Ohne diesen Plan läuft nichts
: Schönwald stellt die Weichen für die Wärmewende

Die Gemeinde investiert rund 41.000 Euro in den Transformationsplan. Er ist Pflicht, damit der Ausbau des Nahwärmenetzes auch weiterhin vom Bund gefördert werden kann.
Von
Hans-Jürgen Kommert
Schönwald
Jetzt in der App anhören
GR Schönwald

Die Nahwärme – hier sichtbar das dicke Rohr, das zum künftigen Feuerwehrgerätehaus in Schönwald führen soll – soll durch einen Transformationsplan weiterhin förderfähig bleiben.

Hans-Jürgen Kommert
  • Schönwald lässt einen Transformationsplan fürs Nahwärmenetz erstellen – Voraussetzung für BEW-Förderung.
  • Der Plan liefert IST-Analyse, Zielbild klimaneutraler Wärme und einen gestaffelten Transformationspfad.
  • Zweck doppelt: strategische Basis für Kommune und Netzbetreiber sowie formale Fördervoraussetzung.
  • Kosten rund 40.910 Euro, Auftrag an ENAVO Blumberg vergeben, Förderung deckt die Hälfte der Ausgaben.
  • Zeitdruck betont: Bewilligung liegt vor, Fertigstellung laut Angebot im Februar 2027, erhofft wird Dezember 2026.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Vor einigen Jahren hat sich die Gemeinde Schönwald bereits für ein Nahwärmenetz entschieden. Nun soll ein begleitender „Transformationsplan“, eine strategische, gutachterliche Planungsleistung, dafür sorgen, dass auch künftige Ausbauleistungen gefördert werden können.

„Der Transformationsplan ist die zentrale fachliche Grundlage im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie“, betonte Bürgermeister Christian Wörpel in der zweiten Septembersitzung. „Uns läuft die Zeit davon, wenn wir den Transformationsplan jetzt nicht auf den Weg bringen“, räumte er ein. Der stelle keine eigenständige Bauinvestition dar, sondern eine Planung, aus der die schrittweise Umstellung eines bestehenden Wärmenetzes auf eine treibhausgasarme und perspektivisch klimaneutrale Wärmeversorgung nachvollziehbar hergeleitet wird.

Der Transformationsplan diene dabei einem doppelten Zweck: Zum einen bilde er die strategische Entscheidungsgrundlage für die Kommune und den Netzbetreiber zur weiteren Entwicklung des Wärmenetzes. Zugleich sei er die formale Fördervoraussetzung für nachfolgende investive BEW-Förderanträge, da diese ohne einen anerkannten Transformationsplan nicht gestellt werden können.

Nach den Mindestanforderungen für eine Förderung müsse ein Transformationsplan eine IST-Analyse des bestehenden Wärmenetzes, der Erzeugungsstruktur, der eingesetzten Energieträger und der aktuellen Emissionen aufzeigen, dazu eine Potenzialermittlung erneuerbarer Energien und nutzbarer Abwärme im Netzgebiet, eine Soll-Analyse und die Definition eines Zielbilds für ein klimaneutrales Wärmenetz inklusive der Primärenergie- und CO₂‑Betrachtung. Weiterhin soll er die Ableitung eines zeitlich gestaffelten Transformationspfads mit Wegmarken sowie weitere Kriterien bis hin zur abschließenden Handlungsempfehlung beinhalten.

Schwarzwald-Baar-Kreis

Alles Wichtige aus dem Schwarzwald-Baar-Kreis.

Zum Whatsapp Kanal
„Uns läuft die Zeit davon, wenn wir den Transformationsplan jetzt nicht auf den Weg bringen“
Christian Wörpel
Bürgermeister von Schönwald

Im Frühjahr habe man einen Förderantrag bei der entsprechenden Stelle beantragt, der Ende Juli bewilligt wurde – die Hälfte der förderfähigen Gesamtausgaben werden als nicht rückzahlbare Zuwendung erstattet. Nachdem der positive Zuwendungsbescheid vorliege, könne man nun die Durchführung des Transformationsplans beauftragen.

Dazu wurden drei Angebote eingeholt, das wirtschaftlich günstigste kommt von der ENAVO Blumberg. Es beläuft sich auf 40.910 Euro, schon das nächstteuerere liegt mehr als 10.000 Euro darüber. Markus Fehrenbach (BLS) fragte an, wann der Plan vorliegen werde. Laut Angebot im Februar 2027, allerdings hoffe man auf Dezember 2026, erfuhr er. Das Gremium beschloss einstimmig, den Auftrag für die Planungsleistung an die ENAVO zum genannten Preis zu vergeben.