Neuer Look für alte Schätze: St. Georgens Geschichtstruhe lädt zum Entdecken und Verweilen ein

Ursula Winkler, Alrun Ebting und Norbert Engesser gestalteten die Geschichtstruhe neu. Und auch die Nutzung wird künftig eine neue sein.
Stephan Hübner- St. Georgens Geschichtstruhe wurde saniert und neu gestaltet – Antiquariat, Museum, Wohnzimmer.
- Geöffnet ist freitags von 15 bis 18 Uhr, ausgenommen die Sommerferien.
- Bücher sind nach Rubriken geordnet, ein kleines Antiquariat bietet alte Titel zu günstigen Preisen.
- Ein Sofa lädt zum Gespräch ein, Ausleihe entfällt; Gruppen wie Schulklassen sind willkommen.
- Vorträge finden künftig im kleinen Raum statt: größere weiterhin im Theater im Deutschen Haus.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Nach mehrwöchiger Arbeit erstrahlt die Geschichtstruhe, der vom Verein für Heimatgeschichte betriebene Laden in der Gasse zwischen Bärenplatz und Weidenbächlestraße in neuem Glanz.
Laut Erwin Epting, einem der Vorsitzenden, wurde der Präsentationsraum saniert und komplett neu gestaltet. Federführend dabei waren Norbert Engesser und Ursula Winkler, unterstützt von Alrun Ebting. Den ganzen August über ordneten sie die ausgestellten Bücher in Rubriken, so dass sich Interessierte schneller zurechtfinden. Zudem wurde ein kleines Antiquariat beziehungsweise eine Flohmarkt für alte Bücher eingerichtet, die übrigen Regale ebenfalls übersichtlicher gestaltet.
Die Projektgruppe „Das dritte Reich und wir“, die seit einiger Zeit in den Verein integriert ist, erhielt mit ihren Publikationen im Regal einen eigenen Platz und ist nun auch in einem der Schaufenster präsent. Die sollen laut Winkler künftig immer mal wieder mit neuen Inhalten glänzen, zum Beispiel passend zur Jahreszeit oder zu kirchlichen Anlässen.
Sogar gemütlich wird es hier
Hansjörg Weisser von der Klosterbergfabrik zu verdanken ist als letzte Neuerung ein gemütliches Sofa als Sitzgelegenheit. Hintergrund ist laut Winkler, Besucher einzuladen, miteinander ins Gespräch zu kommen. Außerdem würden auch keine Bücher mehr entliehen, da der Rücklauf oftmals etwas schwierig gewesen sei. Zudem seien Gruppen wie Schulklassen als Besucher willkommen.
Komplettiert wird die Umgestaltung mit kleinen Accessoires wie alten Uhren, die der Verein als Spende aus Haushaltsauflösungen erhielt. Nur temporär zu sehen ist eine Strahlenkranz- beziehungsweise Mondischelmadonna aus der Klosterzeit, die auf der Unterseite recht verborgen eine Mondsichel und ein Gesicht zeigen.

Der Boden der Madonna zeigt Verborgen eine Mondsichel samt Gesicht.
Stephan HübnerDie Statue soll demnächst in der katholischen Kirche ihren verdienten Platz bekommen.
So soll das genutzt werden
Laut Epting möchte der Verein den neu gestalteten Raum künftig für Vorträge nutzen, zu denen etwas weniger Gäste erwartet werden. Vorträge für ein größeres Publikum sollen nach wie vor im Theater im Deutschen Haus stattfinden.
Epting weist darauf hin, dass der Verein über einen großen Restbestand älterer Bücher verfügt, den man gerne abbauen würde, und diese deshalb zu vergünstigten Preisen abgibt. Zu den Autoren zählen lokale Persönlichkeiten wie Heiner Bauknecht, aber auch der Historiker Karl Theodor Kalchschmidt. Die Themen umfassen Patenbriefe aus dem Schwarzwald, Spuren des Klosters St. Georgen und dessen Anfänge unter der Zähringer Politik, örtliche Bräuche und anderes. Ein Buch trägt den Titel „S wird so gsi sii – Geschichde rund um Sanderge“.
Geöffnet ist die Geschichtstruhe jeden Freitag von 15 bis 18 Uhr, ausgenommen die Sommerferien. Weitere Infos gibt es im Internet unter „geschichtsverein-st-georgen.de.
