haushalt 2027.
Von
Stephan Hübner
Königsfeld-Neuhausen
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In der Forststraße in Neuhausen wird die Wasserversorgung erneuert. Für den Durchgangsverkehr gibt es eine Vollsperrung.

In der Forststraße in Neuhausen wird die Wasserversorgung erneuert. Für den Durchgangsverkehr gibt es eine Vollsperrung. (Archivfoto)

Karlheinz Hoffmann
  • Neuhausen spart: Der Ortschaftsrat meldet nur wenige Investitionswünsche für den Haushalt 2027.
  • Die Kasse ist knapp, so Ortsvorsteherin Sabine Schuh, Reserven könnten nächstes Jahr aufgebraucht sein.
  • Priorität 1: Kanaldeckel bei Obereschacher Straße 27 begradigen, Ortstafeln erneuern, Schimmelprüfung in Turnhalle.
  • Rauchmelder fürs Feuerwehrhaus sollen aufs Handy alarmieren – Anlass war ein berichteter Brand eines Gerätehauses.
  • Priorität 2: Forststraße weiter sanieren, Giebel Feuerwehrhaus streichen, Boden im Sitzungszimmer erneuern.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Gemeinde könne sich im Prinzip nur ganz wenig leisten, so Ortsvorsteherin Sabine Schuh. Die Lage sei wirklich sehr dramatisch, Königsfeld könne seinen Haushalt in diesem Jahr nicht ausgleichen, und die Reserven würden wohl im nächsten Jahr aufgebraucht.

Die Gemeinde müsse sich ganz arg bemühen, um künftig noch selbst über den Haushalt bestimmen zu können.

Schuh präsentierte eine Liste an Vorschlägen. Dem folgend setzte der Rat auf Priorität eins das Begradigen eines Kanaldeckels bei der Obereschacher Straße 27. Laut Schuh hat der Bauhof dafür jährlich ein gewisses Budget zur Verfügung, das aber inzwischen auf noch 2500 Euro pro Jahr gesenkt wurde.

Ortstafeln sollen erneuert werden

Erneuert werden sollten die Ortstafeln an den Ortsausgängen Richtung Königsfeld und Obereschach, da diese Risse aufweisen. Dazu kamen die Prüfung von Schimmelbildung und dadurch nötige Renovierungen in der Schulturnhalle sowie Rauchmelder fürs Feuerwehrgerätehaus, die einen Alarm an Handys schicken. Grund waren laut Schuh Berichte, wonach kürzlich ein Gerätehaus mitsamt der Fahrzeuge abgebrannt war.

Auf Priorität zwei landeten der nächste Sanierungsabschnitt der Forststraße, das Streichen des Giebels am Feuerwehrgerätehaus und die Erneuerung oder zumindest gründliche Säuberung des Bodenbelags im Sitzungszimmer der Ortsverwaltung. Das wird laut Schuh auch für Trauungen genutzt, und der Boden weist Flecken auf.

Alle ziehen an einem Strang

Die Räte hatten keine weiteren Vorschläge, wofür sich Schuh bedankte. Es zeige, dass alle an einem Strang zögen. Die Ortsvorsteherin schlug unter Bekanntgaben und im Sinne von Nachhaltigkeit einen „Verschenken“-Markt vor, bei dem jeder auf seinem eigenen Grundstück Dinge aufstellen könnte, die er nicht mehr benötigt. Dann hätte man damit keine Arbeit, so Schuh. Andrea Leithold warnte aber, dass dann möglicherweise etwas wegkommt, was gar nicht zum Verschenken gedacht war. Die Gefahr dafür sei groß, pflichtete Schuh bei. Deshalb rückte der Ortschaftsrat von der Idee ab.

Sperrung bis 11. September geplant

Daniel Singer fragte nach dem Baufortschritt in der Forststraße. Die Sperrung ist laut Schuh bis 11. September geplant, die Baustelle liege im Zeitplan. An Bushaltestellen stehe sogar ein Zeitraum bis Ende Oktober, allerdings sei ursprünglich ein größerer Bauabschnitt geplant gewesen.

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